Die 4-tägige Pitztal-Tour: Imposante Gletscher, Steinböcke und fordernde Klettersteige

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Die Tiroler Alpen sind mir bestens bekannt. Nicht nur wegen verschiedener Winterurlaube, sondern längst auch durch fordernde Bergtouren und Wanderungen im Herbst oder Sommer. War ich in der Vergangenheit meist im Ötztal, im Stubaital oder rund um Nauders unterwegs, so kam ein Tal stets zu kurz: das 40 Kilometer lange Pitztal mit seinen knapp 400 Kilometer markierten Wanderwegen.  

Grund genug, um das Pitztal während einer viertägigen Hüttentour näher zu inspizieren. Zudem wurde mir die Gegend des Öfteren als ein Geheimtipp ins Ohr geflüstert. Zuletzt bei einem Trailrunning-Event im Stubaital, wo ein Läufer gar nicht mehr aus dem Schwärmen raus kam.

Ok, der Begriff „Geheimtipp“ ist wohl etwas übertrieben für ein Tal, das mit der Wildspitze am Fuße von Tirols höchstem Berg (3.768 Meter) liegt. Zudem erfreut sich das Pitztal am höchstgelegenen Skigebiet Österreichs. Höchste Zeit, um das Pitztal endlich selbst zu erkunden.

Die viertägige Pitztal-Tour im Überblick

Aus diesem Grund machte ich mich gemeinsam mit einem guten Freund auf eine viertägige Hüttentour durch das Pitztal. Bei der Route handelte es sich um einen Tourenvorschlag des Deutschen Alpenvereins, der die Hüttenwanderung offiziell auch mit „Pitztal-Tour“ betitelt.

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Die „normale“ Route beginnt am Gletscherexpress in Mittelberg am Ende des Pitztals, führt über das Taschachhaus und die Riffelseehütte bis hinauf auf die Kaunergrathütte. Aus knapp 3.000 Metern geht es am letzten Tag wieder zurück ins Tal nach Plangeroß. Auf der Strecke gibt es verschiedene Alternativen und zusätzliche Routen, worauf ich in den kommenden Absätzen im Detail eingehen werde.

Tag 1: Von Mittelberg zum Taschachhaus

Ein sehr gutes Warm-Up zum Reinkommen in die viertägige Pitztal-Tour ist die Wanderung vom Gletscherexpress in Mittelberg durch das fast ebene Taschachtal. Ein breiter Weg führt entlang des Taschachbachs, vorbei an grünen Wiesen und teilweise direkt durch Kuhherden hindurch.

Lediglich der letzte Anstieg zum Taschachhaus unterhalb des Gletschers ist etwas anstrengender. Hier wird der Weg – teilweise durch Moränen – schmaler, unebener und steiler, sodass du dir, oben angekommen, die Pause mehr als verdient hast.

Besonders gut gefiel mir der Gletscherlehrpfad. Dieser zeigt dir anhand von Bildern, wie stark der Taschachferner seit 1855 zurückgegangen ist. Spätestens hier werden dir die verheerenden Ausmaße der Klimaerwärmung bewusst, da du die Stellen, bis zu denen die Gletscherzunge einst reichte, direkt passierst.

Die erste Tour dauert insgesamt zwei Stunden. Dabei musst du 760 Höhenmeter nach oben und 30 Höhenmeter nach unten bewältigen. Oben angekommen eröffnet sich dir ein traumhafter Blick auf den zwar schwindenden, aber noch immer ziemlich mächtigen Gletscher.

Das Taschachhaus kurz vorgestellt

Das Taschachhaus liegt auf 2.434 Metern Höhe, wurde bereits 1874 erbaut und gehört zur DAV-Sektion München. Schon beim Ankommen wird dir auf Grund der Gebetsfahnen auffallen, dass der Hüttenwirt ein ziemlich großer Nepal-Fan zu sein scheint.

Das Taschachhaus ist sehr gut ausgestattet, modern eingerichtet und relativ neu saniert. Vor allem das Matratzenlager ist sauber und gemütlich. Der Trockenraum hingegen sorgt dafür, dass deine nasse Kleidung garantiert bis zum nächsten Tag wieder trocknet. Abends im Speiseraum, der eher Kantinen- als Hüttenstyle verspricht, bekommst du die nötige (und vor allem sehr leckere) Stärkung.

