Essen auf Reisen

Essen auf Reisen: Meine fünf globalen Lieblingsgerichte

In seinem Blog flocutus.de hat Florian zu einer Blogparade über das Essen auf Reisen aufgerufen. Ich habe mich sofort angesprochen gefühlt, weshalb ich als Vielfraß und Genussreisender gerne teilnehme und dir in diesem Beitrag meine Lieblingsgerichte aus fünf verschiedenen Ländern verrate.

„Iss deinen Teller auf, sonst gibt´s morgen schlechtes Wetter!“ Nicht wirklich relevant, wenn du in einem Land bist, wo es so gut wie kein schlechtes Wetter gibt und das Essen sowieso so gut schmeckt, dass keine Reste übrig bleiben. Einige solcher Länder durfte ich bereits bereisen und hatte stets ein Lieblingsgericht, bei dem mir alleine beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenläuft.

10+1 Gebote zum Essen auf Reisen

Doch bevor ich dir meine kulinarischen Highlights preisgebe, möchte ich nochmal kurz auf die Blogparade von Florian zurückkommen. In seinem Blogbeitrag Reise-Food: Dein Essen ist nicht mein Essen! ruft er Reiseblogger dazu auf ihre kulinarischen Erfahrungen und Lieblingsessen aufzulisten und mit den Lesern – in diesem Fall mit dir – zu teilen.

Am Beitrag von Florian haben mir die 10+1 Gebote zum Essen auf Reisen besonders gut gefallen. Dort schildert er, wie und wo du auf Reisen essen solltest. Ein wichtiges Thema, wie ich finde, da gerade in Touristenorten vermehrt große FastFood-Ketten und Restaurants mit westlichem Essen den landestypischen Kochkünsten den Rang ablaufen.

Daher habe ich mir, teilweise auch in Anlehnung an Florians Gebote, drei Regeln fürs Essen auf Reisen aufgestellt:

1. Bevorzuge lokales Essen und meide weltweit expandierende FastFood-Ketten.

2. Gehe völlig unbedarft an die landestypische Küche ran und probiere unbekanntes Essen aus.

3. Esse dort, wo es auch die Einheimischen tun.

Natürlich halte ich mich nicht strikt an diese Regeln und umgehe diese in gewissen Situationen. Ich denke aber auch, dass es beim Reisen eine große Bedeutung hat und ein Zeichen von Respekt ist, die einheimische Küche zu schätzen. Zudem reise ich nicht, um das gleiche zu essen wie in der Heimat, schließlich soll mein Gaumen ebenfalls völlig neue Erfahrungen machen.

Meine kulinarischen Highlights

Das Essen auf Reisen ist nicht ganz unwichtig, wenn es um die Planung einer neuen Rucksacktour geht. Kein Wunder, dass es mich immer wieder nach Südostasien zieht, denn die asiatische Küche ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis das Beste, was dieser Planet zu bieten hat. Daher tauchen in der folgenden Liste auch gleich zwei von fünf Gerichten aus Thailand und Indonesien auf:

1. Pad Thai mit Shrimps (Thailand)

Die thailändische Küche ist für mich der Inbegriff guten Essens. Vor allem das Nationalgericht Pad Thai hat es mir angetan. Umso besser, dass es die Nudel-Variation eigentlich überall zu kaufen gibt. So serviert das schicke Restaurant die angebratenen Nudeln genauso wie der Straßenverkäufer um die Ecke.

Pad Thai sind Nudeln, die mir besonders gut mit Garnelen oder auch Hühnchen schmecken. Sie werden im Wok zubereitet und in der Regel mit getrocknetem Chili, Limetten, Ei, Garnelen, Fischsoße und Mungbohnensprossen serviert. Schnell zubereitet und super lecker.

2. Nasi Goreng (Indonesien)

Fast schon langweilig, dass mein Highlight in Indonesien ebenfalls eines der Nationalgerichte ist. Nasi Goreng kannte ich bereits aus Deutschland, da es bei mir in der Familie ab und an auf der Speisekarte stand. Das war zwar lecker, allerdings kein Vergleich zur tatsächlichen indonesischen Küche.

Die Hauptzutat ist gekochter Reis, der mit Knoblauch, kleinen Zwiebeln, Salz, Palmöl und Chilis angebraten und mit Pfeffer, Kurkuma und Curry gewürzt wird. Das Kochinstrument ist auch hier – typisch für Asien – der Wok. Ich esse Nasi Goreng am liebsten mit Hühnchen und einem Spiegelei obendrauf.

Wenn du wissen möchtest, was die indonesische Küche sonst noch zu bieten hat, dann werfe einen Blick auf den Artikel Indonesien Essen: 23 leckere Gerichte, die du nicht verpassen solltest vom Blog Home is where your Bag is, der zahlreiche Leckereien für dich bereithält.

