12 unvergessliche Outdoor-Erlebnisse im Naturparadies Slowenien

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Die Julischen Alpen mit dem Triglav als König der Berge, 15.000 Kilometer Wanderwege, zahlreiche Schluchten, grandiose Hochebenen und malerische Seen haben mich bei meinem Trip durch Slowenien schwer begeistert. Grund genug, dir einige Outdoor-Highlights für deine eigenen Abenteuer etwas näher vorzustellen.Es ist schon einige Zeit her, als ich mit einem guten Freund Slowenien unsicher gemacht habe. Für zwei Wochen liehen wir uns ein Auto, um das Land unsicher zu machen. Neben den Städten Ljubljana, Maribor und Celje stand vor allem eines auf dem Programm: das Naturparadies Slowenien.

Ich weiß nicht, ob es an meinen niedrigen Erwartungen lag oder daran, dass ich das kleine Land südlich von Österreich nicht so recht als abenteuerliches Outdoor-Paradies auf dem Schirm hatte. Manch einer munkelte sogar, Slowenien sei das sportlichste Land der Welt. Eine Aussage, die bei mir zu Beginn der Slowenien-Tour für ein Schmunzeln sorgte, sich später jedoch in ein resignierendes Nicken umwandelte.

Klettern, Rafting, Mountainbiken, Wandern oder Vereinssport auf hohem Niveau sind typisch für das Land mit seinen gerade einmal zwei Millionen Einwohnern. Die Bedingungen, vor allem für den Outdoor-Sport, sind nahezu perfekt. Nicht nur wegen den steilen Felswänden und reißenden Flüssen, sondern auch wegen einer Vielzahl an Trails zum Mountainbiken und Wegen zum Wandern. 15.000 Kilometer Wanderwege und zehn Mountainbike-Parks sprechen für sich.

12 ziemlich starke Outdoor-Abenteuer

Neben den sportlichen Aktivitäten hat mich Slowenien vor allem landschaftlich völlig von den Socken gehauen. Wuchtige Wasserfälle, idyllische Seen und hohe Bergmassive tauchen beim Durchstreifen des Landes, das fast vollständig von Italien, Kroatien, Ungarn und Österreich umschlossen wird, in regelmäßiger Abfolge auf.

Zwölf grandiose Naturschauspiele, die mich in ihren Bann gezogen haben, nehme ich im folgenden Abschnitt etwas genauer unter die Lupe. Klar, dass das sportliche Rahmenprogramm dabei keinesfalls zu kurz kommen darf.

Velika Planina – Wandern auf dem Hochplateau

Lediglich 30 Kilometer von der Hauptstadt Ljubljana entfernt, wartet mit der Velika Planina das erste Highlight auf dich. Es handelt sich dabei um ein kleines Almdorf auf einer wunderschön gelegenen Hochebene am Südrand der Steiner Alpen.

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Mit ungefähr 140 Hütten ist die Velika Planina, die übersetzt “Großalm” bedeutet, eine der größten Hirtensiedlungen in Europa. Vor allem zwischen Juni und September wird die malerische Gegend von den Hirten genutzt. Im Winter mutiert ein Teil der Berglandschaft zu einem kleinen Skigebiet.

Vom Tal Kamniška Bistrica unterhalb der Bergkette der Steiner Alpen, die bei Wanderern sehr beliebt ist, führt eine Seilbahn für 13 Euro auf die erste Plattform. Von dort aus geht es einige hundert Meter an den Skiliften entlang bis du links von dir auf der Hochebene die riesigen Weideflächen und die urigen Hirtenhütten entdeckst.

Mit etwas Glück sind im späten Frühjahr die wuchtigen Berge im Hintergrund leicht gezuckert. Dann ergibt sich ein tolles Farbspiel, sodass Spaziergänge und Wanderungen auf den kleinen Wanderwegen entlang sattgrüner Wiesen noch atemberaubender wirken. Oder du genießt den Anblick einfach von einer der Hütten mit einem Stück Trnič, einem speziellen slowenischen Hartkäse.

