Ganz schön kurios: 41 Fakten über Mexiko

fakten-ueber-mexiko

Mexiko hat mich ebenso fasziniert wie verwirrt. Ein Land, das traumhaft schön ist, aber gewiss auch seine Eigenheiten hat. Auf welche Kuriositäten du dich bei deiner Tour durch ein atemberaubendes Land einstellen solltest, habe ich dir in Form von 41 Fakten über Mexiko zusammengefasst. 

Was war das nur für eine tolle Zeit, die ich in Mexiko verbringen durfte. Neben Stätten der Mayas, paradiesischen Stränden und pulsierenden Orten durfte ich auch die Mexikaner selbst etwas näher kennenlernen. Frei nach „Andere Länder, andere Sitten“ machte ich diesbezüglich meine ganz eigene Erfahrung. Manchmal staunte ich nicht schlecht. Manchmal konnte ich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Welche Erlebnisse, Eigenheiten und Kuriositäten ich erlebt habe, notierte ich mir stets in meinem Notizbuch. Heraus kam ein bunter Mix an Fakten über Mexiko. Diese sind natürlich rein subjektiv, weshalb du beim Durchlesen vielleicht auch einmal selbst mit dem Kopf schütteln musst.

41 Fakten über Mexiko: Kurios und beeindruckend zugleich

1. Gemessen an der Fläche ist Mexiko sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber mit ungefähr 125 Millionen Einwohnern nur eine anderthalbmal so große Population.

2. Neben den Maya-Stätten und Traumstränden scheinen sich auch die riesigen, bunten Schriftzüge in den verschiedenen Orten etabliert zu haben. Die überdimensionalen Buchstaben, zum Beispiel das Q, U, E, R, E, T, A, R und das O in Queretaro, sind das perfekte Fotomotiv und beim jüngeren Publikum oftmals angesagter als die eigentlichen Sehenswürdigkeiten.

3. Da die Einkünfte der mexikanischen Arbeitnehmer sehr gering sind, spielt das Trinkgeld für Dienstleistungen eine umso größere Rolle. Daher freut sich nahezu jeder fleißige Arbeiter über ein kleines Trinkgeld (ca. 10 Prozent). Nur bei Taxifahrern ist es nicht üblich, bei Uber dagegen schon.

4. Mexiko ist eine sehr musikalische Nation. Nahezu überall, wo du dich aufhältst, ertönen unterschiedliche Klänge. Manchmal sogar aus mehreren Ecken und in ohrenbetäubender Lautstärker. Am Strand hat – gefühlt – jeder sein eigenes Abspielgerät dabei. In der Stadt ist es ein bunter Mix handgemachter Musik. Ganz egal, ob von den Mariachis, Live-Bands oder Straßenmusikern.

5. Die Mexikaner sind dem Alkohol alles andere als abgeneigt. Auf offener Straße zu trinken, ist jedoch verboten. Während sich die Einheimischen daran halten, missachten trinkfreudige Touristen in Partyhochburgen, wie zum Beispiel Cancun oder Playa del Carmen, diese Regelung nur allzu gerne.

6. In Mexiko gibt es 121 Pueblo Mágicos. Die „Magischen Orte“ werden seit 2001 vom Sekretariat für Tourismus in Mexiko (SECTUR) ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um historische, gut erhaltene und besonders sehenswerte Ortschaften.

7. Ein Mexikaner wird dies nur ungern hören, aber mich haben das Land und die Leute vom Aussehen her immer wieder an Südostasien erinnert. Natürlich ist die Kultur eine komplett andere, aber gewisse Parallelen waren durchaus zu erkennen.

8. Das Umweltbewusstsein ist noch nicht wirklich ausgereift, obwohl erste gute Ansätze erkennbar sind. Einerseits gibt es in Supermärkten keine Plastiktüten mehr und an Stelle von Plastikbechern werden bei Events – teilweise – aus Mais hergestellte Becher angeboten. Andererseits werden in kleineren Restaurants unnötigerweise Plastiktüten über die Teller gestülpt, auf denen dann das Essen platziert wird.

9. Was ich 2010 bereits in Südafrika erlebt habe, gehört auch in Mexiko zum Alltag: In Supermärkten wird die gekaufte Ware von zusätzlichen Mitarbeitern eingepackt. Letztendlich handelt es sich dabei meist um ältere Personen, die sich etwas dazuverdienen. Ein Service, der ebenfalls auf Trinkgeldbasis beruht und den ich gerne in Anspruch genommen habe.

10. Was ich auf meinen Reisen oftmals vermisse, sind Hängematten. In Mexiko war das jedoch nicht der Fall, denn Hängematten gibt es nahezu überall. Besonders edle und gut verarbeitete Hängematten erhältst du unter anderem an der Karibikküste. Die Kosten belaufen sich auf zehn bis fünfzig Euro pro Stück.