Zusätzliche Wanderroute: Aufstieg zum Pitztaler Urkund mit Klettersteig

Da wir nach unserer Ankunft noch nicht genug vom gemächlichen Aufstieg zum Taschachhaus hatten, wurde der Nachmittag genutzt, um den Pitztaler Urkund zu besteigen. Der Berg ist fürs Gratklettern bekannt und bröckelt sehr stark, weshalb der Gipfel ohne die notwendige Ausrüstung schwer zu besteigen ist. Daher war für uns unterhalb der Spitze Schluss.

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Der Weg dorthin ist jedoch das eigentliche Ziel, schließlich wartet auf der Rundtour um den Pitztaler Urkund der Klettersteig Sexegerten „Tobias Jungk“ auf dich. Hier gilt es 150 Höhenmeter in der Kategorie B (mittel) zu bewältigen. Der Klettersteig ist sehr schön angelegt und macht richtig viel Spaß. Kurz darauf geht es weiter durch ein Schneefeld gen Bergspitze, wo langsam aber sicher die Wildspitze zum Vorschein kommt.

Auf Grund der Schneemassen mussten wir den gleichen Weg wieder zurück stapfen – natürlich inklusive Klettersteig. Eine schöne Nachmittagstour, die ich dir wärmstens empfehlen kann, obwohl ein großer Teil des Weges zwischen Taschachhaus und dem „Tobias Jungk“-Klettersteig aus Geröll besteht. Das Gehen darauf gestaltet sich durchaus etwas mühselig.

Tag 2: Über den Fuldaer Höhenweg vom Taschachhaus zur Riffelseehütte

Den Fuldaer Höhenweg würde ich als einen Genusswanderweg beschreiben, sofern es diese Begrifflichkeit gibt. Hast du am zweiten Tag den ersten Aufstieg gemeistert, wanderst du – relativ eben – weit oberhalb des Taschachtals entlang. Dort hast du nicht nur einen tollen Blick auf die Gletscherzunge des Taschachferners und die Wildspitze, sondern auch auf das gesamte Taschachtal, das du am Vortag durchkreuzt hast.

Gibt es doch einmal schwere Passagen, so sind diese mit Seilen gesichert. Alles in allem ist der Fuldaer Höhenweg, der unterhalb der Bliggspitze, der Eiskastenspitze, des Wurmtaler Kopfs und des Grubengrats entlang führt, recht entspannt und wunderbar für Familien geeignet.

Insbesondere die letzte Stunde bis zur Riffelseehütte ist geprägt von einem schönen Wanderpfad durch grüne Wiesen, vorbei an kleinen Wasserfällen und mitten durch grasende Schafe. Kurz vor dem Ziel des dreistündigen Fuldaer Höhenwegs, der 260 Höhenmeter hoch und 410 Höhenmeter runter geht, taucht – wie gemalt – der Rifflsee auf.

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Eine Alternative vom Taschachhaus zur Riffelseehütte ist der Offenbacher Höhenweg, der mit 930 Höhenmetern bergauf und 1.080 Höhenmetern bergab weitaus anspruchsvoller als der Fuldaer Höhenweg ist. Diesen solltest du nur gehen, wenn du über die nötige Gletschererfahrung verfügst und dir der Hüttenwirt im Taschachhaus bestätigt, dass der Höhenweg zugänglich ist. In unserem Fall, Anfang Juli, war er es nicht.

Die Riffelseehütte kurz vorgestellt

Die Riffelseehütte sticht dir auf dem Fuldaer Höhenweg bereits aus der Ferne ins Auge, sodass du dein Tagesziel stets im Blick hast. Sie ist die am besten erschlossene Hütte der Pitztal-Tour, da die Rifflseebahn vom Tal bis zur Sunna Alm fährt, die nur einen Steinwurf von der Riffelseehütte entfernt liegt.

Auf der Sonnenterrasse machen es sich dementsprechend viele Tagestouristen und „Bahnfahrer“ bequem, sodass es hier schon mal recht voll werden kann. Bei dem atemberaubenden Panoramablick von der 2.293 Meter hochgelegenen Hütte, die zur DAV-Sektion Frankfurt gehört, aber auch kein Wunder.