Bleder See – mehr als nur ein Postkartenmotiv

Suchst du im Internet nach Bildern über Slowenien, taucht ein Motiv immer wieder auf: der Bleder See. Zugegeben liefert der See mit Sloweniens einziger Insel und den wuchtigen Bergen der Julischen Alpen im Hintergrund ein atemberaubendes Panorama.

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Doof nur, dass du dir den Anblick vom Bleder See aus mit zahlreichen Touristen teilen musst, denn diese versammeln sich in großen Scharen im knapp 10.000 Einwohner fassenden Ort in der Region Oberkrain. Der Ansturm wirkt sich leider auch auf die Preise in Restaurants sowie die Parkgebühren aus.

An der Westseite in der Nähe eines kleinen Strandbads kostet das Parken beispielsweise fünf Euro. Es lohnt sich jedoch, genau dort Halt zu machen und nicht direkt im touristischen Zentrum. Einerseits, um dich in einem der wärmsten Seen der Alpen abzukühlen. Andererseits, um den Massen zu entfliehen und dir bei einer kurzen Wanderung die Füße zu vertreten.

So führt am Waldrand des Parkplatzes ein kleiner Pfad zur 685 Meter hohen Plattform Mala Osojnica. Nach 30 Minuten Aufstieg, wo du eine ziemlich steile und lange Treppe bewältigen musst, eröffnet sich dir ein traumhafter Blick auf den Bleder See mit seiner Insel und der darauf stehenden Kirche. Im Hintergrund türmen sich die Bleder Burg und massive Felswände auf.

Alternativ führt vom gleichen Startpunkt, also dem überteuerten Parkplatz, auch eine Route zum Aussichtspunkt Ojstrica. Hier sparst du dir nicht nur zehn Minuten Aufstiegszeit, sondern auch die Treppe.

Ganz einfach machst du es dir, wenn du mit dem Auto direkt zur Burg von Bled an die Nordwestseite des Sees fährst. Allerdings ist der Blick von hier oben nicht annähernd so schön wie von der Plattform Mala Osojnica – und ja, du musst ihn dir mit all den Touristen teilen.

Ebenfalls lohnt es sich einmal um den See zu laufen, was bei uns ungefähr anderthalb Stunden gedauert hat. Danach nochmal kurz zum Abkühlen in den Bleder See springen, um nach der Erfrischung noch tiefer ins Naturparadies Slowenien einzutauchen und weiter geht´s zum nächsten Abenteuer.

Vintgar-Klamm – die Sackgasse mit dem Wasserfall

Ungefähr vier Kilometer nordwestlich von Bled liegt die Vintgar-Klamm, eine 1,6 Kilometer lange Schlucht, die mit dem mehr als zehn Meter hohen Wasserfall Šum endet. Durch die Schlucht führt ein Lehrpfad in Form eines Stegs mit zahlreichen Holzbrücken, die der Beschreibung nach recht gut begehbar sind.

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Leider wurden eben diese Holzbrücken während unserer Slowenien-Tour restauriert, sodass wir nur einen kleinen Teil des Lehrpfads entlang gehen konnten. Die schmale Schlucht mit ihren engen, steilen Felswänden und dem smaragdgrünen Wasser haben aber definitiv Lust auf mehr gemacht. Daher kann ich dir einen Besuch der Vintgar-Klamm absolut empfehlen, auch wenn mir mit dem Wasserfall das Highlight leider entgangen ist.

Debela Peč – der 2.000-Meter-Viewpoint zum Triglav

Ein guter Einstieg für Bergtouren in Slowenien und zum Überschreiten der Marke von 2.000 Höhenmetern ist die Besteigung des Debela Peč. Gut ausgebaute Wanderwege führen vom Šport Hotel Pokljuka in Goreljek auf den 2.014 Meter hohen Gipfel.

