Langlaufen in Leutasch: Die Loipen im Überblick und 10 unverzichtbare Tipps

Für viele Wintersportler ist die Olympiaregion Seefeld mit ihrem 245 Kilometer großen Loipennetz das beste Langlaufgebiet in Tirol. Doch nicht etwa das durch internationale Events bekannte Seefeld ist das Highlight auf dem Hochplateau, sondern das benachbarte, beschauliche Leutasch: Abwechslungsreiche, wunderschöne Loipen führen durch ein faszinierendes Hochtal. Ein wahrer Genuss für Langläufer, weshalb ich dir das Langlauf-Eldorado in diesem Blogbeitrag im Detail vorstelle.

Wie eine überdimensionale Badewanne wirkt das 1.100 Meter hoch gelegene Leutaschtal. Ein Hochplateau, das von Bergriesen wie der Hohen Munde, dem Hochwanner, der Dreitorspitze und der Großen Arnspitze umgeben ist. Mitten hindurch fließt die Leutascher Ache, die bei Mittenwald in die Isar mündet.

Olympiaregion Seefeld: Überlaufen, aber zum Glück gibt es Leutasch

Das idyllische Hochtal gehört zur Region Seefeld, die vor allem durch die Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 an weltweitem Ruhm erlangte. Damals kämpften Sportler in den nordischen Disziplinen um die Goldmedaillen. Auch heute noch treffen sich jährlich die besten Nordischen Kombinierer, um beim Nordic Combined Triple auf Punktejagd für den Weltcup zu gehen.

Seefeld ist ein absolutes Langlauf-Paradies mit grandiosen Bedingungen. Aber: Die Loipen sowie das Dorfzentrum sind überlaufen, da sich Langläufer mit Skifahrern vermischen. Es scheint, als wolle jeder ein wenig vom olympischen Flair aufsaugen.

Weitaus beschaulicher geht es dagegen im benachbarten Leutasch zu. Ein wirkliches Ortszentrum gibt es nicht. Zu nennen wäre höchstens der Ortsteil Weidach. Hier haben sich zumindest einige Hotels, Geschäfte zum Bummeln und ein größerer Supermarkt angesiedelt.

Leutasch steht für Weite, Beschaulichkeit und Ruhe. Drei Aspekte, die mich bei meinen Langlauf-Touren in der 2.472 Einwohner großen Gemeinde begeistert haben.  

Langlaufen in Leutasch: 71 Kilometer perfekt präparierte Loipen

In der Olympiaregion Seefeld gibt es insgesamt 245 Kilometer gespurte Loipen. 71 Kilometer davon befinden sich in Leutasch. Sie verteilen sich auf 18 Loipen mit ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden:

  • einfach (blau): 35,7 Kilometer
  • mittel (rot): 11,3 Kilometer
  • schwer (schwarz): 24,1 Kilometer

Sobald die nötige Schneedecke vorhanden ist, sind die Loipen täglich von 9 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Frühstarter können ab November in die Saison starten, obwohl in Leutasch noch nicht genügend Schnee liegt.

hochplateau-seefeld-leutasch
Loipeneinstieg mit tollen Strecken in alle Richtungen

Möglich ist dies aufgrund einer 1,5 Kilometer langen Snowfarming-Loipe, die am Alpenbad beginnt. Das bedeutet, dass der Schnee aus dem Vorjahr gesammelt und für die erste Loipe der neuen Saison verwendet wird.

