North Beach, Umhlanga und ein leckeres Braai

Am Wochenende hatte ich endlich mal genügend Zeit, um mir Durban etwas genauer anzuschauen. Genau deshalb traf ich mit meinem Studienkollegen Fabian, der ebenfalls ein Praktikum in Durban macht und schon ein paar Wochen länger in Südafrika ist. Also ließ ich mich von ihm am Samstag zu einer Durban-Vorstellungsrunde zusammen mit seiner Freundin Gabrielle einladen.

Erstes Ziel war wie sollte es auch anders sein der Strand, den ich bisher immer nur von Weitem gesehen habe. Nachdem wir eine Weile unterwegs waren und ich die Innenstadt Durbans näher kennen gelernt hatte, kamen wir auch endlich am North Beach an. Es war allerdings schwer einen geeigneten Parkplatz zu finden, da einige Passagen auf Grund von Bauarbeiten für die Weltmeisterschaft gesperrt waren. Ob die Verschönerungen der Promenade tatsächlich bis zum Start der WM fertig werden, ist äußerst fragwürdig.

Der Strand selbst zieht sich über viele Kilometer entlang und ist umgeben von einer prächtigen Skyline, was wirklich sehr schön aussieht. Die teilweise sehr hohen Wellen liefern zudem beste Bedingungen zum Surfen, was ich in den nächsten Wochen hoffentlich auch lernen werde. Vor Weißen Haien sollte man nicht unbedingt Angst haben, da der Badebereich von Schutznetzen abgesichert ist. Ab und an kann es aber passieren, dass ein Delphin diese Netze überspringt und sich in Strandnähe verirrt.

Nach ein paar Stunden Nichtstun am Strand ging es weiter zu Fabians und Gabrielles Wohnung in North Durban, wo wir ein wahres Grillspektakel veranstalteten. Die Südafrikaner sind schließlich wahnsinnige Grillfans und nennen ihre Sessions Braai, was aus der Sprache Afrikaans übersetzt „braten“ bedeutet. Neben dem Einnehmen enormer Portion Fleisch wurde Fußball geschaut und unter anderem der souveräne 7:0 Sieg der Bayern über Hannover gefeiert, zumindest von mir.

Der nächste Tagesordnungspunkt unseres Sightseeing-Tages war dann das Sun Coast Casino, in welchem wir neben Poker auch die ein oder andere Runde Roulette spielten, wobei ich meinen Einsatz von 100 Rand (= 10 Euro) ungefähr verdreifachte. Zeitweise überlegte ich sogar mein Studium zu schmeißen, um professioneller Roulette-Spieler zu werden, aber ich denke mal, dass ich mein Studium erst einmal abschließen werde.

Nachdem wir uns zum Abschluss des Abends noch einen Drink in einer Bar genehmigten, fuhren mich Gabrielle und Fabian nach Hause, schließlich schlauchte der Tag dann doch ziemlich. Mein erster freier Tag in Durban wurde also vollends genutzt und ich muss an dieser Stelle meinen beiden Tourguides nochmal recht herzlich für mein erstes Braai danken, was wirklich der absolute Hammer war.

Am Sonntag, also heute, wollten mein Mitbewohner Stefan und ich eigentlich in die uShaka Marine World gehen, hatten aber das große Pech, dass der Parkplatz bereits total überfüllt war, weswegen wir uns dafür entschieden, doch lieber an den Umhlanga Beach zu gehen, um dort einerseits zu Faulenzen und sich andererseits in die tobenden Wellen zu stürzen.

Da wir auf der Rückfahrt am Moses-Mabhida-Stadion vorbei fuhren, in dem die deutsche Nationalmannschaft am 13. Juni ihr erstes Vorrundenspiel bestreiten wird, schauten wir uns dieses aus der Nähe an. Auch hier war erneut erkennbar, dass die Südafrikaner noch nicht komplett für die WM gerüstet sind, da an der ein oder anderen Stelle doch noch Bauarbeiten zu sehen waren. Das Stadion selbst ist aber wirklich der absolute Wahnsinn und ich zähle jetzt schon die Tage bis zum Deutschlandspiel runter, weil ich mich so sehr auf das Spiel freue.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Wahnsinn, ich freu mich so auf Durban! Dann Braai-nen wir auchmal! Am liebsten würd ich morgen schon los machen!

    Grüße aus Würzburg, Mattson

    PS: Wie wärs mit guten deutsch/österreichischen Hausgemachten “Käsespätzle” nächste Woche für deine Mitbewohner ;)!?

  • @Mattson: Wenn ihr in Durban aufschlagt, dann bekommt ihr natürlich ein fettes Braai. Freu dich schon mal auf Südafrika und merke dir eins: “Bloß von nichts stressen lassen!”
    Ach ja, Käsespätzle werd ich demnächst mal machen 😉
    Gruß aus Durban, Schöbi.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.