Roadtrip mit Besuch aus der Heimat – Teil 2

Nach der zweiten Nacht in Jeffrey’s Bay wollten Matthias, Monique und ich morgens nochmal ins kühle Nass zum Surfen gehen. Da das Wetter allerdings zu wünschen übrig ließ, begaben wir uns direkt auf den Weg nach Plettenberg Bay, wo wir einen längeren Stopp auf der Bloukrans Bridge einlegten.

Die Bloukrans Bridge ist für den höchsten Bungee-Jump der Welt bekannt. Eigentlich hatte ich mir im Vorhinein ins Auge gefasst, den Sprung von 216 Meter in die tiefe Schlucht zu machen, allerdings rutschte mir beim Anblick der Brücke fast das Herz in die Hose. Ich resignierte und oute mich hiermit öffentlich als Angsthase. Meinen Respekt spreche ich für alle Wagemutigen aus, die sich mit dem Seil kopfüber von der Brücke stürzten.

In Plettenberg Bay angekommen, bezogen wir das bisher beste Backpackers unserer Tour, wo wir für den Rest des Tages unsere Beine hochlegten und Matthias und ich uns einen Riesenburger zum Abendessen zauberten, mit dem wir uns wirklich selbst übertroffen hatten.

Einiges aktiver ging es am Donnerstag zur Sache, wo wir uns bereits um sieben Uhr bei einem wunderschönen Sonnenaufgang auf den Weg machten, den Inselausläufer der Bucht um Plettenberg Bay mit dem Namen Robberg zu erkunden. Die Halbinsel ist bekannt für ihre rauhe Klippen- und Felsküste und ist zudem eine Art natürliche Schutzzone für Tiere, die sich hier erholen, bevor sie ins offene Meer hinaus schwimmen.

Wir versprachen uns also einiges von der Insel, allerdings hatten wir die ersten Stunden mit dichtem Nebel zu kämpfen, der uns die Wanderung auf den teilweise sehr gefährlichen Pfaden doch ziemlich erschwerte. Erste Anzeichen der Schönheit von Robberg ließen sich trotz schlechter Sicht dennoch erkennen.

Gegen Mittag brach endlich die Sonne durch die Wolken und wir bekamen eine paradiesische Insel mit steilen Felsküsten, rauher See und wunderschönen Sandbuchten zu Gesicht, die mich und Matthias stark an die Traumstrände von Thailand erinnerten. Der Unterschied bestand jedoch darin, dass es hier meterhohe Wellen, viele Robben und auch einige Wale zu bestaunen gab.

Alles in allem verbrachten wir den gesamten Tag auf Robberg, wanderten und kletterten den Rundweg entlang und genossen Natur pur auf einer Insel, deren paradiesische Ausmaße nur schwer in Worte zu fassen sind.

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