Fällt etwas später der nötige Schnee, macht sich die enorme Bandbreite an Loipen in Leutasch bemerkbar. Der folgende Überblick zeigt, welche Strecken dir zur Verfügung stehen:

Blaue Loipen

A4 – Muggenmoos (1,6 km)
A5 – Obern (5,3 km)
A6 – Alpenbad (5,6 km)
A7 – Gasse (4,7 km)
A8 – Lehner (1,9 km)
A9 – Unterleutasch (13,7 km)
A10 – Weidach (1,7 km)
A14 – Bärenwirt (1,2 km)

Rote Loipen

B4 – Skatingzentrum (1,2 km)
B5 – Katzenloch (5,0 km)
B7 – Panorama (2,4 km)
B11 – Waldloipe (2,7 km)

Schwarze Loipen

C3 – Neuleutasch (5,1 km)
C4 – Katzenkopf (2,7 km)
C7 – Bichlwald (3,6 km)
C8 – Rauthgatter (1,5 km)
C9 – Plaik (8,7 km)
C10 – Mundeknie (2,5 km)

Hier bekommst du dein Ticket für die Loipe in Leutasch

Die Loipen in Leutasch befinden sich in einem tadellosen Zustand. Sie werden täglich präpariert und sind nur mit einem gültigen Tagesticket zugänglich. Die Kontrollen erfolgen nach dem Zufallsprinzip, weshalb du dein Loipenticket stets bei dir führen solltest.

Trägst du kein Ticket bei dir oder hast du keines gekauft, so wird eine sogenannte Ersatzgebühr von 165 Euro fällig. Für denselben Preis bekommst du eine Jahreskarte.

Ich wurde an einem von vier Langlauftagen kontrolliert. Also kauf dir besser ein Ticket, sonst wird es richtig teuer. Hier eine Übersicht, was Langlaufen in Leutasch kostet (Winter 2023/24):

  • Tagesticket (ohne Gästekarte): 14 Euro
  • Tagesticket (mit Gästekarte): 10 Euro
  • Nachtloipenticket: 9 Euro

Du hast drei Optionen, um an ein Tagesticket zu gelangen:

  1. Nutze die Automaten an den Parkplätzen, die sich auf das gesamte Leutaschtal verteilen und die ideal zum Einstieg in die Loipen sind.
  2. Gehe zu einer der Verkaufsstellen in den Ortsteilen von Leutasch, zum Beispiel der Touristinformation, einem der Sportgeschäfte oder deiner Unterkunft.
  3. Buche dein Ticket ganz bequem online einige Tage im Voraus.

Junge Langläufer bis zum 15. Lebensjahr nutzen die Pisten kostenlos. Hunde sind auf den Loipen – wenn nicht explizit erwähnt – ebenso wenig geduldet wie Winterwanderer. Für Vierbeiner und Fußgänger gibt es alternativ eine Vielzahl an Winterwanderwegen, die in unmittelbarer Nähe zu den Loipen liegen.

Übrigens: Zusätzlich zu deinem Tagesticket benötigst du ein Parkticket. Für zwei Stunden zahlst du drei Euro, für einen Tag 5 Euro. Bist du mit dem Bus unterwegs werden 20 Euro pro Tag fällig.

Die drei längsten Loipen im Leutaschtal

Wie du bereits festgestellt hast, ist die Auswahl an Loipen in Leutasch enorm. Auf alle Strecken im Detail einzugehen würde den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen. Daher beschränke ich mich in diesem Abschnitt auf drei Loipen. Sie gehören zu den beliebtesten Strecken im gesamten Hochtal und eignen sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.

A5 – Obern (Klassisch & Skating)

Von Innsbruck oder Telfs kommend ist der Parkplatz Moos Rödlach die erste Anlaufstelle, um im Leutaschtal die Langlaufski anzuschnallen. Der Parkplatz verfügt über ein modernes WC und einen Ski- und Wachsraum. Dort sorgst du für den letzten Feinschliff deiner Ski.

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Immer leicht bergab vom Start in Moos
langlaufen-hohe-munde
Langlaufen unterhalb der Hohen Munde

Die Obern-Loipe ist ein flacher Rundkurs, der anfangs am Waldrand vorbeiführt. Vereinzelt tauchen Bänke auf, wo du beim Sonne tanken besten Blick auf die Hohe Munde hast.

Weiter geht es an den Orten Ostbach, Platzl, Obern und Moos vorbei und wieder zurück zum Parkplatz. Die Obern-Loipe befindet sich auf einer großen Freifläche. Das bedeutet einerseits, dass du beim Langlaufen die Sonne genießen kannst, andererseits droht bei gutem Wetter nachmittags die Spur aufzuweichen.

