Rhönexpress: Das hat der neue Bahnradweg in der Rhön zu bieten

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Der Name Rhönexpress ist gewiss etwas gewöhnungsbedürftig. Er lässt vielmehr einen pfeilschnellen ICE vermuten, der durch die Rhön saust. Letztendlich ist er aber genau das nicht, denn hinter dem Namen verbirgt sich eine ehemalige Bahnstrecke von Zeitlofs nach Wildflecken, die längst stillgelegt ist und zu einem Bahnradweg umfunktioniert wurde. Zugegeben eine wunderschöne Strecke. Und genau diese stelle ich dir mit all ihren Highlights im Detail vor. 

Der Rhönexpress spielt in meinem Alltag eine durchaus große Rolle. Nicht nur, weil ich lediglich 30 bis 50 Meter von einem der zahlreichen Einstiege entfernt wohne. Ich nutze ihn mehrmals die Woche, um fleißig Kilometer auf dem Rennrad abzuspulen und regelmäßige Laufrunden zu drehen. Dabei begegnen mir unter anderem Inline-Skater, Longboarder, Nordic Walker, Spaziergänger und Familien, deren Kinder ihre ersten Versuche auf dem Fahrrad wagen.

Der Rhönexpress ist alles andere als ein einfacher Bahnradweg. Er ist vielmehr ein 26 Kilometer langgezogener Treffpunkt für Personen mit einer gewissen Affinität zur Natur und Bewegung. Zwischendurch kann es schon mal sein, dass ein Eichhörnchen auftaucht, der Rotmilan seine Kreise zieht oder Alpakas auf den nahegelegenen Wiesen grasen. Klingt fast wie im Bilderbuch, oder?

Der Rhönexpress als Eldorado für Radfahrer

Über viele Jahre wilderte die alte Bahnstrecke von Zeitlofs nach Wildflecken vor sich hin. Kein schöner Anblick, der scheinbar auch den Kommunen der Brückenauer Rhönallianz ein Dorn im Auge war. Diese setzte den Bau eines Bahnradwegs in der Rhön um, der letztendlich am 28. Juni 2019 ganz offiziell eröffnet wurde.

Seitdem führt ein gut asphaltierter Fahrradweg, der breit genug ist, um zu dritt nebeneinander zu fahren, vom Startpunkt in Zeitlofs durch die Orte Trübenbrunn, Rupboden, Eckarts, Bad Brückenau, Riedenberg und Oberbach bis nach Wildflecken. Der Rhönexpress ist die perfekte Verbindung in die bergige Rhön auf der einen und an den flachen Main auf der anderen Seite.

Die Highlights am Rhönexpress

Neben der guten Anbindung gibt es vom Rhönexpress aus tolle, weiterführende Rundtouren, bei denen du dich ordentlich auspowern und die Natur genießen kannst. Anfangen möchte ich jedoch mit fünf sehenswerten Zwischenstopps, die sich direkt am Rhöner Bahnradweg befinden.

Bauwerk 25 in Rupboden

Drei Kilometer nach deinem Start kommst du in Rupboden an. Dort findest du eine recht nett anzuschauende Unterführung, bei der dir jedoch schnell auffallen wird, dass die Trasse mit Bäumen bewachsen ist und sie keinen wirklichen Zweck verfolgt.

Beim Bauwerk 25 handelt es sich um ein unvollendetes Autobahnteilstück zwischen Fulda und Würzburg, welches 1937 parallel zur A7 errichtet werden sollte. Bereits zwei Jahre später wurde das Bauprojekt wieder eingestellt. Die gewölbte Unterführung aus Buntsandstein ist das letzte Überbleibsel.

Bolzplatz in Wernarz

Bist du ganz ohne Stress auf deinem Fahrrad unterwegs, bietet sich der Bolzplatz in Wernarz für eine erste Pause an. Er ist zugegeben relativ unauffällig und die beiden weißen Fußballtore ohne Netz sind etwas marode. Dafür wartet am Sinnufer die pure Idylle auf dich.

Die Sinn bietet sich außerdem an, um die Beine abzukühlen und neue Energie zu sammeln. Ein unscheinbarer, aber doch recht gemütlicher Ort. Kein Wunder, dass meine Freunde und ich diesen Platz in der Vergangenheit als regelmäßiges Ziel für Wandertouren am Maifeiertag auserkoren haben.

