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Die märchenhafte Altstadt von Tallinn: Sehenswürdigkeiten und Tipps

Mehr als drei Wochen verbrachte ich in Tallinn und ich muss mir eingestehen, dass mich die Stadt im hohen Norden sehr beeindruckt hat. Vor allem die mittelalterliche Altstadt von Tallinn ist ein wahres Schmuckstück. Daher verrate ich dir im ersten Teil meines Tallinn-Specials, was du dir im historischen Zentrum von Estlands Hauptstadt keinesfalls entgehen lassen solltest.   

„Tallinn, du musst unbedingt einmal nach Tallinn!“ Ein Satz, den ich in den vergangenen Jahren regelmäßig zu hören bekam und der mich ziemlich neugierig auf die Hauptstadt Estlands machte. Auch deshalb, weil ich mit Riga und Jurmala bereits zwei faszinierende Orte im Baltikum kennenlernen durfte. Doch Estland hatte ich bis dato noch nicht auf dem Schirm.

Grund genug, um die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt in Nordeuropa endlich auf eigene Faust zu erkunden. Daher nistete ich mich für mehr als drei Wochen in Tallinn ein, wovon ich zehn Tage direkt in der Altstadt verbrachte. Ein guter Zeitraum, um die verwinkelten Gassen, jeden einzelnen Pflasterstein und die verschiedenen Sehenswürdigkeiten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Und mit dem Frühjahr ein noch besserer Zeitpunkt, die Stadt in aller Ruhe zu entdecken. Zur Hauptzeit, so sagte man mir, kann es in Tallinn ziemlich voll werden. Vor allem, wenn die großen Kreuzfahrtschiffe anlegen und die Altstadt zur Mittagszeit aus allen Nähten platzt.

Tallinn kurz und knackig vorgestellt

Die Geschichte von Tallinn ist lang und von Besetzungen verschiedener Länder gekennzeichnet, unter anderem auch von den Deutschen. Manch ein Einheimischer ist daher der deutschen Sprache mächtig, zumal deutsch im 18. und 19. Jahrhundert die Sprache des Adels und der Gelehrten war.

Seit 1991 ist das Land, das zuletzt von der Sowjetunion besetzt war, unabhängig. Die Esten sind darauf sehr stolz, was dir unter anderem beim Schlendern über den Freiheitsplatz in der Altstadt und vielen weiteren Denkmälern bewusst wird.

Mit 430.000 Einwohnern ist Tallinn, das bis 1918 noch Reval hieß und nur 80 Kilometer von Helsinki entfernt liegt, die mit Abstand größte Stadt in Estland. Ungefähr ein Drittel der Esten lebt in der Stadt, die stark durch dänische, deutsche und russische Einflüsse geprägt wurde. Trotzdem hat sie stets ihren ganz eigenen Charme behalten.

Nicht nur, weil viele Bauwerke aus dem Mittelalter über die Jahrhunderte erhalten blieben, sondern auch, weil die Stadt überaus moderne Ecken zu bieten hat. Dies zeigt sich unter anderem an der Innenstadt mit ihren Wolkenkratzern und den alten Fabrikgeländen, die längst von Start-Ups und innovativen Unternehmen eingenommen wurden und mittlerweile bedeutende Kreativzentren sind.

Tallinn ist nicht nur alt und traditionell, sondern auch hochmodern und kreativ.

Traditionell ist auch der Beruf des Schornsteinfegers. Wenn du Glück hast, wirst du sogar einen auf einem der roten Dächer erspähen. Schornsteinfeger gelten als eines der Wahrzeichen der Stadt. Ihre Arbeit hat auch heute noch größte Bedeutung, schließlich werden viele der alten Häuser in der Altstadt noch immer mit Holz und Kohle geheizt.

Die Altstadt von Tallinn und ihre Highlights

Die Altstadt, die die Esten Vanalinn nennen, zählt seit 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe. Der Grund dafür ist, dass sie stark vom Mittelalter geprägt ist und noch immer wie eine typisch mittelalterliche Handelsstadt wirkt. Der einstige Wohnort reicher Kaufleute aus Dänemark, Deutschland und anderen Ländern verzaubert mittlerweile nicht nur durch gut erhaltene Bauwerke, sondern auch durch seine verwinkelten Gassen, urigen Cafés, noblen Kleidergeschäfte und Museen.

