Kulturtrip zum Angkor Wat nach Kambodscha

Der Sommer am Strand war für Urte und mich nach knapp anderthalb Monaten erst einmal Geschichte, denn nach einem kurzen Aufenthalt in Bangkok sollte es auch schon gleich weiter nach Kambodscha gehen, genauer gesagt nach Siem Reap, wo wir als typische Touristen die wunderschöne Tempelanlage von Angkor begutachten wollten.

Angkor Wat bei Siem Reap

Die Busfahrt dorthin war alles andere als angenehm, was vor allem an den schlechten Straßenverhältnissen lag, sofern man überhaupt von Straßen sprechen konnte. Zudem war es im Bus äußerst eng und leider auch erdrückend heiß. Sehr lustig sind die Tankstellen an den Straßen. An Stelle von Zapfsäulen gibt es in Kambodscha alte Cola- und Fantaflaschen, die mit Benzin gefüllt sind. Dementsprechend lange dauert auch ein Tankaufenthalt.

Nach ungefähr zehn Stunden konnten wir aber dennoch in unser Hostel einchecken und entspannen. Am Tag darauf stand Kultur an der Tagesordnung, denn ein Besuch von Angkor Wat, dem größten Tempelkomplex der Welt war geplant.

Drehort von Tomb Raider

Urte und ich kauften uns auch gleich einen 2-Tages-Pass und buchten uns unseren ganz persönlichen TukTuk-Fahrer, schließlich gibt es in Angkor mehr als 1.000 Tempel und Heiligtümer zu bestaunen. Natürlich konnte man die gesamte Tour auch mit dem Fahrrad machen, allerdings war uns das dann doch etwas zu anstrengend. Außerdem waren wir im „Urlaub“.

Die gesamte Anlage war wirklich beeindruckend und zugleich faszinierend. Vor allem der Tempel Ta Prohm ist nahezu beängstigend, da hier riesengroße Bäume einzelne Tempel überwuchern, sodass die Gewalt der Natur zum Vorschein kommt. In den 1990ern war diese Anlage zugleich der Schauplatz des Actionfilms Tomb Raider mit Angelina Jolie in der Hauptrolle.

Wunderschön und das wohl bekannste Postkartenmotiv Kambodschas ist sicherlich der Tempel Angkor Wat selbst, dem größten religiösen Bauwerk weltweit. Hier scharen sich auch die meisten Touristen umher, da diese Anlage zu Beginn von Angkor zu finden ist.

Die beiden Tage in Angkor waren wirklich wunderschön und lehrreich. Schade ist nur, dass die Tempelstadt mehr und mehr für Touristen zugänglich gemacht wird und die Stadt Siem Reap langsam aber sicher zur Touristenhochburg wird, was man daran erkennt, dass viele prächtige Luxushotels am Eingang der Stadt gebaut wurden.

Abschiedstournee Südthailand: Ko Phi Phi und Ko Lanta

Die Zeit vergeht wie im Flug, aber zum Glueck stehen uns noch fast 2 Wochen zur Verfuegung, die wir so gut es geht geniessen werden. Angepeilt sind neben einer Tour nach Kambodscha auch ein abschliessendes Relaxen auf der Insel Ko Samet.

Aussichtspunkt auf Ko Phi Phi

Die letzten Tage auf Ko Phi Phi waren wie auch die Tage zuvor traumhaft schoen, sofern das Wetter mitspielte und das tat es gluecklicherweise auch. Waehrend Daniel im Tauchshop lernte wie man unter Wasser Bier trinkt, war Urte weiterhin damit beschaeftigt, fuer die letzten schriftlichen Tests zu ihrem Dive-Master zu bueffeln. Selbstverstaendlich wurden auch diese ohne Probleme gemeistert, auch wenn die Inhalte alles andere als leicht waren.