Das Bayerische Staatsbad

Das Aushängeschild von Bad Brückenau ist das Staatsbad, das direkt an Wernarz anschließt. Im mit bunten Blumen verzierten Schlosspark errichtete König Ludwig I. einst tolle Bauwerke wie das malerische Kursaalgebäude. Es lohnt sich, das Fahrrad abzuschnallen und ein paar Meter durch das Parkgelände zu schlendern.

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Für den großen Hunger bietet sich eine Pizza im Castello Belvedere an, wo du von der Sonnenterrasse einen genialen Blick über den gesamten Park bis auf die andere Seite zum Fürstenhof genießt. Alternativ dazu kannst du es dir im Café des Fahrradmuseums gemütlich machen, wo du im Anschluss – passend zu deiner Fahrradtour – eine ganze Reihe uralter Räder bestaunen kannst.

Bad Brückenau als Rhönexpress-Mittelpunkt

Das Zentrum des Bahnradwegs in der Rhön ist Bad Brückenau. Hier warten mit dem Georgi Park und dem Siebener Park zwei weitere Kurparks auf dich. Dort gibt es auch zwei frei zugängliche Heilquellen, um deinen Wasservorrat aufzufüllen. Das Wasser ist nicht jedermanns Geschmack und riecht teilweise etwas streng, ist dafür aber umso gesünder.

Deinen Hunger stillst du entweder am Marktplatz im Da Rocco oder du gönnst dir ein Eis in der Eisdiele Bassanese. Die idealen Plätze, um das Treiben in der Innenstadt zu beobachten. Oder du lässt dich auf ein Bier in der Klappe oder einen Wein im Zum Alten Schuster in der urigen Altstadt nieder. Empfehlenswert ist zudem der Biergarten Am Siebener Park, wo es nicht nur erfrischende Kaltgetränke und leckeres Essen gibt – die Kinder können sich am anliegenden Wasserspielgarten auch wunderbar die Zeit vertreiben.

Planst du deine Radtour in Bad Brückenau zu beenden, lohnt sich zudem ein Besuch in der Sauna des Schwimmbads Sinnflut, wo ich selbst gerne meine müden Knochen entspanne und den Tag ausklingen lasse. Für Sportschwimmer finden sich im verkürzten Innenbecken sowie dem schmalen Außenbecken leider nicht die idealen Bedingungen vor. Am Saunabereich gibt es dagegen rein gar nichts zu bemängeln.

Was du sonst noch in Bad Brückenau unternehmen kannst, verrate ich dir in meinem Blogbeitrag Bad Brückenau: Die Highlights der Gesundheitsstadt in der Rhön.

Kultur pur im Haus der Schwarzen Berge

Nach einer Stärkung in Bad Brückenau radelst du knapp zehn Kilometer leicht bergauf an Römershag und Riedenberg vorbei bis nach Oberbach. Dort wartet das Haus der Schwarzen Berge auf dich, in dem du wissenswerte Informationen über das Biosphärenreservat Rhön erhältst.

Neben einer Touristeninformation beheimatet das Infozentrum eine Cafeteria und einen Laden mit regionalen Waren. Auch die Umweltbildung und einige Medienevents sowie Sonderausstellungen kommen nicht zu kurz. Sofern du mehr über die Rhön erfahren willst, bist du hier genau richtig.

Ausgangspunkt für tolle (Renn-) Radtouren

Der Bahnradweg von Zeitlofs nach Wildflecken hat einige schöne Ecken zu bieten. Als halbwegs ambitionierter Radfahrer wird dich der Rhönexpress alleine jedoch nicht zufrieden stellen. Umso besser, dass es eine Reihe abwechslungsreicher Strecken um Bad Brückenau gibt, die sich wunderbar mit dem Bahnradweg verbinden lassen.

Anmerkung: Bad Brückenau ist bei den vorgestellten Touren stets der Ausgangspunkt. Die Daten zur Strecke sowie der Steigung habe ich meiner Cardio-Sportuhr entnommen.

Dreistelz-Farnsberg-Tour

Strecke : Bad Brückenau – Dreistelz – Modlos – Oberleichtersbach – Breitenbach – Mitgenfeld – Schildeck – Berghaus – Riedenberg – Bad Brückenau

Der Start dieser Runde ist relativ heftig, denn von Bad Brückenau geht es direkt den Hammelburger Berg und weiter zum Dreistelz hinauf. Sobald die ersten 300 Höhenmeter hinter dir liegen, genießt du einen tollen Blick auf Bad Brückenau, den Pilster, die Schwarzen Berge und den Gipfel des Dreistelz, der nur noch wenige hundert Meter entfernt liegt.