Fakten zur Obern-Loipe

  • klassisch und Skating
  • Start und Ende: Parkplatz Moos Rödlach (Google Maps)
  • Länge: 5,3 Kilometer
  • Aufstieg: 29 Höhenmeter
  • Höchster Punkt: 1.177 Meter
  • Anschlussloipen: A6, B4, B5, B7, C7, C10

Die Loipe Obern (A5) im Überblick

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A6 – Alpenbad (Klassisch & Skating)

Sonnig wird es bei gutem Wetter auch auf der Alpenbad-Loipe. Bevor du dich an ihr erfreust, geht es einige hundert Meter nach dem Einstieg fordernd bergauf. Es handelt sich dabei um ein kurzes Stück, das deinen Puls in die Höhe schnell lässt.

tunnel-alpenbad-loipe
Tunnel als ereignisreiche Verbindung von der Loipe A5 – Obern mit der A6 Alpenbad

Anschließend geht es vom erklommenen Hügel wieder bergab und von da an bis zur Hälfte der Strecke leicht bergauf. Die Höhenmeter fallen kaum ins Gewicht. Nach dem Überqueren der Brücke solltest du dich auf dem anschließenden Rundkurs vielmehr auf den freien Blick und das außergewöhnliche Bergpanorama mit der Hohen Munde und dem Wettersteingebirge fokussieren.

Rasant wird es lediglich auf den letzten Metern. Kurz vor dem Ziel am Alpenbad wartet eine Abfahrt mit Steilkurve auf dich. Hier kommt es zu Gegenverkehr mit Langläufern. Aber keine Sorge: Die Loipe ist breit genug, um Kollisionen mit anderen Langläufern zu vermeiden.

Tipp: Integriere die Obern-Loipe (A5) in deine Alpenbad-Runde. Auf den knapp elf Kilometern erhaschst du viel Sonne bei wenig Höhenmetern. Eines der Highlights ist der Tunnel, der die beiden Loipen miteinander verbindet.

Fakten zur Alpenbad-Loipe

  • klassisch und Skating
  • Start und Ende: Parkplatz Alpenbad (Google Maps)
  • Länge: 5,6 Kilometer
  • Aufstieg: 100 Höhenmeter
  • Höchster Punkt: 1.160 Meter
  • Anschlussloipen: A5, A7, A10, B11
Die Loipe Alpenbad (A6) im Überblick
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A9 – Unterleutasch (Klassisch & Skating)

Am Parkplatz Puitbach/Ahrn, an dem es keine Toiletten gibt, beginnt die Unterleutasch-Loipe. Sie führt unterhalb der Arnspitze entlang und weist trotz ihrer knapp 14 Kilometer kaum Höhenmeter auf.

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Unterleutasch: Oft im Schatten, aber schön
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Die 14 Kilometer lange Loipe A9

Die Loipe eignet sich für Anfänger, die ihre erste längere Tour machen wollen – oder natürlich für Fortgeschrittene, die eine ordentliche Pace vorlegen wollen. Auf die idyllische Landschaft durch das Leutaschtal muss niemand verzichten.

Sollte dir die Energie ausgehen, kannst du dich auf der Hälfte der Strecke im Gasthof Brücke oder im Gasthof Zur Mühle stärken. Im Anschluss geht es parallel zum Hinweg wieder zurück. Alternativ fährt am Gasthof Zur Mühle ein Bus ab, der dich zurück zum Parkplatz bringt.

Fakten zur Unterleutasch-Loipe

  • klassisch und Skating
  • Start und Ende: Parkplatz Puitbach/Ahrn (Google Maps)
  • Länge: 13,7 Kilometer
  • Aufstieg: 81 Höhenmeter
  • Höchster Punkt: 1.092 Meter
  • Anschlussloipen: A7, A8, A14

Die Loipe Unterleutasch (A9) im Überblick

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4 Gründe, warum beim Skilanglauf in Tirol kein Weg an Leutasch vorbeiführt

In Leutasch die Langlaufski anzuschnallen und im Hochtal mit kaum Höhenmetern fleißig Kilometer zu sammeln ist ein großes Vergnügen. Auf den roten und schwarzen Loipen gibt es genügend Möglichkeiten, um dich auszupowern und an deiner Kraftausdauer zu feilen.

