Klagenfurt

Klagenfurt: Das schöne Städtchen am Wörthersee

Ende Januar war ich für einige Tage in Klagenfurt in Österreich unterwegs. Mit drei Tagen ein eher kurzes Gastspiel, das allerdings ausgereicht hat, um mir ein erstes Bild von der Landeshauptstadt Kärntens zu machen.

Vor meinem ersten Besuch in Klagenfurt war mir der Ort eigentlich nur durch drei Dinge bekannt: Die Stadt hat einen Flughafen, sie liegt am Wörthersee und ist regelmäßig Austragungsort großer Beachvolleyball-Events. Das sind durchaus positive Aspekte, auch wenn sie mich als Destination für eine Rucksacktour nicht vollends überzeugen würden. Auch, dass es kein Skigebiet in unmittelbarer Umgebung gibt, hat mich bei meiner Tour nach Kärnten etwas abgetörnt. Doch weit gefehlt, denn Klagenfurt ist eigentlich gar nicht so übel.

Tolle Landschaft und historische Innenstadt

Knapp 100.000 Einwohner fasst Klagenfurt, das direkt am Wörthersee beheimatet ist, der von einem traumhaften Bergpanorama umgeben ist. Kein Wunder, dass die Stadt ein beliebtes Urlaubsdomizil ist, insbesondere in den Sommermonaten. Begeistert war ich beim Schlendern durch die Stadt vor allem von der Altstadt, deren Fixpunkte neben dem Dom der Alte Platz und der Neue Platz sind. Letzterer wurde 2008 neu gestaltet und wird in der Mitte mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Lindwurm, geschmückt.

Was mir aufgefallen ist, war die Farbe gelb, die viele Häuser in und um Klagenfurt ziert. So zum Beispiel auch das Schloss Hotel Velden, das einigen vielleicht noch aus der Fernsehschnulze Ein Schloss am Wörthersee mit Roy Black bekannt sein dürfte und ein beliebtes Postkartenmotiv mit einem bezaubernden Alpenpanorama darstellt. Gleiches lässt sich übrigens wunderbar vom Pyramidenkogel bewundern, dessen Aussichtsturm auf einer Anhöhe von 850 Meter steht.

Die Innenstadt von Klagenfurt gefällt mir persönlich sehr gut. Alte bunte Bauwerke mit einem, wie ich finde, italienischen Touch sorgen für ein absolutes Wohlfühl- und Urlaubsfeeling. Hinzu kommen die freundlichen Kärtner, die es sich nach dem Feierabend in den vielen, kleinen Cafés gemütlich machen. Besonders urig ist es im Tavernakel, das nicht nur eine ziemlich coole Inneneinrichtung hat, sondern auch im Außenbereich kreative Sitzmöglichkeiten anbietet und sehr stylisch wirkt.

Das Abendprogramm ist ebenfalls sehr vielseitig, da es eine große Auswahl an Kneipen gibt, von denen jede einzelne ein anderes Flair versprüht. Zwar war ich nur, wie bereits erwähnt, drei Tage in Klagenfurt, allerdings ließ ich es mir nicht nehmen, kurz in die Kneipenszene der Altstadt einzutauchen. Während es im Checkpoint Charlie ziemlich rockig zur Sache geht und im Irish Pub Molly Malone regelmäßig Livemusik erklingt, kommen in der Cocktailbar Speki alle Feierbiester voll auf ihre Kosten. Alternativen habe ich mir keine angeschaut, allerdings kann ich die drei besagten Kneipen absolut empfehlen.

Für Backpacker eher ungeeignet

Klagenfurt ist definitiv ein schönes Städtchen, was nicht zuletzt an der Nähe zum Wörthersee liegt. Doch eben dieser schön anzuschauende See ist es auch, der ein Publikum anzieht, mit dem ich mich bei Rucksacktouren nicht allzu sehr anfreunden kann. Die Gegend ist leider doch sehr versnobt, was auch daran zu erkennen ist, dass der Wörthersee von Prunkbauten umgeben und für Otto-Normal-Urlauber nur durch diverse Strandbäder zugänglich ist. Für mich ein absolutes No-Go.

Für einen Kurztrip ist Klagenfurt mit seinem schönen Wörthersee immer einen Besuch wert. Das Bergpanorama und der klare See blieben mir auf Grund meines Besuchs zur Winterzeit leider verwehrt, allerdings haben einige Plakate bereits die Schönheit der gesamten Umgebung angedeutet. Doch für einen Backpacker ist Klagenfurt eher nicht zu empfehlen, was unter anderem auch bei der Recherche nach einem passenden Hostel deutlich wird, denn eine wirkliche Auswahl gibt es nicht.

Etwas verwirrt wie diese Erholung denn in der Praxis genau aussehen soll. Viele Grüße aus Österreich. #Wörthersee #MariaWörth #Kärnten

Ein von Rucksackträger (@rucksacktraegercom) gepostetes Foto am

Mein Tipp: Wenn du auf der Durchreise nach Slowenien oder anderweitigen osteuropäischen Destinationen bist, dann lohnt es sich auf alle Fälle, Klagenfurt einen Besuch abzustatten. Doch nach drei Tagen könnte der Ort in Kärnten doch etwas langweilig werden, vor allem für einen Backpacker. Also schau einfach mal vorbei, vergesse aber auch nicht weiterzuziehen.

111 Orte in Klagenfurt und am Wörthersee, die man gesehen haben muss: Reiseführer
  • Andrea Nagele
  • Herausgeber: Emons Verlag
  • Taschenbuch: 240 Seiten

3 Gedanken zu „Klagenfurt: Das schöne Städtchen am Wörthersee“

  1. Oh ja, die Gegend dort ist wunderschön. Ich war vor 2 Sommern in Klagenfurt, bin mit den stw.at Bussen zum See gefahren, habe dort den ganzen Tag im Strandbad verbracht und auf meinen Reisen auch nette Leute kennengelernt, die mich am nächsten Tag gleich mit nach Triest genommen haben 🙂
    Im Sommer auf jeden Fall einen Besuch wert!
    Klaus

  2. Hallo Klaus,

    das klingt nach einem ziemlich angenehmen Trip. Freut mich, dass es dir in Klagenfurt genauso gut gefallen hat wie mir.

    Viele Grüße, Daniel.

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