Geheimtipps für deinen Urlaub in Bulgarien

Urlaub in Bulgarien

Gastbeitrag von Toni von Travelicia.de

Fernab von den Zielen, die bei Party-Urlaubern so beliebt sind, hat Bulgarien noch viel mehr zu bieten. Ich war zwar auch schon einmal mit meinen Freunden am Goldstrand, um zu feiern, doch da habe ich natürlich sonst nicht viel vom Land selbst gesehen. Um das nachzuholen, habe ich vor einem Jahr eine Rucksacktour gemacht, um Bulgarien noch einmal ganz für mich alleine zu entdecken. Obwohl das so nicht ganz stimmt, denn ich bin mit zwei Freunden losgezogen – die Initiative ging allerdings von mir aus. Auf welche besonderen Orte wir dabei gestoßen sind, verrate ich dir im Folgenden.

Nach unserem etwa zweistündigen Nonstop-Flug von München nach Sofia waren wir bereit für Erkundungen. Als wir in unserer sehr preiswerten Unterkunft – dem Hostel Elena (bei Booking.com buchen), das nur 15 Euro pro Nacht kostet, eingecheckt hatten, wollten wir uns erst einmal die Hauptstadt ansehen.

Entdeckungstour durch die Hauptstadt

In Sofia gibt es typisch touristische Ziele, aber auch Plätze, die sehr unterschätzt werden. Wir haben uns vorab im Internet über mögliche Unternehmungen informiert und sind so auf eine tolle Stadtführung in englischer Sprache gestoßen, die eigentlich kostenlos ist. Man kann am Ende der Führung aber einen Geldbetrag spenden und so zeigen, was sie einem wert war.

Wenn du also sparen und dabei trotzdem Insider-Einblicke bekommen möchtest, ist das die ideale Gelegenheit dazu. Super ist außerdem, dass diese Führung mehrmals täglich stattfindet und unser Guide Viki uns viele wichtige Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise den Stadtpark, die Alexander Newski Kathedrale oder das Zentrale Mineralbad Sofia, gezeigt hat. Treffpunkt war beim Justizpalast, wo wir sehr nett empfangen wurden.

Als die Tour vorüber war, ließen wir uns noch etwas über den Vitosha Boulevard und durch das Zentrum treiben. Besonders kurios fanden wir die „Knieläden“, eine Art Kiosk, bei denen Waren aus Kellerfenstern heraus verkauft werden – es lohnt sich, danach Ausschau zu halten. Den Abend ließen wir dann noch im Ljubljana Garden Restaurant bei einem Shopska Salat, einem bulgarischen Bauernsalat, ausklingen.

Bereit für Natur und Kultur

Am nächsten Tag machten wir einen Tagesausflug für rund 40 Euro zum Rila-Kloster und zu den sieben Rila-Seen, was für uns als Kultur- und Wanderliebhaber ein Muss war. Wir fuhren mit einem kleinen Shuttlebus bei der Alexander-Newski-Kathedrale los. Als erstes wurde bei den Seen gehalten und wir hatten ausreichend Freizeit, um die wunderschöne Natur vom Aussichtspunkt aus auf uns wirken zu lassen.

Das ist natürlich perfekt für Abenteurer, die gerne alles selbst entdecken möchten. Danach ging es für uns zum Kloster. Achtung: Angemessene Kleidung im und rund um das Kloster ist sehr wichtig – das Tragen von Shorts, kurzen Röcken oder Tanktops solltest du lieber vermeiden. Schließlich machten wir uns wieder auf den Weg zu unserem Hostel.

Weiterreise in den Osten

Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um unsere Reise fortzusetzen. Mit dem Bus erreichten wir in etwas mehr als eineinhalb Stunden Pasardschik, unser nächstes Ziel. Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt und sahen uns den Uhrturm und das Ethnographische Museum an, in dem man alte Werkzeuge, traditionelle Kleidung und Instrumente bestaunen kann.