Leutasch ist ein wahres Langlauf-Paradies – und dafür gibt es gute Gründe:

1. Hohe Schneesicherheit

Das Hochplateau liegt auf 1.100 Metern Höhe und ist jährlich mit ausreichend Schnee gesegnet. Der Grund dafür sind nicht nur die Höhenmeter, sondern die besondere Lage.

Nach Süden hin ist Leutasch vor dem warmen Föhn geschützt. Gen Norden hält das Wettersteingebirge die eisige Kälte ab. Eine Lücke im Kessel des Leutaschtals bietet das Gaistal, durch das sich die Schneewolken ihren Weg bahnen. Die Folge: Jede Menge Schnee.

2. Die ruhigere Option zu Seefeld

In der öffentlichen Wahrnehmung geht Leutasch im Vergleich zu Seefeld nahezu unter. Für deinen geplanten Langlaufurlaub ein großes Plus, denn Leutasch verspricht Ruhe, Erholung und eine Weite mit einem unglaublichen Panorama.

Seefeld dagegen ist zugebaut und die Loipen sind stärker frequentiert. Vor allem unterhalb des Seekirchls kann es recht voll werden. Warum also die Ski in Seefeld auspacken, wenn die Bedingungen zum Langlaufen in Leutasch mindestens genauso gut sind?

3. Gute Infrastruktur abseits der Loipe

Am Loipennetz von Leutasch sind zahlreiche Parkplätze vorhanden, die eine Menge Platz bieten. Zudem sind die meisten mit Toiletten ausgestattet. Am Parkplatz Moos, dem Einstieg der Obern-Loipe (A5) gibt es überdies einen Ski- und Wachsraum, in dem du deinen Ski den letzten Feinschliff verleihst.

Bist du ohne eigenes Auto unterwegs, erreichst du Leutasch mit dem öffentlichen Nahverkehr. Die Anreise nach Leutasch erfolgt zum Beispiel über den ICE-Bahnhof in Seefeld. Von dort geht es mit dem Regionsbus direkt an die Loipe oder zur Unterkunft. Die Busse verkehren regelmäßig und sind mit einem gültigen Loipenticket kostenlos nutzbar, sogar von Innsbruck aus.

4. Tadelloser Zustand der Loipen

Vier Tage war ich auf den Loipen in Leutasch unterwegs und es gab nicht einen Tag, an dem die Bedingungen zum Langlauf nicht ausgezeichnet waren. Die Strecken sind perfekt präpariert, sodass du vor allem auf den flachen Loipen durchs gesamte Leutaschtal ordentlich Gas geben kannst.

Gegenverkehr auf den Strecken ist selten. Die Loipen sind nur in eine Richtung befahrbar. Überholvorgänge sind ebenfalls kein Problem, da die Loipe für die klassischen Langläufer doppelt gespurt ist und die Skater genügend Platz haben, um sich nicht in die Quere zu kommen.

Zudem unterstützen Unterführungen und Tunnel dabei, Überquerungen der Straße zu vermeiden. Bei zu wenig Schnee gibt es zwar einige Stellen, wo du die Ski abschnallen musst, allerdings wird in Leutasch alles dafür getan, um es den Langläufern so angenehm wie möglich zu machen.

Auch Leutasch ist nicht perfekt – 5 Nachteile

An diesem ausufernden Blogbeitrag wird deutlich, dass ich zu einem Fan von Leutasch mutiert bin. Gerne habe ich hier Kilometer gesammelt, mich ausgepowert, zwischendurch die Beine hochgelegt oder mir ein Tiroler Gröstl gegönnt, um zu neuen Kräften zu kommen.