Abends, wenn die Tagesgäste verschwinden, wird es ruhiger. Vor allem im Speisesaal kommt dann pures Hüttenfeeling auf. Daran ist die gemütliche Einrichtung nicht ganz unschuldig. Auch das Matratzenlager muss sich nicht verstecken. Es ist nicht nur urig, sondern sehr aufgeräumt und sauber. Außerdem bietet es genügend Stauraum für deine Wander-Utensilien.

Zusätzliche Wanderroute: Einmal um den Rifflsee

Eine Runde um den Rifflsee, der auf 2.232 Metern Höhe liegt, ist ein absolutes Muss bei deiner Pitztal-Tour. Zugegeben ist die Umrundung ziemlich schnell erledigt, da du bei gemütlichem Tempo nicht länger als eine Stunde benötigst. Falls du aber noch Kraftreserven hast, lohnt sich eine zusätzliche Wanderung zum Plodersee. Sie beginnt am anderen Ende des Rifflsees und ist ein Teil des Offenbacher Höhenwegs.

Ansonsten kannst du es dir aber auch im kleinen Café direkt am See gemütlich machen, wo zweimal am Tag die höchste Floßfahrt Europas startet. Diese dauert eine Stunde und kostet zwölf Euro – Speisen und Getränke exklusive. Ganz unter uns: Diese Attraktion ist wohl eher etwas für Tagestouristen im Jeanshosen-Outfit als für individuelle Abenteurer wie dich.

Tag 3: Über den Cottbusser Höhenweg von der Riffelseehütte zur Kaunergrathütte

Generell gilt die Pitztal-Tour als gut für Familien geeignet. Aber: Spätestens beim Cottbusser Höhenweg wird deutlich, dass hier nicht nur Familien an ihre Grenzen stoßen. Der Höhenweg hat es nämlich in sich. Insbesondere bei schlechten Wetterverhältnissen, weshalb auf dem Weg zur Kaunergrathütte Schwindelfreiheit und Trittsicherheit vorausgesetzt sind.

Bereits der steile Einstieg rechts oberhalb des Rifflsees zeigt, dass Wanderneulinge hier nicht unbedingt etwas zu suchen haben. Zwar sind kritische Passagen mit Seilen gesichert, setzen aber ein wachsames Auge und eine hohe Konzentration voraus, um nicht rechts runter ins Tal zu rutschen.

Besonders tückisch ist die Schluchtquerung am Steinkogel. Hier wartet ein fast senkrechter Klettersteig auf dich, der nicht als solcher ausgeschrieben ist. Diesen schaffst du natürlich auch ohne Klettersteig-Set, jedoch ist hier besondere Vorsicht geboten. Wir bevorzugten die sichere Variante und hakten uns mit unserem Klettergurt ein.

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Mit Kindern, die keinen Klettergurt und Helm haben, würde ich diese Passage bei schlechtem Wetter auf keinen Fall empfehlen. Steinschläge haben in der Schlucht schon öfters für den ein oder anderen Unfall gesorgt, der alles andere als glimpflich ausging.

Alles in allem ist der Cottbusser Höhenweg ein wirklich toller Abschnitt der viertägigen Hüttenwanderung durchs Pitztal. Vor allem auch, wenn sich nach mehr als der Hälfte der Wegstrecke und einem langgezogenen Bogen plötzlich die mächtige Watzespitze mit der vorgelagerten und winzig wirkenden Kaunergrathütte auftürmt.

Insgesamt dauert die Tour von der Riffelseehütte bis zur Kaunergrathütte ungefähr vier Stunden. Bergauf geht es 830 Höhenmeter und bergab 310 Höhenmeter. Dabei ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass dir zwischendurch mal ein flinker Steinbock oder eines der recht scheuen Murmeltiere begegnet.

Die Kaunergrathütte kurz vorgestellt

Die Kaunergrathütte, die 1903 errichtet wurde, ist mit 2.817 Metern Höhe die höchste Hütte der Pitztal-Tour. Sie liegt gut 200 Meter unter dem Madatschjoch und befindet sich zwischen der Verpeil- (3.425 Meter) und der Watzespitze (3.533 Meter). Letztere ist zugleich der Hausberg und besonders beliebt bei Kletterern. Daher ist die Hütte der DAV-Sektion Mainz ein beliebter Ausbildungsstützpunkt.

Ähnlich wie beim Taschachhaus scheint der sehr sympathische Hüttenwirt der Kaunergrathütte ein Faible für Nepal zu haben. Auch hier wehen dir bei deiner Ankunft bunte Fahnen entgegen, kurz nachdem du die Wegkapelle St. Martin passiert hast.