11. Etwas perplex war ich, als ich in Playa del Carmen bei tropischen 35 Grad, einen Husky erspähte. Einige Wochen später war ich jedoch abgestumpft, denn Mexikaner und Expats scheinen ein großes Faible für die beliebte Hunderasse zu haben. Ob sich der Husky in Mexiko wohl fühlt, darüber lässt sich gewiss streiten.

12. Einheimische reisen in der Regel in der Großfamilie an. Ganz egal, ob es für ein Wochenende an den Strand oder für ein paar Stunden in eine Cenote geht. Die (meist sehr große) Familie hat stets oberste Priorität und wird auch überall hin mitgenommen.

13. Beim Autofahren brauchst du eine Menge Geduld, denn Mexikaner haben eine wirre Fahrweise. Nicht, weil sie mit einem Bleifuß geboren wurden, sondern weil sie ohne zu blinken die Straßenseiten wechseln oder plötzlich stehen bleiben. Besonders beliebt ist das Warnblinklicht, das ganz besonders oft zum Einsatz kommt.

14. Auf der Hut solltest du auf den Straßen Mexikos vor den Topes sein. Das sind kleine Betonhügel, die den Fahrer dazu zwingen, langsamer zu fahren. Übersiehst du einen davon, hebst du kurz ab und schädigst dadurch deinen Unterboden. Daher solltest du beim Autofahren in Mexiko stets konzentriert sein, um einen Hüpfer zu vermeiden.

15. Der Fußball ist wie in so vielen Ländern die Sportart Nummer eins. Mexiko ist eine dieser Fußballnationen und verrückt nach dem rollenden Leder. Doch auch Baseball erfreut sich an großer Beliebtheit, kann dem Fußball aber nicht das Wasser reichen.

16. Das Polizei-Aufgebot in Mexiko ist sehr beeindruckend, ja fast schon beängstigend. Bei der Straßenpatrouille stehen beispielsweise vier schwer bewaffnete Polizisten auf der Ladefläche, die jederzeit schießbereit sind. In großen Städten, wie Guadalajara, gibt es portable Hochsitze mit verdunkelten Scheiben, während an Mautstationen schon mal 15 bis 20 Polizisten rumstehen und den Passanten gehörigen Respekt einflößen. Safety first!

17. Während in Europa bei der Begrüßung zwei Küsschen auf die Wange üblich sind, beschränkt man sich in Mexiko auf einen einzigen. Übrigens halten die Mexikaner den Weltrekord beim Küssen, denn am Valentinstag 2009 trafen sich 39.879 Menschen, die sich gleichzeitig einen Kuss gaben.

18. Generell wirst du in Mexiko auf viele knutschende Paare treffen, die sich auf den öffentlichen Plazas aufhalten. Das hat einen Grund: Bei den Großfamilien fehlt oftmals der Platz für eine traute Zweisamkeit, weshalb sich vor allem junge Mexikaner nach draußen verziehen, um diese zu genießen.

19. Mexikaner sind sehr stolz auf ihr Heimatland. Die Flagge wird gerne offen gezeigt und geschichtsträchtige Ereignisse werden in Hülle und Fülle gefeiert. Auch das Nationalgetränk, den Tequila, gibt es in Bars als Bandera in den Farben einer Flagge zu trinken: grün = Limettensaft, weiß = Tequila, rot = Sangrita. Salud!

20. In Mexiko sind Zahnspangen der absolute Renner. Während sie in Europa oftmals als temporärer Schönheitsmakel angesehen werden und als „Schneeketten“ oder „Zahnknast“ verschrien sind, kommen sie in Mexiko überaus gut an. Eine weitere Gemeinsamkeit mit den Südostasiaten.

21. Eine weitaus größere Rolle als Zahnspangen beim Körperkult spielen Tattoos. Gefühlt hat jeder zweite Mexikaner mindestens ein Tattoo. Ein beliebtes Motiv ist La Catrina, die symbolisch für den Tag der Toten steht. Totenköpfe und Skelette sind ehrlich gesagt nicht so mein Ding, aber zu Mexiko passen die Motive einfach perfekt.

22. Mexikanische Frauen lieben es, sich herauszuputzen, indem sie sich schick anziehen und schminken. Vor allem Letzteres wird nahezu überall praktiziert, egal ob im Park, im Bus oder im Restaurant. Nachpudern muss einfach sein.

23. Mexiko zählt weltweit zu den Ländern mit der höchsten Rate an Übergewichtigen. Schuld daran hat neben ungesundem Fastfood auch der akute Mangel an ausreichender Bewegung. Typisch für einige Mayas auf der Yucatan-Halbinsel sind beispielsweise der dicke Bauch und der fehlende Hals.