Obwohl der Dive-Master noch nicht endgueltig in der Tasche war, durfte Urte zum Abschluss auf Liveaboard-Tour. Darunter versteht man eine Tauchtour, die ueber 2 Tage geht, 7 Tauchgaenge und eine Uebernachtung auf dem besten Boot Phi Phi’s, der Excalibur, beinhaltet. Netterweise machte Kim, der schwedische Manager des Moskito-Shops, Daniel ein absolutes Top-Angebot fuer die Tour, dass er unmoeglich ausschlagen konnte. Tausend Dank nochmal.

Die ersten vier Tauchgaenge der Liveaboard-Tour fanden alle an den gaengigen Tauchspots in der Naehe von Ko Phi Phi statt, wov on der letzte Durchgang des Tages ein Nightdive war, sozusagen Tauchen im dunkeln, nur mit einer Taschenlampe bewaffnet. Anschliessend gab es noch Abendbrot und Ian und Daniel setzten sich durch, dass als Film „Rambo 4“ angeschaut wurde. Sie waren auch die einzigen beiden von sieben Tauchern, die den Film bis zum Ende sahen. Der Rest bevorzugte lieber das Bett.

Am kommenden Morgen ging es fuer die Tauchcrew mit dem Boot in Richtung Phuket, wo in der Mitte zwischen Phi Phi und Phuket die vielleicht schoensten Spots der Umgebung zu finden waren. Der erste davon war ein Wrack namens „King Cruiser„, das im Jahre 1997 scheinbar ganz zufaellig und ohne Hintergrund hinsichlich einer erheblichen Versicherungssumme gesunken war. Tote und Schwerverletzte gab es bei dem ‚Unglueck‘ nicht, allerdings sitzt der Kapitaen noch heute hinter Gittern.

Der Tauchgang am Wrack selbst war jedoch atemberaubend. Obwohl wir bei stroemendem Regen, einem netten Wellengang und jeder Menge Blitze ueber unseren Koepfen ins Wasser stiegen, war die Sicht unter Wasser anscheinend die beste seit langem. Urte und die Rest der Crew sahen die wohl groesste Seeschlange ihres Lebens, waehrend Daniel immernoch mehr auf sein Equipment achtet, als auf die Unterwasserwelt. 😉

Aufgaben eines Dive-Masters

Die beiden letzten Tauchgaenge unseres Urlaubs waren am so genannten „Shark Point“ sowie „Anemonee Reef“ und versprachen eine bunte Korallenwelt, in der auch ein zwei Meter langer Leopardshard gesichtet wurde. Zum Thema Walhai gibt es nichts neues. Er scheint uns nicht zu moegen.

Nach der Liveaboard-Tour und Urte’s letztem Praxistest stand nur noch der Schnorcheltest bevor, was vergleichbar ist mit dem Trichtersaufen an saemtlichen Musikfestivals, allerdings ist hier nicht nur Bier der Inhalt, sondern zusaetzlich noch eine Flasche des ekelhaften Mekong-Whiskeys.

Das Gemisch aus Bier und Whiskey wurde Urte, die zusaetzlich mit einer daemlichen Schweinsmaske auf dem Kopf bewaffnet war, von ihrem Instructor Walter eingefloesst. Allerdings nicht in einem Zug, da es Komplikationen gab, auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll.

Alle Mitarbeiter der Tauchschule, Daniel und einige Zuschauer, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten, hatten eine Menge Spass. Bis zum Ende des Tages musste Urte ihre Maske auflassen, schliesslich sollte sie sich in der ein oder anderen Bar noch zum Affen machen. Ihr Tauchlehrer Walter musste mindestens genauso leiden, da er dank Urte durchgehend mindestens ein Getraenk vor sich stehen hatte.

Nach zwei Barbesichtigungen neigte sich der Abend zu Ende, da der ein oder andere nicht mehr ganz so gut aus der Waesche schaute. Das Projekt Dive-Master war also endgueltig abgeschlossen, was zwei Tage spaeter auch den Abschied von einer Menge liebgewonnener Freunde und Bekannte bedeutete.