Innen herrscht das pure Hüttenfeeling: Urig eingerichtet, ein überschaubarer Speisesaal und ein ebenso sauberes wie gemütliches Matratzenlager. Wenn sich dann noch einer der Gäste die Hütten-Gitarre greift, ist gute Stimmung vorprogrammiert.

Zusätzliche Wanderroute auf den Plangerosskopf

Nach unserem Aufstieg zur Kaunergrathütte wollte ich unbedingt ein weiteres Mal die 3.000 Höhenmeter überschreiten. Da das Wetter nicht so rosig war, suchte ich mir den 3.053 Meter hohen Plangerosskopf als Ziel aus, der ohne große Probleme begehbar ist.

Zwar geht es hauptsächlich über kleine und große Steine, weshalb beim Wandern etwas Vorsicht geboten ist, dafür dauert deine Rundtour lediglich anderthalb Stunden. Zwischendurch darfst du einige Steinmandl bewundern, bevor der letzte Aufstieg auf den „Schutthaufen“ erfolgt.

Oben angekommen erwartet dich nicht nur ein Gipfelkreuz, sondern auch ein grandioser Blick auf die Watzespitze, die Verpeilspitze und den Schwabenkopf. Zumindest, wenn das Wetter mitspielt, was bei mir leider nicht der Fall war, weshalb ich die massiven Bergspitzen nur erahnen konnte.

Tag 4: Von der Kaunergrathütte über das Steinbockjoch zurück ins Tal

Beim Abstieg passieren bekanntlich die meisten Unfälle auf Wandertouren. Daher haben wir uns nach einem lustigen Hüttenabend mit guten Gitarrenklängen, lautem Gesang und jeder Menge Gelächter gedacht, vor dem Abstieg noch eine Zusatzrunde zum Steinbockjoch einzulegen. Die müden und etwas eingerosteten Muskeln wollten schließlich aufgewärmt werden.

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Das Steinbockjoch von der Kaunergrathütte zu besteigen ist keine allzu große Herausforderung. Ist es jedoch nass und feucht, so wird der Untergrund weich und beweglich, sodass Rutschgefahr droht. Ist das der Fall kannst du diesen Missstand jedoch wunderbar mit deinen Wanderstöcken ausgleichen.

Auf 2.940 Metern Höhe gelangst du nicht etwa an ein Gipfelkreuz, sondern – stilecht – an ein Steinbock-Denkmal. Hast du noch nicht genug und willst du erneut die 3.000er-Grenze durchbrechen, so kannst du die Runde von hier aus um einen Aufstieg zur Partleswand erweitern.

Etwas weniger schön ist der Abstieg vom Steinbockjoch, der in unserem Fall über Schnee, Geröll und Felsen führte. Die Folge war eine erhöhte Rutschgefahr, obwohl die Strecke teilweise mit Seilen gesichert war. Kein wirklich angenehmer Abstieg. Doch zwei sehr schön eingebettete Bergseen und mehrere, sich auf den kantigen Felsen stolz präsentierende Steinböcke, entschädigten uns für den tückischen Abstieg.

Die Steinbockjoch-Runde ist kein großer Umweg und führt direkt auf den normalen Abstieg von der Kaunergrathütte nach Plangeroß. Der Wanderweg geht weiter am Lußbach entlang ins Tal und ist gut befestigt. Je näher das Tal kommt, umso grüner wird die Landschaft und umso so stärker der Fluss, der kurz vor Plangeroß zu einem großen Wasserfall wird.

Die Dauer für den Abstieg nach Plageroß inklusive Steinbockjoch-Runde dauert gut drei Stunden. Da unser Auto an der Talstation in Mittelberg stand und wir uns zu stolz waren auf den Bus zu warten, sind wir die letzten 45 Minuten zu Fuß gegangen.

Nach 300 Höhenmetern bergauf und 1.510 Höhenmetern bergab hat sich damit am letzten Tag der Kreis einer wundervollen viertägigen Pitztal-Tour geschlossen.

10 Tipps für deine 4-tägige Hüttenwanderung im Pitztal

Bevor ich zum Ende meines Blogbeitrags komme, möchte ich dir im Folgenden noch ein paar Tipps für den Aufenthalt auf den DAV-Hütten mit auf den Weg geben. Du sollst schließlich perfekt auf deine Pitztal-Tour vorbereitet sein.

