Amazulu FC, Fußballturniere und der nahende Abschied

Heute in einer Woche werde ich Durban nach einem halben Jahr wieder verlassen und nach Johannesburg fliegen von wo aus ich dann nochmal für neun Tage in meinen abschließenden Urlaub starten werde. Natürlich wird bis dahin noch jede Minute in der zweitgrößten Stadt Südafrikas genossen.

Am vergangenen Wochenende ging es deshalb zum Essenwood Market, der nicht weit von unserem Haus entfernt ist, um die ersten Erinnerungsstücke an meinen Afrika-Trip zu kaufen. Vor allem die tollen Panoramabilder und Holzmasken haben es mir angetan, allerdings werde ich davon kaum etwas mitnehmen können, da mein Rucksack sowieso schon vollgestopft sein wird. Deswegen habe ich mich eher auf die kleineren Sachen beschränkt.

Natürlich wurde das schöne Frühlingswetter im Anschluss, wie fast jedes Wochenende, am Strand mit Rumliegen oder Surfen verbracht. In Sachen Surfen bin ich meist der schlechteste, der sich ins kühle Nass wagt, aber Übung macht den Meister und Wellenreiten ist zum Beispiel im Vergleich zum Snowboarden um einiges schwer. Schließlich bewegt sich nicht nur das Brett, sondern auch noch der Untergrund.

Samstags traf ich mich dann noch mit Fabian und seiner Freundin Gabrielle. Für Fabian war es das letzte Wochenende in Durban, bevor es auch für ihn im Oktober wieder nach Hause geht. Deswegen war es natürlich Pflicht für uns am letzten gemeinsamen Samstag die beiden beliebten Treffpunkte der Stadt „Joe Cool´s“ und „Vacca Matta“ mitzunehmen.

Da Fabian und ich mittlerweile auch im stolzen Besitz jeweils eines Amazulu FC Trikots mit dem tollen Sponsor Spar sind, ließen wir uns das Heimspiel der Kicker im Moses-Mabhida-Stadion natürlich nicht entgehen. Wie auch schon vor zwei Wochen gab es beim Erstligaspiel deutsche Beteiligung, da Rainer Zobel der aktuelle Trainer der Morrokah Swallows ist. Auch der ehemalige Bundesliga-Spieler Thomas Cichon steht bei der Mannschaft unter Vertrag, war aber scheinbar verletzt und deshalb nicht im Kader beim hart umkämpften 2:2-Untentschieden.

In Sachen Praktikum habe ich mit einem unserer World Cup Turniere, die wir regelmäßig für die Kids organisieren, auch mein letztes Projekt für WhizzKids United beendet. Hier hatten wir mit Roger Palmgren unter anderem den aktuellen Sportdirektor von Amazulu FC an Board, was mich als Turnierleiter natürlich sehr freute, auch wenn ich nicht derjenige war, der den Kontakt hergestellt hatte. Er hatte in der Vergangenheit auch die ein oder andere afrikanische Nationalmannschaft trainiert und musste am Ende jede Menge Autogramme geben. Ich übrigens auch, obwohl bei mir noch unklar ist, weswegen ich berühmt bin.

Insgesamt hatte ich nun also während meiner Zeit mehr als zehn Turniere innerhalb Südafrika mit organisiert, bei denen mehr als 2.000 Kinder insgesamt teilnahmen. Besonders beim letzten Turnier, welches auf dem Fußballplatz unseres Büros stattfand, freute mich natürlich, als mich einige der Kinder mit „Auf Wiedersehen“ verabschiedeten. Vor zwei Wochen hatte ich den Kindern während des Trainings ein paar deutsche, thailändische und japanische Wörter beigebracht, auch wenn ein wirklicher Wortschatz bei den letztgenannten nicht wirklich vorhanden ist. Gemerkt haben es sich die Kids aber trotzdem.

Irgendwie sind die letzten Tage in Durban genauso wie die ersten Tage nach meiner Ankunft, nur dass ich keine sechs Monate Aufenthalt mehr vor mir habe. So war ich auch seit langem wieder einmal mit meinem Chef Marcus in unserer Stammkneipe, um ein bisschen Pool zu spielen. Der Grund dafür war, dass wir zu faul waren zu kochen und uns deshalb entschlossen hatten, ein Schnitzel in der Stammkneipe zu genehmigen. Wie ich das mit dem Schnitzel meine, weiß der ein oder andere sicherlich.

Gruß aus Durban, Daniel.

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