Kurzbesuch auf Ko LantaBye-bye Phi Phi, hello Ko Lanta. Wir kehrten Phi Phi den Ruecken und fuhren mit Boot, Bus und auf der Ladeflaeche eines Jeeps zur ruhigen und verdeutschten Insel Ko Lanta, wo wir auch gleich einen sehr schoenen Bungalow fanden. Auch die Buchten waren sehr sehenswert, sofern der Strand zur Bungalow-Anlage gehoerte. Sonst sah man eine Menge Muell herumliegen und die Bedienungen unseres Resorts waren nicht sehr nett. Irgendwie komisch.

Am zweiten Tag liehen wir uns ein Motorbike aus und kaempften uns durch die sandig steinigen Strassen Ko Lanta’s, um einen Wasserfall zu betrachten sowie das Wahrzeichen der Insel, den National Marine Park. Nachdem wir beides unter die Lupe genommen hatten und wir der Meinung waren, dass wir das Beste gesehen hatten, beschlossen wir am naechsten Morgen nach Bangkok zu fahren.

Jaja, jetzt sitzen wir in Bangkok und freuen uns auf die morgige Tour nach Kambodscha. Juhuuu.

Viele Gruesse an alle, Urte und Daniel.

Das paradiesische Bamboo Island und ein Tornado

In einem der vergangenen Blogeintraege haben wir euch von der Trauminsel Bamboo Island vorgeschwaermt, allerdings hat der Computer damals saemtliche Bilddateien zerstoert. Deswegen haben wir einen zweiten Versuch ins wahre Paradies gewagt, um euch mit hoffentlich wunderschoenen Fotos zu fuettern.

Schiffbruch bei Bamboo Island

Mit drei Spaniern, zwei Englaendern und einer Vietnamesin, die entweder Mitarbeiter der Moskito-Tauchschule waren oder wir eben von dort kannten, ging es per Longtailboat bei bewoelktem Himmel in Richtung Bamboo Island. Als wir ankamen waren zum Glueck alle Wolken verschwunden und unsere Fototour rund um die Insel konnte beginnen, waehrend der Rest am Strand lag oder schnorchelte.

Als wir nach ueber 1,5 Stunden die Insel umrundet hatten, wobei uebrigens niemand sonst die Strapazen auf sich nehmen wollte, schalteten wir unsere Koerper auf Schongang, legten uns zum Rest und machten einfach nichts, ausser uns ab und zu mit Sonnencreme einzuschmieren. Nebenbei schoeffelten einige Thais Schlamm und Wasser aus einem Longtailboat, das kurz zuvor untergegangen war, da es parallel zu einer Welle stand und wohl etwas viel Wasser geschluckt hatte. Ans Helfen hatte natuerlich keiner gedacht. Das ist wohl die europaeische Mentalitaet.

Tauchkarte Ko Phi PhiIn Sachen Tauchen laesst Urte’s Bekanntschaft mit einem Walhai weiterhin auf sich warten. Dafuer lernte sie den Anblick eines Tornados kennen, der waehrend der Pause zweier Tauchgaenge circa 200m vom Boot entfernt sein Unwesen trieb. Gluecklicherweise hielt er diese Distanz auch, sodass er keinem etwas zu Leide tun konnte.

Als Urte Daniel vom Tornado berichtete, war er anfangs doch etwas skeptisch, vor allem was die Groesse des Wirbelwindes betraf. Sowas gibt es doch sonst nur im Fernsehen. Nachdem auch er wenig spaeter das Video der Tauchschule betrachtete, waren jedoch alle Zweifel beseitigt.

Sonst laeuft bei Urte’s Tauchdingsbums alles bestens. Aufgaben wie die Fuehrung kleiner Gruppen, das Vorstellen der geplanten Tauchgaenge sowie das Zeichnen von Landkarten unter Wasser werden so langsam zur Routine. Der Abschluss des Kurses ist also nicht mehr lange hin und die leider immer naeher kommende Abschlusstour nach Kambodscha kann bald angestrebt werden.

Skandinavien, Ko Phi Phi und Maya Bay

Ja, wir haben uns mal wieder etwas Zeit gelassen mit dem Blogeintrag. Sorry, aber wir sind schliesslich im Urlaub. 😉

Tauchschüler von Moskito Diving

Der im letzten Blogeintrag erwaehnte Geburtstag unseres schwedischen Freundes Niclas konnte gluecklicherweise stattfinden, auch wenn er nach einer selbstdiagnostizierten Lebensmittelvergiftung noch nicht hundertprozentig fit war.