Auch einige Irish Pubs, Döner-Buden und asiatische Restaurants haben sich mittlerweile in den eng aneinander stehenden Häusern angesiedelt. Dem wunderschönen Gesamtbild der Altstadt, die sich in die Unterstadt innerhalb der Stadtmauer und der Oberstadt auf dem Domberg teilt, tut diese Folge der Globalisierung jedoch keinen Abbruch.

Das hat die Oberstadt zu bieten

Auf dem Domberg, estnisch Toompea, wurde im 11. Jahrhundert der Grundstein Tallinns gelegt. Daher ist das Schloss Toompea, das sich prominent auf dem Kalksteinhügel breitgemacht hat, bis heute der Regierungssitz von Estland geblieben.

Natürlich handelt es sich beim Schloss nicht um das einzige Highlight in der Oberstadt. Es gibt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu entdecken, von denen ich dir einige im folgenden Abschnitt etwas näher vorstellen möchte.

1. Der lange Hermann

Ein unübersehbarer Teil des Regierungssitzes Estlands, dem Schloss Toompea, ist der lange Hermann. Ein 46 Meter hoher Turm, der 1371 erbaut wurde und von dem aus die estnische Flagge hoch über Tallinn weht. Diese wird jeden Tag zum Sonnenaufgang, aber nicht vor sieben Uhr, gehisst. Eine Zeremonie, die mit der estnischen Nationalhymne unterlegt wird. Ihre Klänge sind selbst von der Unterstadt aus sehr gut zu hören.

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Gewiss ist das Schloss das eigentliche Highlight auf dem Domberg. Allerdings wollte ich dem Piik Hermann, der ein Teil des imposanten Komplexes auf dem Domberg ist, mehr Aufmerksamkeit widmen. Der Turm scheint nämlich doch etwas im Hintergrund zu verschwinden, obwohl er durch den anliegenden Park besonders schön in Szene gesetzt wird.

2. Die Aussichtsplattform Kohtuotsa

Da Tallinns Oberstadt auf einem Kalksteinhügel liegt, gibt es einige interessante Aussichtspunkte, die frei zugänglich sind. Einer davon ist die Plattform Kohtuotsa. Sie liegt etwas versteckt an der Straße Kohtu und bietet einen beeindruckenden Ausblick über die roten Dächer der Altstadt und die Stadtmauer bis hin zu den Wolkenkratzern der Innenstadt sowie zum Hafen und dem Stadtteil Pirita.

Sollte es dir beim Entdecken Tallinns zu kalt werden, steht in der Regel eine Glögg-Verkäuferin am Eingang der Aussichtsplattform Kohtuotsa. Glögg ist ein skandinavischer Glühwein mit Korn oder Wodka. Vielleicht nicht die schlechteste Idee dich kurz aufzuwärmen, da einige hundert Meter entfernt die Plattform Patkuli ist, die du dir ebenfalls nicht entgehen lassen solltest.

3. Die Alexander-Newski-Kathedrale

Obwohl Estland ein weniger religiöses Land ist, sticht eine Kirche, die ich zumindest erwähnt haben will, aus dem Stadtbild Tallinns heraus: die Alexander-Newski-Kathedrale. Dass die russisch-orthodoxe Kathedrale mit ihrer rot-weißen Fassade und den schwarzen Zwiebeltürmen noch immer auf dem Schlossplatz steht, grenzt fast an ein Wunder. Eigentlich sollte das einstige Symbol der Russifizierung längst abgerissen werden.

In den 1990er-Jahren bekam sie durch eine Restauration jedoch neues Leben eingehaucht, auch wenn die Kirche für einen Großteil der Tallinner eine weniger bedeutende Rolle spielt. Ein wichtiger Zeitzeuge ist die Alexander-Newski-Kathedrale dennoch und ein sehenswerter noch dazu.

Die Sehenswürdigkeiten in der Unterstadt

Es macht einfach Freude, die Oberstadt zu erkunden und hier und da mal stehen zu bleiben. Aber ganz ehrlich: das wahre Altstadtleben spielt sich in der Unterstadt ab. Nicht nur am großen Rathausplatz pulsiert das Leben, sondern auch in den kleinen, versteckten Gassen, die die überschaubare Unterstadt zu einem großen Labyrinth und einem wahren Erlebnispark machen.