Aber: In Leutasch ist nicht alles Gold, was glänzt. Einige Punkte sind mir trotz all des Lobs übel aufgestoßen. Ein paar Beispiele gefällig?

1. Ziemlich teuer

Von den Loipen in der heimischen Rhön bin ich es gewohnt, diese kostenlos nutzen zu dürfen. In Leutasch kostet die Nutzung pro Tag vierzehn Euro. Nicht gerade ein Schnäppchen, zumal das Parkticket von mindestens drei Euro ebenfalls hinzu kommt.

2. Kein Geheimtipp (mehr)

Leutasch steht im Schatten von Seefeld, aber durch das riesige Loipennetz und die guten Verkehrsanbindungen ist Langlaufen im Leutaschtal längst kein Geheimtipp mehr. So voll wie in Seefeld wird es aber zum Glück eher selten.

3. Loipen sind der Sonne ausgesetzt

Einerseits ist Skilanglauf bei strahlendem Sonnenschein ein Traum, andererseits weicht dadurch der Schnee recht schnell auf. Nachmittags können die Loipen in Leutasch daher weich werden und schwerer zu befahren sein.

4. Frühaufsteher müssen warten

Offiziell öffnen die Loipen erst um neun Uhr morgens. Willst du vor einem Skitag auf der Piste, der Arbeit oder einem geplanten Ausflug eine Runde Langlaufen, dann bist du in Leutasch fehl am Platz.

Ähnliches gilt für das Langlaufen am Abend mit Stirnlampe. Ab 16:30 Uhr sind die Loipen geschlossen.

5. Keine Kartenzahlung beim Einkehren

Ein großer Vorteil sind die Gasthäuser direkt an den Loipen in Leutasch. Führst du kein Bargeld mit dir, werden dir diese jedoch wenig bringen. Kartenzahlung ist – wenn überhaupt – erst ab einem Verzehr von mehr als 50 Euro möglich. Die Bezahlfunktion meiner Garmin Forerunner 745, auf die ich beim Sport so gerne zurückgreife, war bei meinen Touren leider nutzlos.

10 Tipps für deinen Langlaufurlaub in Leutasch

Ich hoffe, dass ich dir mit meinem Blogbeitrag Lust auf einen Langlauftrip nach Leutasch gemacht habe. Planst du bereits deinen Urlaub oder ein paar Trainingseinheiten im Leutaschtal? Dann habe ich noch ein paar passende Tipps für dich.

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Langlaufen in Leutasch ist der pure Genuss, selbst wenn die Sonne mal nicht scheint

1. Park- und Loipenticket nicht vergessen

Die Kosten für ein Park- und Loipenticket summieren sich bei mehreren Tagen. So war ich für vier Tage Langlaufen in Leutasch satte 60 Euro los. Die Kosten für den Verzehr sind hierbei nicht mitgerechnet.

Wie bereits erwähnt, kommt es weitaus teurer, wenn du kein Ticket ziehst und kontrolliert wirst. Wohnst du in der Nähe von Leutasch oder planst du längere Zeit im Hochtal zu bleiben, bietet sich ein Saisonticket an. Mit der Loipenjahreskarte hast du zudem die Möglichkeit, ein saisonales Parkticket zu ergattern.

2. Allgemeine Langlaufregeln beachten

Damit es auf der Loipe nicht zu Streitigkeiten, Unfällen oder Verstopfungen kommt, gibt es die FIS-Verhaltensregeln für Skilangläufer. Einen kleinen Auszug daraus habe ich im Folgenden für dich aufgelistet:

  1. Nimm Rücksicht auf die anderen.
  2. Laufe auf Doppel- und Mehrfachspuren in der rechten Spur. Gleiches gilt bei der freien Lauftechnik.
  3. Weiche bei Gegenverkehr nach rechts aus.
  4. Führe die Stöcke beim Überholen eng am Körper.
  5. Leiste Hilfe bei einem Unfall oder Verletzungen.