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Los geht´s auf gut ausgebauten, fast ebenen Waldwegen an grünen Wiesen und einem Almdorf vorbei. Einige Zeit später kommen die ersten Warnschilder, dass Bären deinen Weg kreuzen könnten. Die Hinweise bedeuten auch, dass es von nun an ausschließlich bergauf direkt durch den Wald geht und die Wege etwas schmaler werden.

Tipp: Auf Bären wirst du nur sehr selten treffen. Sie meiden Menschen, sodass Gespräche beim Wandern eher abschreckend für sie sind. Solltest du dennoch in den Genuss kommen, einen Bären aus nächster Nähe zu sehen, bleibe stehen und verhalte dich ganz ruhig. Er wird relativ schnell das Interesse an dir verlieren.

Auf 1.630 Metern wartet die Hütte Blejska koča na Lipanci mit einer letzten Stärkung auf dich. Diese wirst du brauchen, denn bis ganz nach oben, wird deine Oberschenkelmuskulatur nochmals ordentlich in Anspruch genommen.

Der Gipfel des östlichsten 2.000ers der Julischen Alpen verspricht eine wunderbare Sicht auf den Triglav. Bestätigen kann ich dies leider nicht, da wir unsere Tour 50 Meter vor dem Ziel auf Grund von Hagel und einem heftigen Gewitter abbrechen mussten. Sehr schade, aber auch ohne Gipfelglück eine an Tour, die für uns völlig durchnässt auf dem Parkplatz des Sporthotels endete.

Bohinjer See – Kräfte sammeln für den nächsten Aufstieg

Die kleine Siedlung Bohinj in Oberkrain liegt in einem wunderschönen Tal mitten in den Julischen Alpen. Eingebettet darin liegt der Bohinjer See, in dem sich bei gutem Wetter die faszinierende Berglandschaft des Triglav-Nationalparks spiegelt.

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Anders als beim Bleder See geht es am 4.100 Meter langen und 1.200 Meter breiten See weitaus ruhiger zu. Der Bohinjer See ist eine Ruheoase und Energiequelle für all diejenigen, die neue Kräfte für anstrengende Bergtouren im Triglav-Nationalpark sammeln möchten.

Rundfahrten auf dem See, eine urige Steinbrücke an der Kirche “Johannes des Täufers” am Ostufer, Kanutoren und Fliegenfischen zählen zu den Highlights von Bohinj. Auch Kletterkurse werden an einer Felswand am See angeboten, um dir den letzten Feinschliff für deine Triglav-Besteigung zu holen oder um erste Erfahrungen zu sammeln.

Jede Menge Informationen über Wanderungen und Bergtouren bekommst du unter anderem in der Touristeninformation in Stara Fuzina. Willst du deine Ausrüstung komplettieren, wirst du in Bohinjska Bistrica fündig werden. Aber wie schon erwähnt, am Bohinjer See geht alles etwas gemächlicher zu.

Triglav – der höchste Berg und das Wahrzeichen Sloweniens

Mit 2.864 Metern Höhe ist der “Dreihaupt” eine mächtige Erscheinung und hat eine große Bedeutung für Land und Leute. Überall ist er präsent. So zum Beispiel auf der 50-Cent-Münze, dem Trikot der Fußball-Nationalmannschaft oder der Nationalflagge, denn eines ist sicher: Einmal im Leben sollte jeder Slowene auf dem Gipfel des Triglavs gewesen sein.

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Das Ziel eines jeden Gipfelstürmers ist das raketenförmige Metallgebilde Aljažev Stolp, das Bergsteigern früher wie heute Schutz vor schlechten Wetterverhältnissen gewährt. Erreichen wirst du es nur über einen der verschiedenen Klettersteige, wie zum Beispiel von der Berghütte Triglavski dom na Kredarici aus, die auf 2.515 Metern liegt und dem Gipfel damit am nächsten ist.