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Mit dem Mountainbike oder zu Fuß kannst du dich hinter dem Dreistelzhof auf einem Waldweg mit anschließenden Pfaden zum zwölf Meter hohen Aussichtsturm begeben. Auf der Spitze des 660 Meter hohen Dreistelz öffnet sich dir ein grandioser Panoramablick über die Rhön und das hessische Umland.

Wieder zurück auf dem Rad solltest du deinen nächsten Stopp zwölf Kilometer später am Farnsberg einlegen. Hier erwartet dich das im November 2019 neu eröffnete Berghaus Rhön, wo du deinen Gaumen mit der ein oder anderen deftigen Mahlzeit verwöhnen darfst. Auf die Kinder wartet zudem ein großflächiger Abenteuer-Spielplatz.

Einige hundert Meter vom Berghaus entfernt, befindet sich der Basaltsee Tintenfass. Der “Bergsee”, wie er von Einheimischen genannt wird, ist die Hauptattraktion in den Schwarzen Bergen. Er ist idyllisch in die Landschaft eingebettet und nimmt bei strahlendem Sonnenschein malerische Ausmaße an. Bis 1970 wurde hier noch Basalt abgebaut.

Vom Farnsberg geht es im Anschluss die Serpentinen bis nach Riedenberg hinunter. Dort gelangst du auf den Rhönexpress, der dich zurück zu deinem Ausgangspunkt nach Bad Brückenau leitet.

Länge: 30 Kilometer | Anstieg: 608 Meter

Kreuzberg-Runde für Bierliebhaber

Strecke: Bad Brückenau – Riedenberg – Oberbach – Wildflecken – Oberwildflecken – Kreuzberg – Oberwildflecken – Wildflecken – Oberbach – Riedenberg – Bad Brückenau

Am Kreuzberg kommst du bei einem Besuch in der Rhön, dem “Land der offenen Fernen”, nicht vorbei. Um die gut 600 Höhenmeter an Strecke zu bewältigen, fährst du bis zum Ende des Rhönexpresses in Wildflecken. Danach wechselst du auf einen Fahrradweg, der dich entlang der Hauptstraße nach Oberwildflecken führt. Von dort geht es auf der Kreuzbergstraße hinauf zum “Heiligen Berg der Franken”. Vor allem der letzte Anstieg hat es in sich.

Oben angekommen darfst du dich im Kloster auf selbst gebrautes Bier und deftige Mahlzeiten freuen. Besonders empfehlenswert ist die Wurst- oder Käseplatte oder die Weißwürste, sofern du vor zwölf Uhr ankommst.

Hast du dich gestärkt, lohnt es sich die restlichen 294 Stufen zu den drei Kreuzen zu Fuß aufzusteigen. Auf 928 Metern Höhe eröffnet sich dir ein grandioses Panorama. Lass die Landschaft unbedingt eine Weile auf dich wirken, bevor es für dich den gleichen Weg wieder zurückgeht. Im Gegensatz zum Hinweg ist der Rückweg weitaus entspannter, da es fast nur bergab geht.

Länge: 46 Kilometer | Anstieg: 601 Meter

Rundtour zur Burg Schwarzenfels

Strecke: Bad Brückenau – Wernarz – Rupboden – Zeitlofs – Mottgers – Schwarzenfels – Züntersbach – Bad Brückenau

Ins Hessische führt die dritte Radtour, die ich dir vorstellen möchte und die so eine Art Hausrunde für mich geworden ist. Von Bad Brückenau fährst du den Rhönexpress bis nach Zeitlofs. Einige hundert Meter nach der Ortsausfahrt führt dich der Radweg R2 nach Mottgers, wo du aus dem Tal erfürchtig auf die Burg Schwarzenfels schaust.

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War die Radtour bis hierhin nahezu eben, musst du auf der langgezogenen Fahrt nach Schwarzenfels ordentlich in die Pedalen treten. Dabei hast du die prächtige Burg, die 1280 erstmals erwähnt wurde, stets im Blick. Oben angekommen wartet samstags, sonntags und an Feiertagen das Burgcafé mit Kaffee und Kuchen auf dich.

