Herbsteinbruch und Rugby-Spiel bei den Durban Sharks

In der vergangenen Woche ist in Durban der Herbst eingebrochen, was man vor allem am zunehmenden Wind bemerkte und einem Temperaturabfall von 29 auf 23 Grad. Es lässt sich aber weiterhin sehr gut hier aushalten, auch wenn ich mittlerweile ab und zu die Entscheidung treffen muss, ob ich einen Pullover anziehe oder nicht. 😉

Vor drei Tagen habe ich auch endlich meinen Flug nach Kapstadt für das übernächste Wochenende gebucht, welcher mich um 1.500 Rand (= 150 Euro) erleichterte. Der Grund für meinen viertägigen Ausflug ist, dass ich mich mit vier Studienkollegen aus meinem Semester treffe, die zur Zeit ebenfalls in Südafrika sind und dort entweder ein Praktikum machen oder einfach nur ein bisschen als Backpacker herzum ziehen. Außerdem erfülle ich mir mit dem Besuch einer der scheinbar schönsten Metropolen der Welt einen kleinen Traum, denn seit meinem Studienbeginn 2006 ist es mein Ziel auf dem Tafelberg zu stehen. Warum weiß ich aber selbst nicht so genau.

Am Freitag hatte ich dann einen sehr lustigen Abend, denn ich zog gemeinsam mit meinem Chef Markus um die Häuser, genauer gesagt gingen wir Pool spielen, also Billard, und tranken nebenbei das ein oder andere Bier. Im Laufe des Abends änderten wir unsere Prioritäten ein wenig und spielten neben dem Biertrinken auch mal ein bisschen Pool, sofern es die Zeit erlaubte.

Mit ein paar Südafrikanern unterhielt ich während des Abends noch über alle möglichen Dinge, zum Beispiel über deren Geschichte, Durban, die Fußball Weltmeisterschaft und mich interessierte brennend, warum die Deutschen auf der ganzen Welt so unbeliebt sind.

Gestern ging es dann für mich zum ersten Mal zu einem Rugby-Spiel der ortsansässigen Durban Sharks gegen die aus Auckland (Neuseeland) kommenden Blues, die auch gleich einmal mit 23:10 nach Hause geschickt wurden. Das Absa Stadium, das direkt neben dem Moses-Mabhida-Stadion steht, fasst insgesamt 55.000 Zuschauer und sorgte durchaus für eine gute Stimmung. Wie viele Besucher aber letztendlich beim Spiel waren, kann ich nicht wirklich sagen, da es mir dann doch wichtiger war, das Spiel anzuschauen, als jeden einzelnen Zuschauer zu zählen. Im Nachhinein weiß ich aber, dass dies mit Sicherheit nicht mein letztes Rugby-Spiel war.

Zum Abschluss des Wochenendes ging es heute noch einmal zum Strand Umhlanga Rocks, wo wir uns einerseits ausruhten und uns zum anderen in die tosenden Wellen stürzten, um uns richtig durchschütteln zu lassen. Ich glaube auch, dass es so langsam Zeit wird, mir mal ein Surfbrett auszuleihen und halbwegs zu versuchen die Wellen des Indischen Ozeans zu reiten.

Schönen Gruß in die Heimat, Daniel.

6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • @Bambulo: Dieses WE war der FCB alles andere als meisterlich, aber Hauptsache sie halten in zwei Wochen die Schale in den Himmel. Wir haben hier 250 Programme, deswegen kann ich hier auch alles ganz gut verfolgen, obwohl Fußball schauen in der Sky Bar immer etwas lustiger war.
    Gruß.

  • Hey dan, sehr schöne Eindrücke die du uns da hinterläßt. Klingt ja wirklich alles genial. War auch im Stadion am Wochenende und hab mir deine Bayern in Gladbach angesehen. Musste daher an dich denken, was der Bengel grad so treibt. Wünsch dir weiterhin viel Spaß….
    P.S.: Von der vorwöchentlichen Fußballgala gegen H96 war ledier nicht mehr viel zu sehen…

  • @Brinton: Ich weiß selbst nicht mehr genau, warum wir so unbeliebt sind, aber die Geschichte spielt da schon eine ziemlich große Rolle. Aber die WM 2006 hat anscheinend auch einiges wieder gut gemacht. Trotzdem sind die Europäer eher verschlossen, haben Vorurteile, sind reich und unzufrieden,… Ich frag demnächst mal wieder nach.
    Sonst passt alles. Lern fleißig.
    Gruß, Schöbi.

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