Leider blieb uns ein Gipfelfoto verwehrt. Bei unserem Aufstieg lag noch so viel Schnee, dass wir circa 100 Meter vor dem Ziel kapitulieren mussten. Der Grund: Die Sicherheitsseile unter den Schneemassen waren verschwunden und das Risiko eines Absturzes auf dem schmalen Grat damit viel zu hoch.

Vielleicht war dieses Scheitern aus purer Vernunft ein Grund dafür, dass mir die Triglav-Tour immer in Erinnerung bleiben wird. Der Berg hat seinen Reiz, nicht nur für die Einheimischen. Es schreit förmlich nach einer Wiederholung. Vor allem auch, weil unsere zweitägige Wandertour von Rudno Polje über den Studorski inklusive Übernachtung auf der Hütte Triglavski dom na Kredarici landschaftlich der pure Genuss war und mir aufzeigte, wie wunderschön der Triglav-Nationalpark ist.

Wenn du mehr über unsere damalige Tour wissen möchtest, findest du über den folgenden Link einen ausführlichen Beitrag mit einigen Tipps für deine eigene Tour: Triglav bei Schnee – 2 Tage voller Ehrfurcht durch eine atemberaubende Berglandschaft

Slap Savica – der Doppel-Wasserfall

Zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Sloweniens zählt der Savica-Wasserfall, der vier Kilometer nordwestlich von Ukanc liegt. Das Besondere an ihm ist neben seiner beeindruckenden Fallhöhe von 78 Metern, dass er sich in zwei Wasserstrahlen teilt, bevor er im smaragdgrünen Auffangbecken landet.

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Unterhalb des Savica-Wasserfalls gibt es einige kleine Becken, in denen du dich in traumhafter Lage abkühlen kannst. Besonders schön ist das Becken an der Steinbrücke, die sich unmittelbar auf dem Weg zum Wasserfall befindet.

Die wilde Natur entlang des gut ausgebauten Wegs zum Savica-Wasserfall für dich ganz alleine zu genießen, ist während der Hauptzeit nahezu unmöglich. Auch die drei Euro Eintritt schrecken die Besucher nicht davor ab, sich auf die Aussichtsplattform zu drängen, um ihr perfektes Foto zu schießen.

Versuche daher aufzubrechen, bevor der Bustourismus am Wasserfall Halt macht. Entweder startest du deine Wanderung am frühen Morgen direkt in Ukanc oder du hältst am ausgeschilderten Parkplatz, von dem aus du in zwanzig Minuten am Doppel-Wasserfall ankommst.

Mostnica-Schlucht – mystisch und märchenhaft zugleich

Ein zwei Kilometer langer Wanderweg führt entlang eines Bachbetts mit dem kristallklaren Wasser der Mostnica. Diese wiederum schlängelt sich durch eine teilweise 20 Meter tiefe und schulterbreite Schlucht. Ein fast schon mystischer Anblick, bei dem ich direkt an den idealen Schauplatz eines Märchens denken musste.

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Märchenfiguren gibt es in der Mostnica-Schlucht zwar keine, dafür aber einen Elefanten. “Der kleine Elefant” ist eine Felsformation, die von vorne und der Seite tatsächlich wie ein Dickhäuter aussieht, der mit seinem Rüssel versucht, das andere Ufer der Mostnica zu erreichen.

Um die enge Mostnica-Schlucht, das kristallklare Wasser sowie den Wasserfall zu bewundern, musst du drei Euro Eintritt bezahlen. Da zwei Wege am Fluss entlang führen, bietet sich eine anderthalbstündige Rundtour an. Achte dabei auf gutes Schuhwerk, denn bei schlechtem Wetter kann es auf den Wegen und den großen Steinen ziemlich rutschig werden.

Rafting auf der Soča – ein wahrer Traum

In die Kategorie “Unvergessliche Outdoor-Erlebnisse in Slowenien” fällt auch unsere Raftingtour auf der Soča. Ich weiß nicht, ob es die rasanten Stromschnellen waren, die mir ein fettes Lächeln ins Gesicht zauberten oder der pure Genuss einer traumhaften Landschaften während der ruhigeren Abschnitte. Fakt ist, dass mich die Tour auf dem smaragdgrünen Wasser nachhaltig beeindruckt hat.