Eine Sehenswürdigkeit reiht sich an die andere und die Anzahl an Museen ist kaum zu überblicken. Daher war es nicht ganz einfach, mich auf ein paar wenige Highlights der Unterstadt zu beschränken, nämlich:

1. Der riesige Rathausplatz

Am Rathausplatz führt kaum ein Weg der Altstadt von Tallinn vorbei. Im Sommer ist dieser voll mit Sitzgelegenheiten, denn dann breiten sich die Touristen auf dem riesigen Platz aus, um die Sonne zu genießen.

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Rund um den Rathausplatz gibt es verschiedene Cafés, Restaurants und Bars, die voll auf den Tourismus ausgelegt sind. Dementsprechend saftig können auch die Preise sein, weshalb es sich lohnt, diese vorher zu checken.

Mit der Ratsapotheke, die sich an einem der unteren Ecken des Rathausplatzes befindet, gibt es in Tallinn seit 1422 eine der ältesten Apotheken Europas. Sie ist frei zugänglich und noch immer in Betrieb. In einem Extraraum gibt es zudem ein paar Reliquien aus vergangenen Tagen zu bestaunen, unter anderem Medizin, verschiedene Behälter und sogar eingelegte Schlangen.

2. Die gut erhaltene Stadtmauer

Die Stadtmauer ist eine von Europas besterhaltener Befestigung aus dem Mittelalter und einer der Gründe, warum Tallinn über ein so einzigartiges Stadtbild verfügt. Mit einer Höhe von 16 Metern und einer Dicke von drei Metern hat sie schon damals den ein oder anderen Feind erfolgreich abgehalten.

Mittlerweile sind von den einst vier Kilometern der Revaler Stadtbefestigung nur noch knapp zwei Kilometer übrig. Diese sind jedoch in einem tadellosen Zustand.

Auf einem Teil der Stadtmauer am Hellemann-Turm in der Nähe des Viru-Tors kannst du von 10 bis 17 Uhr sogar spazieren gehen. Zwei Euro kostet der Eintritt auf den Turm. Ob sie es wert sind, musst du selbst entscheiden, denn wirklich spannend ist der Gang ohne atemberaubende Aussicht nicht unbedingt.

Den schönsten Blick auf die Stadtmauer hast du vom Platz der drei Türme, wo sich die Mauer am Rande eines Parks entlang zieht. Wirklich imposant kommt die mittelalterliche Mauer im Rehgarten, am Fuße des Dombergs, zur Geltung.

Die im Rehgarten stehende Reh-Statue (Metskits) soll einer Legende nach an die Namensgebung von Reval erinnern. So soll der dänische König einst ein wunderschönes Reh gefangen haben, welches jedoch die Freiheit suchte und sich von den Klippen des Dombergs stürzte. Aus dem „Reh-Fall“ wurde letztendlich Reval. Wie gesagt, eine Legende.

3. Die Festung Kiek in de Kök

Zwischen dem Freiheitsplatz und der Alexander-Newski-Kathedrale liegt der 38 Meter hohe Turm Kiek in de Kök. Der Name der einstigen Festung hat einen deutschen Ursprung und bedeutet übersetzt „Guck in die Küche“. So sollen es Soldaten einer Legende nach genossen haben, in die Küchen der Unterstadt zu schauen. Fraglich, ob die Festung nicht sogar „Kiek in de Bad“ hätte heißen müssen.

Den Turm, der 1475 erbaut wurde und der neben einem Festungsmuseum auch unterirdische Bastionsgänge beinhaltet, wollte ich mir etwas genauer anschauen. Dieses Vorhaben scheiterte leider, da an meinem letzten Tag in Tallinn die Museumstore bereits eine Stunde vor dem Ende der eigentlichen Öffnungszeiten geschlossen waren. Daher ist es nur eine vage Vermutung von mir, dass das Museum und vor allem die Bastionsgänge des Kiek in de Kök absolut besuchenswert sind.

4. Das Viru-Tor als Eingang zur Altstadt

Zwar ist das Viru-Tor lediglich ein Überbleibsel von einem einst viel größeren Pfortensystem aus dem 14. Jahrhundert, jedoch stellen die beiden Türme mit den spitzen, roten Dächern einen überaus schönen Eingang in die märchenhafte Altstadt dar. Das Viru-Tor, das übersetzt „Lehmpforte“ bedeutet, trennt die Innenstadt von der Altstadt.