Die Regeln sollten für dich als verantwortungsbewussten Sportler klar sein. Verhalte dich einfach so wie du es von anderen erwartest. Ist das der Fall steht dir ein unvergesslicher Tag beim Skilanglauf in Leutasch bevor.

3. Kostenlosen Skibus in Tourenplanung einbinden

Mit dem Tagesticket für die Loipe nutzt du die Regionsbusse in Leutasch und in Seefeld kostenlos. Das erleichtert dir nicht nur die Anreise, sondern auch deine Tourenplanung. Fahre mit dem Bus zum Beispiel bis zum Ende der Unterleutasch-Loipe und arbeite dich auf Langlaufski durch das gesamte Hochtal von Leutasch.

4. Vor UV-Strahlung der Sonne schützen

Obwohl es beim Winter in den Bergen oft den Anschein hat, die Sonne könnte wenig ausrichten, ist genau das Gegenteil der Fall. Je weiter oben du dich aufhältst, desto höher ist die UV-Strahlung. Auf dem mit Sonne verwöhnten Leutascher Hochplateau gilt daher: Schmiere dich mit Sonnencreme ein, um einen Sonnenbrand und eventuelle Langzeitfolgen zu vermeiden.

Auf eine Sonnenbrille solltest du unbedingt zurückgreifen. Wusstest du, dass Schnee fast 95 Prozent des Sonnenlichts reflektiert? Das kann schädlich fürs Auge sein.

Greife bei der richtigen Auswahl der Sonnenbrille lieber tiefer in die Tasche und achte auf einen guten UV-Schutz.

Meine Ausrüstung für den Skilanglauf

Uvex Sportstyle 235 Sonnenbrille
REELOQ Smartphone Sicherung
Salomon Active Belt Hüfttasche
Holmenkol Natural Wax Fluid
Swix Nylonbürste
Gel von PowerBar
CURREX EdgePro Einlegesohle

5. Langlaufkurs als Anfänger buchen

Sei nicht zu stolz, einen Langlaufkurs zu nehmen. Eine von Anfang an ausgereifte Technik spart Kraft und sorgt für mehr Spaß auf der Loipe.

In Leutasch gibt es ein großes Angebot an privaten Langlauflehrern und Langlaufschulen. Eine Option, die auch fortgeschrittene Langläufer in Erwägung ziehen sollten, um an ihrer Technik zu feilen. So würde mir ein Aufbaukurs sicher nicht schaden, um kleine Fehler auszubügeln und dadurch weniger Energie beim Langlaufen zu verschwenden.

6. Von den Profis bei Events in Seefeld inspirieren lassen

In Sachen Skilanglauf ist die Olympiaregion Seefeld weit über die Grenzen Tirols bekannt. Jahr für Jahr pilgern die besten Wintersportler auf das Hochplateau, um sich beispielsweise beim FIS Weltcup “Nordic Combined Triple” zu duellieren.

Für dich bedeutet ein Besuch von den besten zu lernen und dich von den Nordischen Kombinieren oder Langläufern bei Events inspirieren zu lassen. Warum nicht mal einen Tag regenerieren und die Rolle vom aktiven Sportler zum enthusiastischen Zuschauer tauschen?

7. Prüfe die aktuellen Loipenbedingungen

Die Loipen in Leutasch sind in der Regel in einem einwandfreien Zustand. Je nach Schneehöhe kann es jedoch vorkommen, dass vor allem die roten und schwarzen Loipen nicht präpariert sind oder zu viele braune Flecken aufweisen.

Bist du dir unsicher, ob die jeweilige Route durchführbar ist, dann checke den aktuellen Zustand der Loipen. Eine gute Übersicht bekommst du bei einem Klick auf den folgenden Button:

8. Kaffeepause und Sonne tanken in Polis Hütte

Die Möglichkeiten zum Einkehren beim Langlaufen in Leutasch hatte ich bereits in den Vorteilen genannt. Mein Lieblingsplatz bei strahlendem Sonnenschein ist Polis Hütte. Die kleine Holzhütte befindet sich an der Gasse-Loipe (A7) in unmittelbarer Nähe zur Hauptstraße.