24. Die Mexikaner fahren total auf Coca Cola ab. Laut Business Insider trinkt jeder Einheimische 700 Gläser pro Jahr und damit doppelt so viele wie der Amerikaner. Ein weiterer Grund für das Problem mit dem Übergewicht.

25. Der Mais hat eine große Bedeutung in Mexiko. So war er einst nicht nur die Lebensgrundlage der Ureinwohner, die Mayas verehrten sogar einzelne Maisgötter. Das Getreide stammt ursprünglich aus Mexiko und wurde erstmals durch Christoph Kolumbus nach Europa gebracht.

26. Beeindruckend für mich war, wie viele Clowns auf den Plazas mexikanischer Städte ihr Unwesen treiben. Sie sehen etwas anders aus, als wir sie gewohnt sind, ziehen die Massen aber dennoch in ihren Bann. Clowns gehören zum Entertainment-Programm einfach dazu.

27. Überaus amüsant ist das Faible für Maskottchen zum Bewerben verschiedener Dienstleistungen und Produkte. So kann es schon mal vorkommen, dass du beim Stadtrundgang auf einen tanzenden Plüsch-Zahnarzt triffst oder vor einem Museum mit Soldaten mit überdimensionalen Köpfen geworben wird.

28. Der Schuhputzer ist ein ehrenwerter Beruf in Mexiko. In der Regel platzieren die fleißigen, männlichen Arbeiter ihre portablen Stände auf den Zócalos und bringen die Schuhe von Geschäftsmännern wieder auf Vordermann – und das für kaum mehr als 30 Pesos.

29. Mexiko gilt als Schwellenland, also mehr als nur ein Entwicklungsland. Geld ist schließlich vorhanden und die Geschäfte laufen teilweise prächtig. Doch die Kluft zwischen Arm und Reich ist so groß, dass eine Mittelschicht nicht wirklich vorhanden ist – das vielleicht größte Problem des Landes.

30. Anders als in Estland oder Finnland, wo es im absoluten Hinterland bestes Internet gibt, hält sich der flächenmäßige Ausbau von schnellem Internet stark in Grenzen. Bei der riesigen Fläche ist dies aber auch kein Wunder. Sei dir bei einem Roadtrip also bewusst, dass du auch mal eine ganze Weile ohne Internet auskommen musst.

31. Eine Social Media-Sucht ist in Mexiko deutlich erkennbar, auch wenn ich mich frage, ob das in anderen Ländern mittlerweile anders ist. Jedenfalls werden soziale Medien in Mexiko intensiver im Alltag genutzt, zum Beispiel für Friseurtermine oder Absprachen mit dem Hausarzt. Manchmal auch einfach nur um zig Fotos von den großen Buchstaben bekannter Destinationen zu schießen.

32. Die Gastfreundschaft hat einen ganz eigenen Punkt in den 41 Fakten über Mexiko verdient. Sie könnte nämlich kaum herzlicher sein, zumindest im Zentrum des Landes. So schenkten mir die Einheimischen nicht nur öfters ein Lächeln, sie waren zudem stets hilfsbereit. Eine Verkäuferin rannte mir in Queretaro sogar durch die halbe Stadt hinterher, um mir meine Kreditkarte zu geben, die ich Schussel vergessen hatte. Einfach ein freundliches Volk.

33. Ist es das Ziel von uns Zentraleuropäern einen schönen Teint durch die Sonne zu bekommen, so wünschen sich viele Mexikaner genau das Gegenteil. Sie meiden die Sonne, und verwenden bei Spaziergängen Schirme, um möglichst wenig Sonnenstrahlen zu erhaschen. Da darf natürlich auch keine „Whitening“-Creme in den Regalen der Supermärkte fehlen.

34. Blondes Haar, blaue Augen und Latzhose, das sind die Mennoniten. Eine Glaubensgemeinschaft europäischer Herkunft, die ein Leben wie im 16. Jahrhundert führt. Teilweise sprechen die Mennoniten, die am Straßenrand oftmals ihre selbst gebackenen Kekse verkaufen, sogar deutsch. Die Mennoniten passen nicht wirklich in das Bild des typischen Mexikos, sind aber ein fester Bestandteil, auch wenn sie viele Jahre zurückversetzt leben.

35. Wirklich kurios ist die Tatsache, dass der Präsident einmalig auf sechs Jahre gewählt wird. Im Klartext bedeutet dies, dass neue Ideen zwar schnell umgesetzt werden, oftmals aber nicht fertiggestellt werden, da der neue Präsident andere Prioritäten setzt. Dadurch wird leider doch recht viel Geld verbrannt. Geld, das das Land eigentlich gut gebrauchen könnte.

