Wings for Life World Run – alle Infos zum virtuellen Lauf für den guten Zweck

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Am 9. Mai findet weltweit der Wings for Life World Run statt. Ein Laufevent, bei dem es nicht nur darum geht, einem virtuellen Besenwagen zu entfliehen, sondern für all diejenigen zu laufen, die es selbst nicht mehr können. Sämtliche Spenden des Charity-Laufs gehen zu 100 Prozent in die Rückenmarksforschung. In diesem Beitrag stelle ich dir den Wings for Life World Run etwas genauer vor. 

Seit vielen Jahren drehe ich Woche für Woche meine Laufrunden. Für mich eine Selbstverständlichkeit, die jedoch vielmehr ein Privileg ist, denn zahlreichen Menschen auf dieser Welt ist es aufgrund einer Querschnittslähmung nicht möglich, genüsslich ein paar Laufkilometer abzuspulen. 

Aufgrund von Schädigungen des Rückenmarks, die größtenteils durch einen Sturz oder Unfälle im Straßenverkehr verursacht werden, sind Betroffene auf den Rollstuhl angewiesen. Jedes Jahr steigen die Zahlen der Querschnittsgelähmten um 250.000 Personen. Die Folge für sie: Massive Einschränkungen im alltäglichen Leben. 

Was steckt hinter dem Wings for Life World Run?

Das große Ziel der Stiftung Wings for Life ist die Heilung von Querschnittslähmungen – ein Vorhaben, das nicht unmöglich ist. Aus diesem Grund fördert die Stiftung seit 2004 unterschiedliche Forschungsprojekte und klinische Studien. Um notwendige Spenden zu generieren wurde mit dem Wings for Life World Run 2014 ein weltweiter Charity-Lauf ins Leben gerufen, über den bisher starke 29 Millionen Euro eingesammelt wurden.

Unter dem Motto “Laufen für alle, die nicht laufen können” gehen beim Wings for Life World Run jeden Mai sowohl Profisportler und ambitionierte Hobbyläufer als auch absolute Laufanfänger und Rollstuhlfahrer an den Start. Ihr Ziel:

  • Spaß haben,
  • fleißig Kilometer abspulen und
  • Spenden für einen guten Zweck sammeln. 

Weltweit haben bisher 750.000 Läufer und Rollstuhlfahrer aus 195 Ländern teilgenommen. Gelaufen wurden dabei mehr als 7,3 Millionen Kilometer. 

In größeren Städten gab es in den vergangenen Jahren extra dafür veranstaltete Laufevents. Aufgrund der Corona-Pandemie findet der Wings for Life World Run in diesem Jahr jedoch zum zweiten Mal nur digital, also über eine App, statt. Das Besondere an der Umsetzung ist, dass es keine vordefinierten Laufkilometer gibt, sondern jeder Teilnehmer nach einer bestimmten Zeit von einem virtuellen Besenwagen, dem sogenannten Catcher Car, eingefangen wird. 

Virtueller Lauf: So funktioniert der WfLWR

Der weltweite Startschuss erfolgt am 9. Mai um 13 Uhr deutscher Zeit. Obwohl es sich erneut nur um einen virtuellen Lauf handelt, sorgt das Catcher Car für eine gewisse Wettkampfatmosphäre. 30 Minuten nachdem du gestartet bist, bewegt es sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 14 Stundenkilometern fort. In regelmäßigen Abständen erhöht sich die Geschwindigkeit, sodass du früher oder später eingeholt wirst.

Über die App bleibst du auf dem Laufenden, wie groß dein Vorsprung ist. Die regelmäßig ertönende Stimme motiviert einerseits ungemein, um noch mehr Gas zu geben, übt aber auch einen gewissen Druck aus, um noch schneller zu laufen.

Wann dich der Besenwagen ungefähr einsammeln wird, kannst du vorab übrigens über den Goal Calculator herausfinden. Eine nette Spielerei, die dir hilft, dich an den Geschwindigkeiten des Catcher Cars zu orientieren und deinen Lauf am 9. Mai besser zu planen.

