Erster Wettkampftag in Divonne-les-Bains

Per Flieger ging es am vergangenen Mittwoch von München aus über Zürich nach Genf. Ob es zeitlich cleverer gewesen wäre mit dem Auto zu fahren sei dahin gestellt. Immerhin hatten wir somit die Möglichkeit wieder mal zu fliegen, was uns etwas mehr Urlaubsstimmung vermittelte.

Laufen als 1. Disziplin

Am frühen Nachmittag kamen wir schließlich am Hotel Kempinski in Genf, der zweitgrößten Stadt der Schweiz, an. Beim Einchecken wurde mir schnell bewusst, welch noble Unterkunft wir für die kommenden Tage hatten. Dieser Eindruck bestätigte sich spätestens beim Beziehen des Hotelzimmers und dem Durchlesen der Speisekarte, auf der ein Hamburger lockere 35 Euro kostete. Wie gut, dass BMW für sämtliche Verpflegungskosten aufkam.

Nachdem die Stadt in der französischen Schweiz kurz begutachtet wurde, wir ein paar Bahnen im Hotelpool schwammen und uns anschließend in der Dampfsauna entspannten, wurden sämtliche Teilnehmer aus ganz Europa in der Hotellounge begrüßt und über drei Stunden lang mit Häppchen verköstigt.

Die ersten Teilnehmer schlugen in Sachen Alkoholkonsum abends auch gleich über die Stränge, nicht aber die Läufer, da Laufen am nächsten Morgen der erste Wettkampf war. Deshalb legte auch ich meinen Fokus darauf, Kohlenhydrate zu essen und mir einen ordentlichen Wasservorrat anzulegen.

Zieleinlauf des Ungarn Miklós Vatai

Am Donnerstagmorgen ging es bereits am frühen Morgen zur Base ins französische Divonne-les-Bains. Als erste Disziplin mussten die Sportler, unter denen auch ich vertreten war, vier Mal um den Lac de Divonne laufen, was einer Gesamtstrecke von 13,2 km entsprach.

Vor dem Lauf war ich noch etwas skeptisch, ob ich ihn problemlos überstehen würde, da ich die vergangenen beiden Wochen mit einem Schienbeinkantensyndrom zu kämpfen hatte. Am Start hielt ich mich deswegen etwas weiter hinten aus und machte mit einem Läufer aus Berlin aus, das gleiche Tempo zu gehen.

Nach dem ersten Kilometer merkte ich jedoch, dass mir das Tempo doch etwas zu langsam war, weshalb ich mich von meinem Laufkumpel absetzte und mir einen anderen Läufer mit einer etwas höheren Geschwindigkeit suchte. So fand ich einen circa 50-Jährigen, den ich von der ersten Runde an verfolgte und dessen Tempo perfekt für mich war.

Golfen am Nachmittag

Kurz vor Schluss wollte ich noch ein paar Punkte gut machen und schaffte es auf dem letzten Kilometer noch an drei Leuten vorbei zu ziehen. Bei meinem Spurt wurde mir aufgrund eines plötzlich aufkommenden „Kotzgefühls“ aber schnell klar, dass ich an meine Grenzen gegangen war, sodass ich mein Tempo drosseln musste. Nur gut, dass auch diejenigen hinter mir keine weiteren Energiereserven mehr hatten.

Nach einer Zeit von 57 Minuten und 17 Sekunden schaffte ich es schließlich als 26. ins Ziel, fiel jedoch am Ende auf den 28. Rang zurück, da die Zeit von weiblichen Teilnehmern um 12 Prozent reduziert wurde und somit zwei Läuferinnen im Nachhinein an mir vorbei zogen.

Mit meinem ersten Laufwettkampf war ich dennoch überglücklich, da ich einerseits sehr zufrieden mit meiner Zeit war und andererseits keine Probleme mit meinem Sprunggelenk hatte. Die Top 10 liefen allesamt unter 50 Minuten, wobei der Sieger aus Ungarn nur 43 Minuten und 44 Sekunden lief, was wirklich beeindruckend ist. Ein wirklich toller Wettkampf mit einer tollen Stimmung.