36. Ungefähr zwei Drittel des Landes bestehen aus einem Hochland mit faszinierenden Bergen, wobei es sich primär um aktive und bereits erloschene Vulkane handelt, wie zum Beispiel den berühmten Popocatépetl. Die Metropole Mexiko-Stadt liegt beispielsweise auf 2.200 Metern Höhe. Der höchste Berg wiederum ist der Pico de Orizaba mit 5.630 Metern.

37. Etwas überrascht war ich beim Anblick eines Schildes in Calakmul, auf dem die Anzahl der in Mexiko lebenden Jaguare zu lesen war. Und zwar soll es in Mexiko noch 4.800 Jaguare geben, was mir ein Mitarbeiter der Maya-Stätte bestätigte. Die große Anzahl führt leider auch dazu, dass die wunderschönen Raubkatzen in den Touristen-Hochburgen oftmals zur Schau gestellt werden. Noch schlimmer, wer sich mit den Jaguaren, die unter grausamen Bedingungen gehalten werden, ablichten lässt. Ich hoffe, du gehörst nicht dazu.

38. Der Día de Muertos, der Tag der Toten, ist der vielleicht wichtigste Feiertag der Mexikaner. Anfang November wird den Verstorbenen gedacht, die ihren Angehörigen einmal pro Jahr einen Besuch aus dem Jenseits abstatten. Das gemeinsame Wiedersehen wird mit Musik, Tänzen und leckerem Essen gefeiert. Die Straßen sind mit Totenköpfen und Skeletten geschmückt, die Feiernden dementsprechend geschminkt und auch sonst dreht sich alles um den Tod – allerdings in fröhlich-feierlicher anstatt trauernder Stimmung.

39. Die Sicherheit in Mexiko ist ein großes Problem, da bewaffnete Auseinandersetzungen krimineller Banden keine Seltenheit sind. Insbesondere im Norden und Westen des Landes, zum Beispiel in Tijuana, El Paso und dem ehemaligen Urlaubs-Paradies Acapulco ist die Kriminalität extrem hoch. Meide diese Gebiete unbedingt und halte dich auch an gewisse Sicherheitsregeln, damit du gar nicht erst mit bösen Machenschaften in Kontakt kommst.

40. Wie bereits erwähnt, ist der Tequila das Nationalgetränk Mexikos. Es gibt mehr als 1.800 Sorten. Allesamt werden in einem aufwändigen Herstellungsprozess aus der Agave gewonnen. Das Besondere: Ein Tequila darf sich nur als solcher bezeichnen, wenn er tatsächlich im Bundesstaat Jalisco hergestellt wurde. Mein Favorit ist übrigens der Herradura Ultra.

41. Mexiko ist ein unglaublich abwechslungsreiches Land. Aus geografischer Sicht bietet Mexiko neben zwei langgezogenen Küstenstreifen im Osten und Westen mit Traumstränden ein Hochland, das sich bis auf mehr als 5.500 Meter erhebt. Hinzu kommt eine Dschungelwelt, die auf Grund ihrer Größe schwer überschaubar ist. Was die Kultur betrifft, darfst du dich zudem über eine spannende Historie der Mayas und Azteken freuen. Oder du erkundest die 121 Pueblo Magicos, die primär aus der Zeit der Kolonialisierung hervorgingen. Langweilig wird dir in Mexiko garantiert nicht.

Welche Kuriositäten und Fakten über Mexiko fehlen noch?

Ich bin mir sicher, dass die oben aufgezählten Fakten über Mexiko nur ein kleiner Teil der Kuriositäten sind. Jedes Land hat seine Eigenheiten, was letztendlich die Faszination des Reisens und Entdeckens ausmacht. Fallen dir noch weitere Punkte ein, die dir während deiner Mexiko-Tour aufgefallen sind, dann hinterlasse gerne einen Kommentar.

Falls deine Reise erst noch bevorsteht, darfst du dich auf ein abwechslungsreiches Land mit tollen Einwohnern freuen. Mir haben meine fünf Wochen in Mexiko jedenfalls sehr gut gefallen. Es kann also gut sein, dass ich zum Wiederholungstäter werde und dem Land mit den Sombreros und Tacos einen erneuten Besuch abstatte. Dann kommen sicherlich noch einige kuriose Fakten über Mexiko dazu.

Schaue dir auch gerne die Beiträge über meine Tour durch Mexiko an. Du findest unter anderem Artikel über die Yucatan-Halbinsel, Queretaro, Guadalajara und die Insel Holbox. Viel Spaß beim Durchlesen und noch viel mehr Spaß beim Erkunden eines abwechslungsreichen Landes mit tollen Menschen.

3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.