Roadtrip mit Besuch aus der Heimat – Teil 1

Seit Freitag ziehe ich nun also mit Matthias und Monique, meinem Besuch aus der Heimat auf den ich mich sehr freute, durch die Gegend. Zwar hatten beide auf Grund meines doch sehr engen Terminplans leider nicht die Möglichkeit Durban näher zu bekunden, aber immerhin schafften wir es am Tag vor unserer Abreise gen Süden noch bei einem Inder vorbeizuschauen. Dort war es schließlich ein Muss für die beiden die Spezialität der Stadt, nämlich Bunny Chow zu probieren.

Am Samstagmorgen ging es dann ziemlich früh mit dem gemieteten Tata (= Auto) ins mehr als 800 Kilometer entfernte Grahamstown. Auf dem Weg dorthin sahen wir eine traumhaft schöne bergige Landschaft, welche die 14 stündige Fahrt enorm verkürzten. Zwischendurch wurde unter anderem ein Stopp am Strand von Shelly Beach gemacht sowie an weiteren besonders beeindruckenden Plätzen, um einige Fotos zu machen oder sich einfach nur die Beine zu vertreten.

Der Sonntag war dann unser Familientag, was bedeutet, dass wir drei den Addo Elephant Park begutachteten. Im riesigen Park fuhren wir ungefähr fünf Stunden durch die Gegend, wo wir neben Elefanten, die desöfteren unsere Straße kreuzten, auch Tiere wie Kudus, Zebras, Schakale und Warzenschweine fanden. Wirklich ein tolles Erlebnis, auch wenn der Park von der Größe und Vielfalt nicht ganz an den Kruger Nationalpark im Norden des Landes rankommt.

Nach unserem Familienausflug waren wir einige Zeit auf der Suche nach unserem im Vorhinein gebuchten Backpackers. Knapp zwei Stunden fuhren wir mehr als 40 Kilometer in der Dunkelheit auf Waldwegen, die allerdings um einiges schlechter als die in Deutschland sind, entlang und suchten vergeblich nach unserem Hostel. Irgendwann hörte unsere Straße auf und wir standen vor einem Gatter eines komplett unbekannten Nationalparks. Glücklicherweise war dort ein Angestellter, der uns auf Afrikaans den Weg zurück in die Zivilisation beschrieb. Im Gegenzug gaben wir ihm auch eine von ihm geforderte Flasche Wasser.

Das Organge Elephant Backpackers, dass wir dann irgendwann fanden, war nicht wirklich prickelnd, weshalb wir erst einmal beschlossen uns ein paar Bier zu kaufen. In einem sehr feinen Lokal wurden wir dann auch fündig. Völlig versifft lotste uns ein Mitarbeiter an die Bar, wo wir einige Flaschen zum Mitnehmen kauften. Die Gäste, die pickfein gekleidet waren, schauten uns etwas seltsam an als wir die Flaschen quer durch das Lokal transportierten, aber das war uns erstmal egal, auch wenn wir uns ziemlich geschämt haben. Ein verpeilter Abend über den wir uns im Nachhinein noch lange kaputt lachen werden.

Am Montag ging es dann für uns auf befestigten Straßen mit Wegbeschreibungen zu einem Zwischenstopp nach Port Elizabeth, wo wir uns neben der Strandpromenade auch noch die künstliche Partymeile mit einer Art Vergnügungspark und mehreren Restaurants anschauten. Diesmal konnte ich mich als Reiseführer auszeichnen, da ich die Stadt noch vom damaligen Deutschlandspiel bei der Weltmeisterschaft kannte.

Nach dem Sonnentanken wurde weiterhin unser nächstes Ziel Jeffrey’s Bay angestrebt. Dies wurde allerdings erneut später gefunden als geplant, da wir uns glücklicherweise verfuhren und im Nirgendwo endeten. Zum Glück, da wir im wohl eher unbekannten Gamtoos River Coastal Reserve landeten. Hier gab es eine atemberaubende riesige Dünenlandschaft zu bestaunen. Für mich persönlich der bisher schönste Platz während meines gesamten Südafrika-Trips. Unendliche Sandmassen wie in einer endlosen Wüste, die irgendwann im Meer endeten. Ein absoluter Traum!

Jeffrey’s Bay wurde dann aber doch irgendwann erreicht und nach dem Einchecken in unserem Hostel machten wir uns auch gleich auf den Weg zum Strand. Dort konnten wir unseren Augen nicht trauen, denn circa 400 Meer entfernt tauchte immer wieder eine riesige Schwanzflosse eines Wales auf und ab – ein Naturschauspiel, das man nur selten vom Strand aus zu Gesicht bekommt. Die Surferstadt hatte also nicht nur die anscheinend perfekteste Welle der Welt zu bieten, sondern noch einiges mehr.

Nachdem Matthias und ich am Vorabend noch einen Kilogramm Riesengarnelen zum Spottpreis verdrückt hatten, ging es an Tag zwei in J-Bay natürlich auf die Surfboards. Schließlich wollten wir selbst testen, warum die Stadt zu einem der besten Surfspots weltweit zählt. Ausgestattet mit neuem Surfoutfit, das wir uns zu billigen Preisen im Billabong Outlet zulegten, machten wir uns also auf den Weg zum Strand. Mit dabei natürlich Monique, die sich das erste Mal auf das Brett wagte und wirklich Talent zu scheinen hat.

Diesmal gab es zwar keine Walflosse zu bewundern, allerdings tummelten sich im Hintergrund ungefähr zehn Delphine, deren Flossen man auf- und abtauchen sah. Irgendwie ist hier alles wie im Film. Eine Stadt, die uns mit großer Sicherheit immer in positiver Erinnerung bleiben wird. Zum Abschluss geht es deswegen morgen früh noch einmal zum Surfen, bevor wir uns auf den Weg in den Tsitsikamma Nationalpark entlang der Garden Route machen werden.

Beste Grüße aus Jeffrey’s Bay,
Daniel, Monique und Matthias.

P.S.: Bilder kommen im Nachhinein und wenn Ihr lesen wollt, was Matthias und Monique noch so treiben, dann klickt auf Mattson und Monique on Tour.

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