Nach dem Mittagessen musste Christian zu seiner ersten Disziplin Golf antreten. Die Location diesmal war die Golfanlage Domaine de Divonne, die laut Erzählungen zu den schwersten in Europa gehört. Ob dies so ist kann ich nicht bestätigen, da mein Wissen über den Golfsport eher grenzwertig ist.

Sebastian beim Putten

Auch bei diesem Wettkampf, bei dem neun Löcher gespielt wurden, waren wieder einige Semi-Profis vertreten. So ging der Titel auch ohne große Überraschung an eine Augsburgerin, deren Handicap bei 1.7 lag, was im Golf scheinbar absolut spitze ist.

Während Christian seine Runden auf dem Golfplatz zog, nutzten Sebastian und ich die Gunst der Stunde und versuchten uns mehr oder weniger erfolgreich im Putten. Im Gegensatz zu meinen Golfkünsten war unser Teammitglied aus Garmisch-Partenkirchen überaus erfolgreich und landete am Ende auf einem guten 12. Platz, was uns 49 Punkte für das Gesamtranking einbrachte.

So kam es, dass wir nach dem Abschluss der Disziplinen Laufen und Golfen nach dem ersten Wettkampftag auf einem für uns überaus erfolgreichen 14. Platz in der Gesamtwertung kamen. Dieser wurde beim Abendessen im Restaurant Edelweiss bei Hüttenmusik und Fleischfondue auch ordentlich gefeiert. Diesmal steckte Christian etwas zurück, da er am kommenden Morgen bereits zu seiner nächsten Disziplin antreten musste, nämlich Skifahren auf dem Mount Blanc in Chamonix.

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Auf zu den BMW X3 Games am Genfer See

In der vergangenen Woche standen die BMW X3 Games auf dem Programm, bei denen ich aufgrund einer erfolgreichen Bewerbung und eines nachträglichen Geburtstagsgeschenks von meinem Kumpel Sebastian die große Ehre hatte, im schweizerischen Genf selbst an den Start gehen zu können.

Foto: Veranstalter

Aus einem Bewerber-Pool wurden insgesamt 156 Teilnehmer aus 19 verschiedenen europäischen Ländern ermittelt. Zwischen dem 27. April und dem 1. Mai traten 52 Teams á 3 Sportler in sechs verschiedenen Disziplinen gegeneinander an, wobei jedes Teammitglied zwei Disziplinen zu absolvieren hatte.

Neben Skifahren am Mt. Blanc und Segeln auf dem Genfer See standen auch die Disziplinen Mountainbiken, Laufen, Golfen und das Bewältigen eines BMW X3 Parcours auf dem Programm. Die fünf besten Disziplinen gingen am Ende schließlich in die Gesamtwertung ein, bei welcher die Erstplatzierten jeweils ein BMX X3 als Hauptgewinn erwarten sollte.

Mein Team, bei welchem der Spaß, gespickt mit einer Portion sportlichem Ehrgeiz, im Vordergrund stand, startete neben Sebastian und mir auch noch der Garmisch-Partenkirchener Christian, den wir erst am Abflugtag persönlich kennen gelernt hatten.

Unser Teamtrikot von Samsung

Auf ihn kamen wir erst durch einen erweiterten Bekanntenkreis, da wir knapp eine Woche vor Eventbeginn noch verzweifelt auf der Suche nach einem dritten Mitglied waren, das die Disziplinen Skifahren und Golfen beherrschte. Diese kurzfristige Suche war gar nicht so leicht, doch mit Christian tätigten wir einen absoluten Glücksgriff wie sich im Nachhinein heraus stellen sollte.

Für eine professionelle Wettkampforganisation und luxuriöse Unterkunft im Hotel Kempinski direkt am Genfer See scheute der bayerische Automobilhersteller keine Kosten und Mühen und gewährte den einzelnen Teilnehmern fünf atemberaubende Tage am Genfer See ohne jegliche Zusatzbeteiligung.

Wie sich unser Team, das für Samsung mit der Nummer 52 an den Start ging, in den einzelnen Disziplinen geschlagen hat, werde ich in den nächsten Tagen veröffentlichen. Es gibt auf alle Fälle eine Menge zu erzählen.

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