Nach einer kurzen Stärkung führt eine kaum befahrene Straße an Feldern, Wiesen und Wäldern vorbei, während sich auf der rechten Seite der Dreistelz auftürmt und du vor dir immer wieder mal Bad Brückenau erspähen kannst. In Züntersbach, dem nächsten Ort, gibt es mit der Sonnenkanzel “das letzte Café vor Bayern”. Kurz darauf wartet der letzte Anstieg auf dich. Oben angekommen saust du schließlich hinab ins Bayerische Staatsbad.

Länge: 30 Kilometer | Anstieg: 442 Meter

Gersfeld-Rundfahrt mit reichlich Höhenmetern

Strecke: Bad Brückenau – Volkers – Speicherz – Kothen – Motten – Altenhof – Thalau – Ebersburg – Schmalnau – Hettenhausen – Gersfeld – Wildflecken – Oberbach – Riedenberg – Bad Brückenau

Eine sehr schöne Rundfahrt mit ordentlich Höhenmetern ist die Radtour nach Gersfeld. Bereits der Einstieg ist sehr sportlich, da es von Bad Brückenau aus die ersten vier Kilometer nur bergauf geht. Ein Zwischenstopp in der Klosterschänke Volkersberg ist durchaus eine Option, bevor dich bei der Weiterfahrt auf der anderen Seite des Berges eine rasante Abfahrt erwartet.

Dein Laktat-Wert schießt spätestens beim beim Überqueren der 498 Meter hohen Wasserscheide in die Höhe. Die anschließende Abfahrt ist jedoch alle Mühen wert, da die schlangenförmige Bundesstraße ins Tal fast schon einem kleinen Alpenpass gleicht – der pure Genuss für Rennradfahrer.

Beginnen deine Oberschenkel bereits zu brennen, ist das Café am Dales im hessichen Thalau eine empfehlenswerte Zwischenstation. Spätestens eine Pause solltest du zwölf Kilometer später am Marktplatz von Gersfeld einlegen. Hier warten unter anderem eine Reihe schöner Cafés, eine Eisdiele und Restaurants auf dich.

Gersfeld ist der Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen und befindet sich am Fuße der Wasserkuppe. Mit 950 Metern ist die Wasserkuppe die höchste Erhebung in der Rhön. Zwar ist sie nur noch neun Kilometer vom beliebten Kurort entfernt, allerdings solltest du die bevorstehenden Höhenmeter nicht unterschätzen.

Genügend Kraft in den Beinen brauchst du schließlich noch für die beiden Anstiege auf die Schwedenschanze und kurz vor Oberweißenbrunn. Erst danach geht es die restlichen 18 Kilometer gemächlich bergab, wobei du ab Wildflecken auf dem Rhönexpress relativ entspannt zurück nach Bad Brückenau rollst.

Länge: 56 Kilometer | Anstieg: 954 Meter

Radtour zur Mainebene nach Gemünden

Strecke: Bad Brückenau – Zeitlofs – Altengronau – Jossa – Obersinn – Mittelsinn – Burgsinn – Rieneck – Gemünden – Schönau – Wolfsmünster – Schonderfeld – Gräfendorf – Dittlofsroda – Wartmannsroth – Schwärzelbach – Neuwirtshaus – Untergeiersnest – Unterleichtersbach – Oberleichtersbach – Bad Brückenau

Richtig Strecke machst du bei einer Rundtour nach Gemünden am Main. Die Hinfahrt erfolgt über den Rhönexpress bis nach Zeitlofs. Danach geht es an verschiedenen Radwegen und entlang von Hauptstraßen durch die ersten Dörfer des Spessarts, vorbei an der Burg Rieneck bis nach Gemünden.

In Gemünden zahlt es sich aus am Marktplatz ein Eis zu essen oder einen Kaffee zu trinken. Auch dem Mainufer solltest du einen Besuch abstatten. Es eignet sich sehr gut zum Entspannen und Beine hochlegen. Bei gutem Wetter kommt hier wahres Urlaubsfeeling auf.

Am Mainradweg kannst du von Gemünden aus übrigens weiter bis nach Lohr (16 Kilometer) oder Würzburg (44 Kilometer) radeln. Andernfalls wartet der bergige Rückweg über Gräfendorf, Wartmannsroth und Neuwirtshaus auf dich. Zum Vergleich: Hatte der Hinweg 345 Höhenmeter, so steht dir auf dem Rückweg die doppelte Anzahl an Höhenmetern bevor.

