Besuch in den Townships Umlazi und Lamontville

Am Anfang der Woche stand wie auch schon letzte Woche unsere Hallenliga im Vordergrund. Erneut gab es eine Niederlage, diesmal mit 8:11. Vielleicht klappt es ja nächste Woche mal mit einem Sieg, denn aus den Fehlern verloren gegangener Spiele lernt man schließlich. Genau wie man daraus lernen sollte, bei Leistenbeschwerden keine Wärmesalbe auf die angeschlagene Stelle zu schmieren. Weiter vertiefen möchte ich dieses Thema aber nicht.

Für Dienstag trug ich mich in unsere wöchentliche Kochliste ein, was natürlich bedeutete, dass ich an diesem Tag auch tatsächlich Kochen musste. Dank www.chefkoch.de fand ich erneut ein leckeres Rezept, welches in der Kategorie “Wenig Aufwand” ganz weit oben stand.

Diesmal gab es also eine Gnocchi-Gemüse-Pfanne, die laut Rezept 25 Minuten dauern sollte, wofür ich aber eine ganze Stunde brauchte. Auch wenn die Geschwindigkeit zu wünschen übrig lässt, geht es doch langsam aber sicher aufwärts mit meinen Kochkünsten.

Heute hatte ich dann endlich meinen ersten Einsatz im Außendienst, denn ich durfte zusammen mit Stefan in die Townships nach Umlazi und Lamontville fahren, um dort die Trainingsarbeiten zu beobachten und sonstige Sachen zu klären, wie zum Beispiel den Besuch bei einer öffentlichen Behörde in einem Township, dessen Größe sich halbwegs in Grenzen hielt.

Die erste Station war eine Schule in Umlazi, einem Stadtteil von Durban, wo wir uns eine Unterrichtseinheit der „Peer Education“ etwas näher betrachteten. Dabei viel mir besonders auf, wie eifrig die uniformierten Kinder hier doch bei der Sache sind und wie diszipliniert sie dem Lehrer bzw. Trainer oder ihren Mitschülern zuhören.

Als wir dann außerhalb des Klassenraums noch einen Rundgang machten und ich meinen Foto zückte, kamen auch schnell die ersten Kinder, um sich von mir fotografieren zu lassen. Auch wenn sie nicht allzu oft vor der Kamera stehen, so haben sie das Posen davor doch ziemlich auf dem Kasten.

Nachdem ein paar weitere Eindrücke gesammelt wurden und Stefan und ich an einem Basketballplatz vorbei liefen, kam auch schon der erste Schüler zu uns und forderte uns zum Mitspielen auf. Natürlich ließen wir uns das Basketballspiel, welches teilweise auch eine Form von Rugby hätte sein können, nicht entgehen. Warum ich allerdings in die Mädchenmannschaft gewählt wurde, weiß ich auch nicht.

Eine gute halbe Stunde spielten wir mit den Kids, was sehr schön war, denn einerseits sah man strahlende Kinder um sich herum und andererseits fühlte man sich selbst als eine Art Filmstar, da es in der Schule in Umlazi nicht allzu oft vorkommt, dass zwei groß gewachsene Weiße zu Besuch kommen. Mal wieder ein tolles Erlebnis.

Die nächste Station war dann die älteste Township Durbans namens Lamontville, wo wir eine praktische Trainingseinheit etwas genauer unter die Lupe nahmen. Die Leitung hierbei hatte WhizzKids-Trainerin Sithule, die vier Kinder unter ihre Fittiche nahm, um mit ihnen einige Übungen zu machen.

Wer mehr über die Arbeitsweise meines Praktikumsplatzes erfahren möchte, der kann gerne auf folgenden Link klicken, der ausnahmsweise auch auf Deutsch geschrieben ist: WhizzKids.

Zum Abschluss eines ereignisreichen Tages orderten wir uns noch einen Goalkeeper und einen Striker nach Hause, genauer gesagt waren das zwei Pizzas, die wir uns bestellen mussten, da unser Kanadier Tom eigentlich mit dem Kochen an der Reihe war, allerdings viel zu spät nach Hause kam. Was es in Südafrika zusätzlich zur Pizzabestellung gibt, könnt ihr auf dem obigen Foto erkennen. Kleiner Tipp vorweg: Es ist kein billiger Aldi-Wein.

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