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Die Raftingtouren beginnen in der Regel unterhalb des Boka-Wasserfalls und enden nach einer bis anderthalb Stunden auf dem Wasser im kleinen Ort Trnovo ob Soči. Mit der Auswahl des Equipments sowie der Hin- und Rückfahrt musst du ungefähr drei Stunden einplanen. Kostentechnisch beläuft sich die Raftingtour in Slowenien auf circa 50 Euro.

Ausgangspunkt für die verschiedenen Outdoor-Abenteuer im Soča-Tal ist übrigens der Ort Bovec. Hier findest du nicht nur die verschiedenen Anbieter für spannende Touren, sondern auch jede Menge Gleichgesinnte. Wer in Bovec für längere Zeit seine Zelte aufschlägt, ist in der Regel auf der Suche nach einer gehörigen Portion Adrenalin.

Im Frühling ist der Wasserstand der Soča übrigens am höchsten. Dann darfst du dich auf besonders rasante Stromschnellen freuen. Allerdings bin ich mir sicher, dass du auch bei einer gemütlichen Fahrt durch das Soča-Tal begeistert sein wirst, Der smaragdgrüne Fluss, die dichten Wälder und die sich erhebenden Felsriesen im Hintergrund sind nur einige gute Argumente dafür, warum Slowenien ein so großartiges Naturparadies ist.

Slap Boka – Sloweniens größter Wasserfalls

Wuchtig und mächtig sind zwei Adjektive, die den imposanten Wasserfall Slap Boka recht gut beschreiben. Zuerst fliest er über einen Felsvorsprung, um im Anschluss 106 Meter nach unten zu stürzen. Anschließend geht es für die Wassermassen weitere 30 Meter an einem steilen Felsvorsprung bergab.

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Der höchste Wasserfall Sloweniens macht bereits von der Hauptstraße aus einen recht ordentlichen Eindruck, sodass du gar nicht anders kannst, als am Parkplatz zu halten und den 15-minütigen Fußmarsch zur Aussichtsplattform anzutreten. Festes Schuhwerk ist hier ein Muss, denn der Pfad ist auf Grund von Steinen und uneinsichtigen Unebenheiten recht tückisch.

Scheinbar gibt es noch zwei höher gelegene Aussichtspunkte, die einen tollen Blick auf den mächtigen Wasserfall versprechen. Wir beließen es bei der normalen Route, die übrigens keinen Eintritt kostet und statteten dem Slap Boka nach unserer Rafting-Tour lediglich einen kurzen Besuch ab. Dieser jedoch reichte vollkommen aus, um uns von den Wassermassen begeistern zu lassen.

Kozjak Wasserfall – Schatzsuche mit Happy End

Ähnlich wie die Mostnica-Schlucht hat auch die Wanderung zum Slap Kozjak etwas Märchenhaftes. Der Wasserfall liegt versteckt in einer Schlucht, die vielmehr an eine halboffene Höhle erinnert. Sie erweckt den Anschein, als wäre hier ein Schatz begraben.

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In einem Strahl stürzt der Kozjak, ein Nebenfluss der Soča, 15 Meter in die Tiefe, wo sich das Wasser in einem dunkelgrünen Becken sammelt. Ein zauberhafter Anblick. Der Wasserfall ist zugleich das Ende einer schönen Wanderung durch ein offenes Tal mit Wiesen und Bienenvölkern und an einer hölzernen Hängebrücke über der Soča vorbei bis du schließlich dem Kozjak entlang in eine immer enger werdende Schlucht marschierst.

Deine Wanderung startest du in Kobarid, wo du die Napoleonbrücke passierst. Eine massive Steinbrücke mit einem Brückenbogen, der sich hoch über der Soča aufbaut. Napoleons Truppen sollen an dieser Stelle einst den Fluss überquert haben – daher der Name.