Länge: 84 Kilometer | Anstieg: 1.045 Meter

Der Bahnradweg in der Rhön mit all seinen Vor- und Nachteilen

Der Rhönexpress ist ein großartiger Bahnradweg. Wie sagte eine Freundin, die nicht aus der Rhön stammt, bei einer Rennradtour kürzlich:

“Man fühlt sich ein bisschen wie im Voralpenland – echt schön.”

Das lasse ich gerne so stehen und gebe ihr damit absolut recht, auch wenn ich mir dieser Tatsache als Rhöner nicht immer bewusst bin. “Die Rhön ist schön” und der Rhönexpress als Bahnradweg eine weitere Bereicherung des Biosphärenreservats, aber auch hier gilt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

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Der Rhönexpress und seine Vorteile

Beginnen möchte ich dennoch mit der Auflistung einiger Vorteile, die der Bahnradweg in der Rhön mit sich bringt. Hier einige Punkte, auf die du dich schon jetzt freuen darfst:

1. Keine großen Steigungen

Es gibt keine unüberwindbaren Steigungen, denn mit 250 Höhenmetern, die sich auf 26 Kilometer Länge aufteilen, ist der Rhönexpress problemlos zu bewältigen. Ganz egal, ob für Kinder oder Personen gehobeneren Alters.

2. Gute Einstiegsmöglichkeiten

Die Möglichkeiten in den Bahnradweg in der Rhön einzusteigen sind unbegrenzt. Dein Auto lässt du einfach an den ausgewiesenen Parkplätzen in den verschiedenen Ortschaften stehen. Bist du mit dem Wohnmobil unterwegs, wirst du auch Stellplätze, zum Beispiel an der Ancenis-Straße in Bad Brückenau, finden, die direkt am Bahnradweg in der Rhön liegen.

3. Ausgangspunkt für fordernde Touren durch die Rhön

Der Rhönexpress ist der Ausgangspunkt für viele weitere Routen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs bist. Neben perfekt präparierten Pisten für dein Rennrad, findest du auch zahlreiche Waldwege zum Mountainbiken, Trailrunning und Wandern.

4. Noch mehr tolle Zwischenstopps

Neben den anfangs vorgestellten Highlights entlang des Rhönexpresses gibt es eine Reihe weiterer toller Zwischenstopps. Auf der Höhe des Sportheims des 1. FC Bad Brückenau e.V. haben die Anwohner beispielsweise einen wunderschönen Platz für eine Pause kreiert. Kurz vor Wildflecken gibt es zudem ein Streetart-Gemälde, das an den “King of Rock´n Roll” erinnert. Elvis Presley war während seiner Zeit bei der US-Armee im Jahr 1959 für ein paar Tage in Wildflecken stationiert.

6. Genug Platz für alle

Über die gesamten 26 Kilometer hinweg gibt es auf dem Bahnradweg genügend Platz zum Überholen oder für den Gegenverkehr. Gleiches trifft zu, wenn mal ein Bobby Car querstehen sollte oder eine größere Gruppe zur Wanderung aufgebrochen ist, die du passieren musst. Engpässe gibt es auf dem Rhönexpress in der Regel keine.

7. Ideale Trainingsbedingungen für Ausdauersportler

Für sportlich Ambitionierte schafft der Rhönexpress die perfekten Voraussetzungen, um ordentlich Kilometer beim Lauf- oder Radtraining abzuspulen. Der weite Blick sorgt dafür, dass du auch bei hohen Geschwindigkeiten mit dem Rennrad vorausschauend fahren kannst und sicher unterwegs bist.

8. Anliegender Reparatur- und Fahrradservice

Auch zwei Fahrradläden befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Radweg. Sollte sich zwischendurch ein Plattfuß oder eine andere Panne bemerkbar machen, so wird dir bei Zweirad Bohn in Rupboden oder Fahrrad Riemey in Bad Brückenau sicherlich geholfen.

9. Ein Paradies für Longboarder

Der Rhönexpress eignet sich nicht nur zum Laufen und Radfahren, sondern ist auch ideal zum Longboarden. Vor allem von Wildflecken bis Bad Brückenau geht es größtenteils leicht bergab, sodass du hier gemütlich cruisen oder auch mal laufen lassen kannst.