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Vor dem Viru-Tor, das neben der „Großen Strandpforte“ das zweite Stadttor ist, reihen sich zahlreiche Blumenverkäufer aneinander. Oberhalb von ihnen befindet sich ein kleiner Park, vom dem du einen sehr guten (und stressfreien) Blick auf die Lehmpforte hast.

Nach meiner Ankunft in Tallinn am späten Abend war das Viru-Tor das erste Highlight, das ich von Estlands Hauptstadt zu sehen bekam. Als ich das Tor passierte, fühlte ich mich tatsächlich angekommen.

5. Der kleine Markt Viru turg

Am Rande der Altstadt gegenüber des Rotermann-Viertels befindet sich direkt an der Hauptstraße ein kleiner Markt, der Viru turg. Er ist relativ überschaubar und eher mit einer kleinen Outdoor-Version des Bahnhofsmarkts Balti Jaama Turg vergleichbar, aber durchaus einen kurzen Abstecher wert.

Hier findest du vor allem traditionelle Kleidung und Stickwaren. Bereist du Estland im Winter, dann gibt es auf dem Viru turg die ideale Kleidung, um dich vor der Kälte zu schützen, wie zum Beispiel Schals, Pullover, Handschuhe und Mützen.

6. Die St. Katharinenpassage

Nicht ganz einfach zu finden ist die St. Katharinenpassage. Eine kleine Gasse, die malerisch und zauberhaft zugleich ist. Ein schmaler Weg aus Kopfsteinpflaster führt an Häusern aus dem 15. und 17. Jahrhundert vorbei. Einzelne Querstreben über der Gasse dienen dazu, die alten Häuser zusätzlich zu stützen.

In der St. Katharinenpassage haben sich vornehmlich kleine Läden von Handwerkern breit gemacht, die ihre Kunstwerke aus Keramik, Glas oder Seide ausstellen. Diese sind frei zugänglich, sodass du den Handwerkern tagsüber bei der Arbeit zuschauen kannst.

Die Katariina käik ist ein wahrhaftig schöner Fleck in der Altstadt von Tallinn, den du auch nach Einbruch der Dunkelheit durchstreifen solltest. Denn dann kommt zu der malerischen und zauberhaften Stimmung auch noch eine gewisse Romantik dazu.

Noch ein paar Tallinn-Tipps zum Abschluss

Die historische Altstadt von Tallinn hat eine Menge zu bieten. Daher habe ich mich im oberen Teil auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Ober- und Unterstadt beschränkt. Alles andere hätte den Rahmen dieses Blogbeitrages gesprengt.

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Abschließend habe ich noch ein paar hilfreiche Tipps für dich, mit denen du deinen Tallinn-Trip ganz sicher in vollen Zügen genießen kannst.

1. Nimm dir Zeit für deinen Altstadt-Rundgang

Es ist kein Problem alle Sehenswürdigkeiten von Tallinns Altstadt an einem Tag zu entdecken, aber hetzen solltest du deswegen nicht. Nimm dir genügend Zeit und lass dich einfach treiben, schließlich hat die Altstadt viele Highlights zu bieten. Einige davon werden erst gar nicht in den gängigen Reiseführern aufgelistet.

2. Meide die Stoßzeiten der Kreuzfahrt-Touristen

Die Altstadt ist bei Kreuzfahrten in der Hauptsaison ein beliebter Anlaufpunkt. Reise daher in der Nebensaison oder verschiebe deine Altstadttour bei großem Andrang auf die Morgen- oder Abendstunden. Denn dann sind alle Schifffahrtsjunkies entweder noch nicht in der Stadt oder bereits wieder verschwunden.

3. Entdecke die Altstadt von Tallinn zu Fuß

Verkehr gibt es in der Ober- und Unterstadt nur sehr wenig. Zwar gibt es Pferdekutschen und eine Bimmelbahn, die sich den Weg über das Kopfsteinpflaster bahnen, allerdings ist eine Entdeckungstour zu Fuß immer noch am besten.