Wie jeden Abend trafen wir uns mit dem skandinavischen Paerchen zum Abendessen. Diesmal bei Unni’s, einem schwedischen Restaurant, in dem die Bedienungen nach dem Essen und nach vorheriger Absprache ein Staendchen fuer das Geburtstagskind sangen.

Ach ja, unsere Gruppe wurde von diesem Tag an durch Anders verstaerkt, der Niclas‘ bester Freund ist und wegen dessen Geburtstag extra mal eine Woche Urlaub in Thailand macht. Am Strand wurde er auch gleich mal in unser Lieblingsspiel „Ring of Fire“ eingefuehrt, bei dem man ab und an mal ein Schlueckchen Alkohol zu sich nehmen muss.

Nach ein paar Runden wechselten wir den Spielort und gingen in die Reggae Bar, einer mehrstoeckigen Kneipe, in der sich zur spaeten Stunde Touristen freiwillig die Koepfe einschlagen koennen. Beide Kaempfer bekommen anschliessend zwei Buckets, also kleine Eimerchen mit jeder Menge Alkohol als Inhalt.

Die in drei Stockwerke aufgeteilte Bar, in der Urte waehrend ihrer Weltreise arbeitete, laedt unter anderem auch zum Tanzen, Billard spielen, zu Ladyboyshows oder einfach nur zum Bier- bzw. Buckettrinken ein. Tja, irgendwie kam es im Laufe des Abends dazu, dass ploetzlich Anders und Daniel in voller ThaiBox-Montur im Ring standen. Fuer Schutz an Kopf und Schienbeinen war ausreichend gesorgt, allerdings wurden wichtige Stellen wie die Zaehne und noch eine andere ganz ganz wichtige Stelle nicht geschuetzt.

Der Kampf im Thai-Boxing ging ueber 3 Runden a 90 Sekunden und war ueberaus fair und sportlich, auch wenn beide je einmal auf dem Boden zu finden waren. Man weiss jedoch nicht, ob dies an den Schlaegen und Tritten des Gegners war oder vielleicht an der Verbindung ‚Alkohol mit Sport‘.

Nach dem Kampf konnten dann auch die beiden Buckets, bestehend aus einem Mix von Cola und Thaiwhiskey, in Empfang genommen werden. Getrunken wurde sie allerdings nicht mehr, da an zu diesem Zeitpunkt keiner mehr wirklich Lust hatte, noch laenger zu feiern. Aus dem angekuendigten Feiermarathon wurde also nur ein Halbmarathon, der aber alles andere als langweilig war.

Urte ist weiterhin mit ihrem DiveMaster-Kurs beschaeftigt, von dem sie mittlerweile gute 60 Prozent mit Bravour meisterte. Zudem hofft sie bei ihren taeglichen Tauchgaengen darauf, endlich einen Walhai zu sehen, der in letzter Zeit desoefteren rund um Ko Phi Phi gesichtet wurde und eine Laenge von guten 8 Metern misst. Ein paar Tauchgaenge hat sie noch vor sich, also stehen die Chancen gar nicht so schlecht, das Riesending zu sichten.

Cliff-Diving in Thailand

Daniel hingegen schloss sich erneut den Skandinaviern an, um mit ihnen eine weitere Longtailboat-Tour rund um Ko Phi Phi zu machen. Zwar wurden auch bereits bekannte Ziele wie Monkey Bay oder Maya Bay angestrebt, allerdings auch noch unbekannte Orte wie Long Beach, einem weiteren Strand auf unserer Heiminsel Phi Phi Don, von der man einen wunderschoenen Blick auf die unbewohnte Insel Phi Phi Ley hat.

Ausserdem war das Highlight dieses Tages Cliff-Jumping, wo Niclas, Anders und Daniel von einem ca. 10 Meter hohen Felsen sprangen, was im Gegensatz zum Aufstieg an den Felsen kaum gefaehrlich ist. Gluecklicherweise blieben alle unverletzt, auch wenn so manch eine Aktion des ein oder anderen alles andere als elegant aussah.