Hier besteht (noch) Nachholbedarf – die Nachteile

Die Umwandlung einer stillgelegten Bahnstrecke in einen lebendigen Bahnradweg war eine gute Idee und ist eine große Bereicherung für Bad Brückenau und die nähere Umgebung. Natürlich auch für die Rhön im Allgemeinen. Doch diesen Artikel zu einem einzigen Lobgesang auf den Rhönexpress zu machen, wäre nicht ganz richtig. Es gibt schließlich auch einige Punkte, die ausbaufähig sind.

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1. Gefahrenpotenzial durch ungesicherte Teilstücke

Nicht alle Bereiche mit Gefahrenpotenzial entlang des Bahnradwegs in der Rhön sind durch Geländer gesichert. Das beste Beispiel hierfür ist die Ancenis-Straße in Bad Brückenau. Hier verläuft der Fahrradweg parallel zur gut befahrenen Hauptstraße. Ein starker Windstoß, ein Ausweichmanöver oder eine Unaufmerksamkeit beim Fahren und schon landest du auf der Straße, wo du im schlimmsten Fall mit einem entgegenkommenden Auto kollidierst. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

2. Schlecht einsehbare Straßenkreuzungen

Die Beschilderung mit Vorfahrtsregelungen auf dem Rhönexpress ist sehr gut. Es gibt jedoch einige Stellen, die etwas brenzlig sind, wenn du mit hoher Geschwindigkeit unterwegs bist. So zum Beispiel in Schmidthof, Römershag oder Riedenberg, wo der Straßenverkehr kreuzt, du aber dazu verleitet wirst, Vollgas zu geben. Fahre daher vorausschauend und mit mäßigem Tempo, wenn du die Strecke noch nicht kennst.

3. Ehemalige Bahntrassen sind langweilig

Für Radreisende und ambitionierte Hobby-Radler ist es kein Geheimnis, dass in Radwege umfunktionierte Bahntrassen nicht unbedingt abenteuerlich sind. Oftmals handelt es sich dabei um eine langgezogene, flache Linie, die sich durch Wälder und öde Landschaften zieht.

Für einen Bahnradweg ist der Rhönexpress glücklicherweise recht attraktiv. Bei meinen Touren fungiert er mittlerweile jedoch primär als Zubringer auf Alternativrouten, da das ständige Auf- und Abfahren auf Dauer doch etwas langweilig ist.

Fazit: Ein großer Gewinn für die Region

Ich bin ein großer Fan vom Rhönexpress und verbringe, wenn ich in der Heimat bin, nahezu jeden Tag auf dem Bahnradweg. Ganz egal, ob auf dem Rennrad, bei meinen Laufeinheiten oder vielleicht bald auch wieder einmal auf dem Longboard. Die Strecke ist für eine ehemalige Bahntrasse überdurchschnittlich schön und macht die Schwarzen Berge und die Höchrhön auf der einen sowie das hessische Umland bis hin zur Mainebene auf der anderen Seite für Radfahrer weitaus besser zugänglich als zuvor.

Der Rhönexpress eignet sich wunderbar für Familienausflüge, Trainingseinheiten für Sportvereine, Wandergruppen oder aktive Berufspendler. Bad Brückenau als Herz des Bahnradwegs ist zudem der ideale Ausgangspunkt, um die Rhön zu entdecken. Ein paar Tage zum Erholen und um tolle Radtouren zu machen, lohnen sich absolut. Das würde ich auch als Nicht-Bad Brückenauer sagen, denn um dir abschließend noch einmal die Worte einer Nicht-Einheimischen ins Gedächtnis zu rufen:

“Man fühlt sich ein bisschen wie im Voralpenland – echt schön.”

3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Wir sind den Rhönexpress ab Jossa bis Bischofsheim gefahren. Wir können nur sagen:
    Suuuper!!! Etwas mehr Bänke zum Ausruhen wären schön. Der Radweg ist mit Köpfchen gestaltet. Die aufgebrachten (gemalten) Schienen, alte Signale und Entfernungssteine
    am Wegrand, sind sehr schön. Dadurch wird der Radweg nicht langweilig. Die Kreuzungen mit den Landstrassen sind rechtzeitig durch die grün-weißen Hinweisschilder und das aufgemalte Andreaskreuz gekennzeichnet. Super Ideen!

    • Liebe Ingrid,

      klasse, dass ihr eine tolle Tour auf dem Rhönexpress hattet. Was die Bänke und Verpflegungsstellen betrifft, wird sich sicherlich noch so einiges ändern. Ich bin auch schon ganz gespannt, was noch kommt.

      Beste Grüße, Daniel.

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