Einziges Manko: Das Kopfsteinpflaster sorgt für gewisse Unebenheiten, weshalb eine Tour zu Fuß durch Tallinns Altstadt auch mal etwas holpriger sein kann.

4. Bargeld brauchst du kaum

Estland gilt als das digitalste Land Europas. Dementsprechend kannst du hier nahezu alles mit Karte oder dem Smartphone bezahlen. Ein paar wenige Euro solltest du dennoch zur Hand haben, da einige Sehenswürdigkeiten bar bezahlt werden müssen.

5. Alkohol auf offener Straße ist verboten

Da die Altstadt von Tallinn auch eine Party-Hochburg ist und nicht nur Finnen gerne herkommen, um sich günstig zu betrinken, sondern auch Junggesellenabschiede stattfinden, sind Trunkenbolde mit Schnaps- und Bierflaschen in den Händen keine Seltenheit. Nachmachen musst du es deswegen nicht, da ich mir gut vorstellen kann, dass manch ein Este genervt vom Sauftourismus ist.

6. Tallinns Altstadt ist eine Party-Hochburg

Wie im letzten Punkt angedeutet bietet sich die Altstadt in den Abendstunden an, um ordentlich die Sau rauszulassen. Vor allem in der Unterstadt reihen sich internationale Pubs aneinander. Einige Restaurants und Cafés mutieren nach Einbruch der Dunkelheit sogar zu kleinen Bars.

Falls du die Nacht zum Tag machen willst, wirst du dies gewiss in Clubs wie dem Club Hollywood am Kino Soprus machen können. Keine Sorge, du wirst in Tallinns Altstadt definitiv auf deine Kosten kommen.

7. Essen im Restaurant „Dritter Drache“

Die Preise in der Ober- und Unterstadt sind teilweise ziemlich deftig. Deftig ist auch das Essen im III. Draakon, einem günstigen Restaurant im Mittelalter-Style direkt am Rathausplatz.

Besonders beliebt ist die kräftige Elchsuppe. Aber auch sonst gibt es weitere leckere Speisen und Getränke zwischen einem und drei Euro. Das ist für die Altstadt extrem preiswert, auch wenn stets ein Euro für die ruppigen Landladies draufgeschlagen wird.

8. Wäsche waschen zum kleinen Preis

Bleibst du länger in Tallinn, wirst du irgendwann dazu gezwungen, deine Wäsche zu waschen. Die Wäscherei OÜ Puhas Pesu liegt zwar etwas außerhalb der Altstadt, ist aber günstig, schnell und gut. Nur Trinkgeld solltest du hier nicht geben, da es alles andere als erwünscht ist.

9. Fußball schauen in Tallinn

Ja, ich bin verrückt nach Sport und will im Ausland auf wichtige Live-Übertragungen nur ungern verzichten. Vielleicht geht es dir genauso und du kennst die lästige Suche nach einer geeigneten Location, um dir das Spiel deines Lieblingsvereins anzuschauen. Falls ja, dann ist die Bar Arena 14 in der Nähe des Viru-Tors der ideale Anlaufpunkt für dich. Dort werden so ziemlich alle relevanten Events übertragen.

Wann geht´s für dich nach Tallinn?

Von Deutschland aus dauert die Anreise mit dem Flugzeug lediglich zwei Stunden. Um in die Stadt zu kommen steigst du am Flughafen einfach in die Tram #4 ein und zahlst zwei Euro direkt beim Fahrer. Nur einen Euro zahlst du, wenn du dir vorab ein Ticket am Automaten ziehst.

Binnen 20 Minuten kommst du in der Altstadt an. Du brauchst also nicht einmal zweieinhalb Stunden reine Fahr- und Flugzeit, um in diese märchenhafte Stadt zu gelangen. Klingt doch gar nicht so schlecht, oder?

Falls dir Tallinn nicht gefallen sollte, kannst du mit dem Bus in viereinhalb Stunden nach Riga oder mit der Fähre in gut zwei Stunden nach Helsinki flüchten. Ausweichmöglichkeiten, die du wohl kaum wahrnehmen wirst, denn dafür ist Tallinn einfach viel zu bezaubernd.

Werfe am besten gleich einen Blick auf den zweiten Teil meines Tallinn-Specials, wo ich dir 14 tolle Highlights fernab der Altstadt aufgelistet habe.

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