  1. Frage beim jeweiligen Hüttenwirt vor jeder Tour nach, wie die Bedingungen zum Wandern sind, um keine unnötigen Risiken einzugehen.
  2. Packe dir ein paar Hausschuhe oder Barfußlaufschuhe ein, die du während des Aufenthaltes auf der Hütte trägst.
  3. Nimm dir ein gutes Buch, einen E-Reader oder ein Kartenspiel mit, um die Wartezeit bis zur nächsten Tour zu überbrücken. Manche Hütten haben zwar Bücher und Gesellschaftsspiele, jedoch sind die besten davon schnell vergriffen.
  4. Buche bei deiner Hüttentour die Halbpension dazu. Das mag vielleicht wenig abenteuerlich klingen, dafür hast du morgens und abends ein ausgiebiges Menü, das dir zu neuen Kräften am Berg verhilft.
  5. Nimm genügend Bargeld mit. Auf vielen DAV-Hütten ist es nicht möglich mit Karte oder Smartphone zu zahlen.
  6. Zum Duschen benötigst du entweder spezielle Duschmarken, die dir der Hüttenwirt bereitstellt, oder genügend Kleingeld. Im Taschachhaus kostet eine Minute warmes Wasser beispielsweise einen Euro, während du auf der Riffelseehütte für eine Duschmarke 2,30 Euro bezahlst, die dir drei Minuten warmes Wasser beschert.
  7. Internet auf den Hütten im Pitztal ist oft teuer. Auf der Kaunergrathütte kostet dich eine halbe Stunde zwei Euro, zwei Stunden wiederum fünf Euro. Aber mal ehrlich: Brauchst du wirklich einen Internetzugang?
  8. Da das Pitztal mit 250 Kilometern ausgewiesenen Trailrunning-Strecken ein absolutes Paradies für Trailrunner ist, macht es Sinn, deinen Trailrunning-Rucksack und deine -Schuhe einzupacken, um eine Runde auf den sehr gut ausgewiesenen Trails zu drehen.
  9. Vermeide es, während deiner Pitztal-Tour, möglichst viel Abfall zu erzeugen, denn diesen musst du selbst wieder von den Hütten (Ausnahme: Riffelseehütte) mitnehmen. Packe dir daher eine Abfalltüte ein, die du im Anschluss eigenverantwortlich im Tal entsorgst.
  10. Als DAV-Mitglied sparst du nicht nur bei den Übernachtungen eine Menge Geld, sondern auch bei bestimmten Getränken oder Mahlzeiten. Eine Mitgliedschaft rechnet sich oft schon nach vier bis fünf Hütten-Übernachtungen pro Jahr.

Ich hoffe, dass ich dir mit den obigen Tipps ebenso weiterhelfen konnte, wie mit der Beschreibung der Pitztal-Tour. Das Beste daran: Du kannst die Tour um einige spannende Routen erweitern, wie zum Beispiel:

  • Pitztaler Gletscherrunde – sie verläuft am ersten Tag nicht etwa durchs Taschachtal, sondern führt mit dem Gletscherexpress auf den Hinteren Brunnenkogel, von wo es über den Gletschersteig hinab zum Taschachhaus geht.
  • Offenbacher Höhenweg – er ist weitaus anspruchsvoller als der Fuldaer Höhenweg und setzt alpine Erfahrung voraus.
  • Verpeilrunde im Anschluss an die Übernachtung auf der Kaunergrathütte – der Weg führt über das Madatschjoch (3.030 Meter) zur Verpeilhütte und über das Verpeiljoch (2.830 Meter) zurück – einmal um die 3.425 Meter hohe Verpeilspitze.

Erkundige dich im Vorhinein immer, ob die Routen auch tatsächlich begehbar sind und welche Erfahrung beziehungsweise Ausrüstung dafür notwendig ist. Wie heißt es doch so schön: „Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist.“ Also wandere behutsam und überlegt. Den Spaß sollst du dabei keinesfalls außer Acht lassen, aber keine Sorge, dieser wird bei der Pitztal-Tour keineswegs zu kurz kommen.

Warst du bereits im Pitztal zum Wandern, Bergsteigen oder Klettern? Oder hast du bestimmte Fragen zur beschriebenen Tour? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.

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