Von Pasardschik reisten wir mit dem Bus noch am selben Tag nach Plowdiw – es liegt ganz in der Nähe. Untergebracht waren wir im Maritsa River Apartment (35 Euro pro Apartment), einem stilvoll und nett eingerichteten Haus. Auch hier war der Gastgeber wieder sehr freundlich und das Zentrum der Stadt war zu Fuß zu erreichen.

Da wir an Geschichte interessiert sind, ging es für uns in das Historische Museum. Die Ausstellungsstücke sind zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert einzuordnen und umfassen beispielsweise historische Dokumente und verschiedenste Waffen. Zum Abendessen waren wir im Restaurant Djump, welches ganz in der Nähe unseres Hostels lag und haben ausgezeichneten Fisch gegessen.

Der nächste Tag stand nochmals ganz im Zeichen des Sightseeings. Wir sahen uns in der in Plowdiw verbleibenden Zeit noch das beeindruckende antike Stadion an. Von dort aus machten wir einen kurzen Spaziergang zum antiken Theater. Beide Bauwerke stammen aus der römischen Zeit.

Letzte Etappen in Bulgarien

Auch hier ließen wir uns noch etwas durch die Stadt treiben, bevor wir uns auf den Weg zu unserem vorletzten Ziel, Burgas, machten. Am späten Nachmittag kamen wir dort an und checkten im Mikado Hotel ein, wo wir pro Nacht 29 Euro bezahlten. Unsere Zimmer dort waren zwar etwas teurer wie in den vorherigen Unterkünften, aber angesichts der wunderschönen und modernen Einrichtung waren sie das auch wert.

Burgas ist die viertgrößte Stadt Bulgariens. Nachdem wir ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt hatten, ging es zum Meeresgarten, worauf wir uns schon seit Beginn unserer Reise gefreut hatten. Das ist ein ausgedehntes Naherholungsgebiet, zu dem ein Strandcasino und eine Seebrücke gehören.

Die Stadt ist übrigens als Kurort bekannt und verfügt über Mineralbäder. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, im Bäderviertel Banewo baden zu gehen. Das war eine wunderbare Möglichkeit, etwas zu entspannen, bevor es am nächsten Tag weiter ging.

An unserem letzten aktiven Tag reisten wir noch nach Varna, wo wir uns ein Zimmer im Panorama Hotel für 31 Euro mit Frühstück gönnten. Das war eine ausgezeichnete Idee, denn dort gibt es ein kostenloses Shuttle-Service, mit dem wir am Ende unserer Reise zum Flughafen gefahren sind.

Wir wollten selbstverständlich auch dort etwas von der Stadt sehen. Auf dem Plan stand das Planetarium, das sogar schon Preise von der NASA erhielt. Um ehrlich zu sein, hatten wir uns davon etwas mehr versprochen, denn der Großteil des Programmes war auf Bulgarisch und die Technik etwas in die Jahre gekommen. Nichtsdestotrotz ist es wahrscheinlich ein Ort in Varna, den man einmal gesehen haben sollte.

Zu guter Letzt haben wir noch das Marinemuseum besichtigt und uns an der malerischen Umgebung des Meeresgartens erfreut. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, das Aquarium aufgrund unserer Einstellung zum Tierwohl auszulassen. Zum Abendessen gab es typisch bulgarische Küche in einem urigen Restaurant namens Chuchura.

Nach Hause ging es dann am nächsten Tag per Direktflug vom Flughafen in Varna nach Berlin. Abschließend lässt sich sagen, dass Bulgarien auf jeden Fall eine Reise wert ist, denn abseits der Partymeilen gibt es viel Flora, Fauna und Kultur zu entdecken. Wir haben diese Reise keine Sekunde lang bereut und sind reich an Eindrücken wieder zu Hause angekommen.


Über die Autorin Toni

Toni-TraveliciaHallo, ich bin Toni von travelicia.de. Seit vielen Jahren ist es mir vergönnt, ortsunabhängig zu arbeiten und als digitaler Nomade an den aufregendsten Orten der Welt zu leben. Vor einigen Jahren habe ich studiert, um später nach einer längeren Berufstätigkeit das Reisen für mich zu entdecken. Seitdem habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht.

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