3. Bunny Chow (Durban, Südafrika)

Nicht weltbekannt, aber dafür eine absolute Spezialität im südafrikanischen Durban ist Bunny Chow. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen Hasen, der frittiert wird, sondern um ein ausgehülltes Brot, das mit Curry, Linsen, Hühnchen und jeder Menge weiterer Zutaten gefüllt wird.

Idealerweise isst du es ohne Besteck. Das bedeutet, dass du nach und nach den oberen Rand vom Brot abreißt und es dann in die Füllung eintunkst. Ein ziemlicher Spaß und auch eine gewisse Herausforderung, da das Essen des Bunny Chows eine Kunst für sich ist. Probieren solltest du es definitiv, denn es ist einfach köstlich (und teilweise auch ziemlich scharf).

 4. Churrasco (Brasilien)

Südamerikaner sind bekannt für ihr fleischlastiges Essen. Bei Churrasco wird da keine Ausnahme gemacht. Ganz im Gegenteil, denn hierbei dreht sich alles um das Fleisch. Genauer gesagt um handgroße Fleischstücke, die eine halbe Stunde vor dem Grillen mit grobem Salz gewürzt werden, das kurz vor dem Grillen wieder abgeklopft wird.

Sobald das Fleisch fertig ist, wird es in kleine Stücke geschnitten und jeder darf sich bedienen. Meist wird es mit Farofa (= Maniokmehl) und Salaten serviert. Sehr gut zum Churrasco schmeckt eines der süffigen brasilianischen Biere, die aus einem Abendessen schon mal eine lange Nacht machen können.

5. Tajine (Marokko)

Die Tajine ist sowohl die Bezeichnung für einen marokkanischen Lehmtopf mit einem gewölbten oder spitzen Deckel, als auch für das darin zubereitete Essen. Eigentlich garen Marokkaner nahezu alles in ihrem lustig aussehenden Töpfchen, egal ob Fisch, Gemüse, Fleisch oder süße Nachspeisen.

Ziemlich bekannt sind die Harira, Briouats und Pastilla, die von Gerichten mit Linsen über Fleisch bis hin zu süß gefüllten Teigtaschen eine große Bandbreite abdecken. Am besten einfach alles ausprobieren.

Bist du auf den Geschmack gekommen?

Es gibt natürlich noch unzählige weitere Leckereien auf dieser Welt und ich muss gestehen, dass ich mich nach Reisen immer ganz besonders auf eine Spezialität freue, nämlich die gute, alte Currywurst. Diese hat sich weltweit zum Glück noch nicht durchgesetzt, weshalb sie nach jeder langen Reise ein wahres Highlight für mich ist.

Bis für mich die nächste Currywurst auf dem Speiseplan steht, dauert es noch ein paar Wochen. Solange werde ich mich mit den südostasiatischen Köstlichkeiten begnügen müssen und mir noch so einige Portionen Nasi Goreng und Pad Thai genehmigen.

Was sind eigentlich deine kulinarischen Highlights, wenn du auf Reisen bist? Oder hast du gar einige Gebote, die beim Essen auf Reisen befolgst und gerne mit anderen teilen möchtest? Dann verrate sie mir gerne in den Kommentaren oder nehme an der Blogparade von Florian teil.

8 Gedanken zu „Essen auf Reisen: Meine fünf globalen Lieblingsgerichte“

    1. Hey Nette,

      oh ja, Südafrika hat schon einiges zu bieten. Ein Braai oder Samosas sind einfach nur gut. Mir haben auch noch die Boerewors oder Pap mit leckeren Soßen geschmeckt. Grund genug, um dort bald mal wieder vorbeizuschauen. 😉

      Viele Grüße aus Bali, Daniel.

  1. Hallo Daniel,

    die südafrikanische Küche finde ich auch einfach nur genial (wie das ganze Land). Vor allem die Desserts haben es mir dort angetan – Melktert oder Malva Pudding etwa. Pappsüß – und einfach nur „lekker“.

    Viele Grüße

    Daniela

  2. Ist es schon soweit – alle Speisen dieser Welt schon durch, dass Du mit den fünf globalen Lieblingsgerichten Resümee ziehst? 😉 Spaß beiseite: Also Pad Thai ist bei mir auch fix bei meinen Lieblingsgerichten mit dabei und die riesigen Stücke Fleisch am brasilianischen Grill schauen für mich auch sehr verlockend aus. Aber es gibt noch einige Gerichte mehr in die ich mich verliebt habe. Die Vientamesische Nudelsuppe, z.B.

    1. Hallo Gerhard,

      es ist natürlich gut, dass ich längst noch nicht alle Länder bereist habe. Sonst wäre es ja langweilig. 😉 Vietnam steht bei mir ganz weit oben auf meiner Liste. Vielleicht schafft es die vietnamesische Nudelsuppe nach einem Besuch tatsächlich in meine Top 5. Danke für den Tipp und ich halte dich auf dem Laufenden.

      Viele Grüße aus Bali, Daniel.

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