Abkürzen kannst du deine Wandertour, indem du mit dem Auto Richtung Drežina fährst. Nach dem Passieren der Napoleonbrücke biegst du links zum Kamp Koren ab. Dort kannst du dein Auto abstellen und die etwas verkürzte Tour starten.

Tolminer Klammen – Natur pur aus nächster Nähe

Ein absolutes Naturschauspiel sind die Tolminer Klammen, die zugleich der südlichste und niedrigste Eintritt in den Triglav-Nationalpark sind. Hier erwarten dich tiefe Schluchten mit steilen Felswänden, kristallklares Wasser, Stromschnellen sowie kleine Becken.

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Ein gut ausgebautes Wegenetz führt dich durch die 200 Meter langen, 60 Meter tiefen und fünf bis zehn Meter breiten Klammen. Insgesamt zwei Kilometer geht der Rundweg für dessen Zugang du je nach Saison fünf bis acht Euro zahlen musst. Aber keine Sorge, die Tolminer Klammen sind jeden Cent wert, denn die faszinierende Natur Sloweniens genießt du von den Aussichtspunkten aus nächster Nähe.

Neben den Sturzbächen und dem unfassbar klaren Wasser gibt es mit dem Bärenkopf und der Teufelsbrücke zwei besondere Highlights. Während es sich beim Bärenkopf um einen frei hängenden Felsen handelt, der zwischen zwei Felswänden eingeklemmt ist, thront die Teufelsbrücke 60 Meter über dem Fluss Tolminka. Kein guter Aussichtspunkt, sofern du nicht schwindelfrei bist – andernfalls jedoch ein ziemlich cooler Spot.

Weniger Abenteuer, aber trotzdem einen Besuch wert

“Klein, aber oho” trifft es ziemlich gut, müsste ich Slowenien kurz und knapp beschreiben. Bist du gerne in der Natur, gehst du gerne an deine sportlichen Grenzen oder willst du beim Wandern über mehrere Tage komplett abschalten, ist Slowenien ein wahres Paradies.

Doch nicht nur als Outdoorfan und Naturliebhaber kommst du in Slowenien voll auf deine Kosten. Die wunderschöne Altstadt von Ljubljana mit zahlreichen Bars zum Feiern, die Handball-Hochburg Celje, Maribor mit seinem malerischen Flussufer, die schwer auszusprechende Stadt Ptuj oder Piran an der Adria sind ebenfalls einen Besuch wert. Auch die Höhlenburg Predjama, die Höhlen von Škocjan oder das idyllische Otocec Ob Krki kann ich dir wärmstens ans Herz legen. Das Beste an Slowenien: Du kannst alle Destinationen innerhalb weniger Tage entdecken.

Als wir damals das Auto für zwei Wochen mieteten, ernteten wir beim Mitarbeiter der Autovermietung skeptische Blicke, weil er nicht ganz verstand, warum jemand so lange durch Slowenien fährt. Willst du aber all die Abenteuer in Slowenien mitnehmen und flexibel sein, lohnt sich dieser Zeitraum allemal. Mittlerweile würde ich sogar dazu tendieren, die Aufenthaltsdauer zu verlängern und mit einem Camper umherziehen, um noch flexibler zu sein und das Land in vollen Zügen genießen zu können.

Mein nächster Slowenien-Trip wird sicher kommen, denn auch als Nicht-Slowene und auf Grund meiner knapp gescheiterten Besteigung des Triglav-Gipfels, habe ich ein großes Verlangen danach, einmal auf dem höchsten Berg des Landes zu stehen. Dieses Vorhaben lässt sich sicherlich recht gut mit weiteren Touren in Sloweniens Natur verbinden.

Vielleicht warst du bis dahin selbst in Slowenien unterwegs und hast den ein oder anderen Geheimtipp für mich. Falls ja, dann hinterlasse gerne einen Kommentar.

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