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Poli´s Hütte ist völlig zurecht ein angesagter Ort bei Langläufern

Neben hervorragendem Essen und einer breiten Auswahl an Getränken hat mich vor allem der Vorplatz mit den Liegestühlen und anderen Sitzgelegenheiten begeistert. Bei gutem Wetter ist eine kurze Kaffeepause oder ein Kaltgetränk nach der Langlaufrunde ein Muss, um nicht nur Sonne, sondern auch Energie zu tanken.

9. Beim traditionellen Ganghoferlauf teilnehmen

Einmal im Jahr findet in Leutasch der Ganghoferlauf statt. Das Langlaufrennen blickt auf mehr als fünf Jahrzehnte zurück. Profis sind ebenso an der Startlinie willkommen wie Amateure.

Vielleicht ist der Ganghoferlauf sogar eine Option für dich. Starten kannst du klassisch über die Distanzen von 25 oder 50 Kilometer sowie beim Skating über 20 beziehungsweise 42 Kilometer.

Und keine Sorge, du wirst nicht alleine auf der Loipe sein. In der Vergangenheit waren bei den verschiedenen Disziplinen bis zu 1.800 Langläufer am Start.

10. Alternativprogramm in Leutasch und Umgebung nutzen

Ein Winterurlaub in Leutasch bedeutet nicht gleich, dass es nichts anderes außer Langlaufen gibt. Ganz im Gegenteil, denn auch ohne die langen, dünnen Latten unter den Füßen bietet sich dir ein breites Spektrum an Aktivitäten. Wie wäre es zum Beispiel mit Winterwandern oder Rodeln?

Magst du es etwas rasanter, saust du im Skigebiet am Katzenkopf auf knapp zehn Pistenkilometern ins Tal. Noch mehr Auswahl hast du im Skigebiet Rosshütte in Seefeld. Hier warten 26 Kilometer Skispaß auf dich.

Die pure Erholung bekommst du dagegen im Alpenbad. Neben einem Innenpool mit einem 25-Meter-Sportbecken und einer Massagebucht erwartet dich eine Saunawelt, in der du deine strapazierten Muskeln entspannen kannst.

Langlaufen in Tirol: Ist Leutasch auch deine erste Wahl?

In Tirol gibt es eine Reihe guter Langlaufgebiete. Große Freude hatte ich zum Beispiel bei meinen Touren auf der Loipe Verwall am Arlberg, in Lüsens, rund um Sölden im Ötztal oder in Galtür. Ideale Loipen für Tagestouren, aber für einen längeren Aufenthalt bieten diese Destinationen zu wenig Abwechslung.

Anders sieht es dagegen in Leutasch aus, wo sich 71 Kilometer auf 36 Kilometer blaue, 11 Kilometer rote und 24 Kilometer schwarze Loipen aufteilen. Die Hochebene ist prädestiniert, um das Langlaufen im flachen Areal zu erlernen oder an der eigenen Technik zu feilen. Höhenmeter sammelst du dagegen auf den roten und schwarzen Loipen.

Langweilig wird dir in Leutasch auch über mehrere Tage nicht. Es dauert schließlich eine Weile bis du alle 18 Loipen abgefahren bist. Zwischendurch eine Pause in Polis Hütte, Entspannung im Alpenbad oder einen Abstecher auf die Skipisten der Region – was will das Wintersportherz mehr?

Habe ich dich von einem Besuch in Leutasch überzeugt und bist du noch auf der Suche nach der passenden Unterkunft? Dann findest du hier die am besten bewerteten Unterkünfte nach der jeweiligen Kategorie:

Egal, ob du klassisch oder beim Skating unterwegs bist – in Leutasch wirst du deine Freude haben. Oder warst du bereits dort und hast einen Geheimtipp für mich?

Hinterlasse gerne einen Kommentar. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch einige Male meine Runden auf den wunderschönen Loipen in Leutasch drehen werde.

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