Klassentreffen in Kapstadt – Teil 2

Auch wenn die vorherige Nacht sehr kurz war, stand auch am Samstag Sightseeing auf unserem Programm. Morgens um halb neun trafen wir uns nahezu hellwach vor dem Green Point Stadium, um eine Stadionbesichtigung zu machen. Diese dauerte ca. 45 Minuten und wir kamen kurz danach zu dem Entschluss, dass wir schon bessere Führungen hatten. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir während unseres Studiums schon einige Arenen und Stadien besichtigt hatten und wir diesbezüglich wohl etwas verwöhnt waren.

Nichtsdestotrotz genossen wir den Blick auf das Fußballfeld und die faszinierenden Tribünen, betrachteten die Umkleidekabinen und noch so einiges mehr. Insgesamt fasst der Fußballtempel 68.000 Zuschauer, wird allerdings kein Schauplatz der Deutschen Nationalmannschaft sein. Sowohl vom Tafelberg aus als auch innen ist das Green Point Stadium schön anzuschauen, allerdings gefällt mir das Moses-Mabhida-Stadion in Durban dann doch um einiges besser. Lustig ist übrigens, dass sich die drei großen Städte durchgehend aufziehen. So wird das Kapstädter Stadion als abgelutschter Drop bezeichnet und das Stadion in Durban als Paris Hiltons Handtasche, die sie beim Baden am Strand vergessen hat.

Am frühen Nachmittag sollte eigentlich unsere Tour nach Robben Island, der Gefängnisinsel auf welcher Nelson Mandela 18 Jahre in Haft war, stattfinden, allerdings wurde die aus unerklärlichen Gründen abgesagt, was uns doch etwas stutzig machte. Deswegen verschlug es uns nach einem kurzen Aufenthalt auf einem Markt an den Clifton Beach, um dort ein bisschen zu relaxen und um im ziemlich kalten Wasser des Atlantiks zu planschen und mit Algen um sich zu schmeißen. Die Strände rund um Kapstadt und die hohen Wellen sind wunderschön, allerdings fehlt es der südlichsten Großstadt Südafrikas im Herbst doch ein bisschen an warmen Temperaturen.

Nach einem Cocktail am Strand begaben wir uns in eine Kneipe, um den letzten Spieltag der Fußball Bundesliga anzuschauen. Es war mal wieder schön die Sportschau auf ARD in Deutsch zu sehen, aber irgendwie auch etwas ungewohnt. Leider waren wir durch die noch immer feuchten Badehosen und auf Grund des fehlenden Schlafs ziemlich durchgefroren, sodass wir uns doch sehr auf eine warme Dusche in unserem Hostel freuten.

Als wir dann auch unser typisch südafrikanisches Abendessen beim Mexikaner abgeschlossen hatten, machten wir die Long Street unsicher, welche als Backpacker-Straße Kapstadts gilt, die leider nicht mit der Khao San Road in Bangkok vergleichbar ist. Seltsam war auch, als mich auf einmal eine Blondine ansprach, die ich zuerst nicht zuordnen konnte. Nach genauerem Betrachten und dem ersten Wortwechsel stellte sich aber heraus, dass es eine Tourismusstudentin war, die ich selbstverständlich aus dem traumhaft schönen Salzgitter kannte. So klein ist die Welt.

Am Sonntag stand außer einer vierstündigen Sightseeing-Busfahrt nicht allzu viel auf dem Programm, obwohl das eigentlich auch genug war, schließlich waren wir auf Grund der letzten drei Abende doch etwas angeschlagen. Die Fahrt beinhaltete verschiedene Stationen, an denen man aussteigen konnte, um eine bestimmte Gegend näher zu betrachten. Fabian, Steffen und ich entschieden uns für den Ausstieg bei einem Botanischen Garten, was ein großer Fehler war, denn Pflanzen waren nicht so ganz unser Fall, aber egal…

Die nächste Station, an denen wir Halt machten, war die Marine Wharf, einem Fischerhafen in Kapstadt. Auch hier gab es nicht allzu viel zu sehen, außer ein paar Surfern, die sich beim nicht allzu guten Wetter in die Fluten wagten. Ein paar Minuten später trafen wir jedoch auf die nach eigenen Aussagen „Südlichste Wurstbude der Welt“, wo ich mir seit langem wieder einmal eine Currywurst gönnte und wir uns von einem ziemlich durchgeknallten Lebenskünstler portraitieren ließen.

Nach dem wir zweimal den Anschlussbus von der Marine Wharf verpassten, standen Fabian und ich wieder einmal unter enormen Zeitdruck, denn unser Abflug rückte immer näher. Zum Glück waren wir im Flugzeug-in-letzter-Minute-bekommen geübt, sodass wir vor dem Check-In sogar noch zehn Minuten hätten trödeln können.

Das Wochenende in Kapstadt war wirklich beeindruckend und faszinierend zu gleich. Für mich bleibt Kapstadt weiterhin eine absolute Traumstadt und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich während meiner Tour noch einmal in Kapstadt aufschlagen werde. Ein großer Dank an vier super Tage hierbei auch an Mutzi, Steffen, Fabian, Judith und Nico. War mir eine Ehre mit Euch feiern zu dürfen.

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