Um am virtuellen Lauf teilzunehmen, musst du dich lediglich auf wingsforlifeworldrun.com registrieren. Dort erstellst du kurz ein Profil und überweist 20 Euro Startgebühr, die zu hundert Prozent gespendet werden. Im Anschluss lädst du die App herunter und schon kann es losgehen – entweder als einzelner Start oder indem du einem Team beitrittst und ihr gemeinsam die Spendentrommel rührt. 

Wie weit du gekommen bist, wird dir im Anschluss in der App oder in einer weltweiten Ergebnisliste angezeigt. Es lohnt sich, einen Blick auf die vergangenen Ergebnisse zu werfen, da sowohl die Teilnehmerzahl als auch die abgelaufenen Kilometer der Spitzengruppe überaus beeindruckend ist. 

Warum ich das Event gut finde?

Im vergangenen Jahr habe ich erstmals beim App-Run von Wings for Life teilgenommen. Mein Fazit damals war: Was für ein riesiger Spaß! Grund genug, auch in diesem Jahr wieder an den Start zu gehen.

Der virtuelle Lauf, an dem parallel auch einige meiner Freunde teilnahmen, sorgte bei mir für eine gewisse Wettkampfatmosphäre. Ein Gefühl, das es im vergangenen Jahr nicht allzu oft gab. Der Besenwagen war das nötige Druckmittel, um auch tatsächlich das Beste aus sich rauszuholen.

Besonders beeindruckend fand ich jedoch, dass tausende Menschen auf der ganzen Welt zum gleichen Zeitpunkt aus einem ganz bestimmten Grund mitmachten: 

Laufen für alle, die nicht mehr laufen können.

Ein weiteres großes Plus ist, dass der Veranstalter sämtliche administrativen Kosten übernimmt. Dadurch werden hundert Prozent des Startgeldes und alle weiteren Spenden direkt an die Rückenmarksforschung weitergegeben. 

Außerdem unterstütze ich den Wings for Life World Run gerne medial und als Teilnehmer, weil die Umsetzung so einfach ist. Es ist völlig egal, wo auf der Welt du deine Laufschuhe schnürst, wie lange du läufst und welche Leistung du abrufst. Du brauchst zur Teilnahme lediglich dein Smartphone und die WfLWR-App.

Auch musst du kein Supersportler sein oder ein bestimmtes Ziel erreichen, um deinen Teil beizutragen. Beim Wings for Life World Run zählt einzig und allein der olympische Gedanke: “Dabei sein ist alles!” Der Unterschied zu den Olympischen Spielen ist lediglich, dass der Outcome nicht etwa an millionenschwere Verbände oder Konzerne geht, sondern dahin, wo es sinnvoll eingesetzt wird. 

Bist du am 9. Mai am Start?

Laufen für den guten Zweck oder eine neue Bestzeit aufstellen? Ganz egal, was deine Intention ist, ich bin mir sicher, dass der Wings for Life World Run erneut ein riesiger Spaß werden. Schon jetzt durchforste ich die verschiedenen Social-Media-Kanäle einzelner Teilnehmer, die einen unfassbaren Enthusiasmus versprühen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf dem Catcher Car ein weiteres Mal zu entfliehen. 

Vielleicht hast du durch meinen Beitrag ebenfalls Lust bekommen, beim Wings for Life World Run teilzunehmen – entweder als Läufer, Spender oder einfach nur als jemand, der über das Event spricht. Notiere dir am besten gleich den 9. Mai (13 Uhr) in deinem Kalender. 

Mein Ziel für den Wings for Life World Run wird es sein, möglichst viele Kilometer zu laufen – eben genau für diejenigen, die es nicht (mehr) können. Daher werde ich für jeden gelaufenen Kilometer zusätzlich drei Euro spenden. Anfeuern lohnt sich, also schau gerne mal auf meinem Profil vorbei und vergiss nicht dein eigenes zu erstellen.  

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