Die weiteren Abende trafen wir uns wie gewohnt zum Abendessen mit den Nordlichtern, spielten unser Spiel und trauerten auch ein wenig, als sie uns am Montag wieder verliessen, da sich ihr Urlaub dem Ende neigte.

Tauchen auf Ko Phi Phi

Nach unserem Sonntagsausflug und Inselhopping begann nun auch fuer Daniel das Abenteuer Tauchen auf Ko Phi Phi, der sich von Urte’s Fieber anstecken liess. Waehrend Urte sich auf hoechstem Tauchniveau begibt und zur wahren Expertin ausgebildet wird, heisst es fuer Daniel erst einmal die Basics anhand eines Open Water-Kurses zu erlernen.

Tauchboot von Moskito DivingFuer die jeweiligen, die keinen Vergleich zwischen den beiden Kursstufen erkennen, koennte man anhand des Beispiels „Strassenverkehr“ sagen, dass Urte sich zum Fahrschullehrer entwickelt und Daniel sich mit dem Fahrradfuehrerschein der vierten Klasse begnuegt.

Einen Tauchschein zu absolvieren besteht nicht nur aus tauchen, tauchen und nochmals tauchen, sondern vor allem aus jeder Menge Theorie, schliesslich ist man erst breventiert, wenn man eine abschliessende Pruefung zum Kurs erfolgreich gemeistert hat.

Die wirklich wichtigen Dinge, um auch wieder an Land zu kommen, erlernt man dennoch nur in der Praxis. Deshalb ging es fuer die Anfaengergruppe, bestehend aus einem Englaender, einem Sri Lanker (Sri Lankaner, Mann aus Sri Lanka,…) und Daniel, am Montag an den Strand, um im flachen Wasser bei Null zu starten und das erste Mal unter Wasser zu atmen. Dies passierte alles unter den Augen des Lehrers und seiner strengen Assistenten, deren Namen hier keiner aussprechen kann, naemlich Urte.

Nach einer Stunde sassen die Grundfertigkeiten und die Beginner hatten daraufhin die Erlaubnis bekommen, am naechsten Tag aufs Boot zu gehen, was gleichzeitig bedeutet, ein paar Meter tiefer zu gehen, naemlich bis zu 18m.

Urte’s Dienstag bestand hingegen daraus, sich neues Wissen fuer ihre acht bevorstehenden Theorie-Tests anzueignen sowie einzelne Skills im Privattraining mit dem hollaendischen Instructor Walter zu erlernen und zu verbessern. Tja, wie ihr seht ist unser Trip kein Zuckerschlecken, sondern teilweise auch harte und weniger schoene Arbeit.

Weg von der Arbeit, hin zu Daniel, der in der Zwischenzeit seinen ersten grossen Tauchgang genoss und voellig von den Socken war, als er neben zwei Octopussen auch die Bekanntschaft mit zwei Leopardsharks machen durfte, die allerdings niemandem was zu Leide tun.

Unterwasserwelt von Ko Phi PhiAlles in allem ist die Unterwasserwelt wirklich traumhaft schoen, was auch Daniel’s zweiter Tauchgang an diesem Tag bestaetigte, bei dem er die Farbenvielfalt der Korallenriffe kennenlernte. Einfach nur wunderschoen.

Am Tag darauf (wer mitgezaehlt hat, der weiss, dass dies der Mittwoch war) kam Urte mit aufs Boot und assistierte dem thailaendischen Tauchlehrer namens Champ bei den beiden Tauchgaengen des Open Water-Kurses, also Daniel’s Gruppe. Neben einer Schildkroete gab es an diesem Tag nicht ganz so viel zu sehen wie zuvor, aber alleine das Atmen unter Wasser ist schon eine tolle Erfahrung.

Mit dem Ende der heutigen beiden Tauchgaenge war fuer Daniel Schluss mit der Praxis und fuer ihn war nun nur noch lernen angesagt, was er auch erfolgreich tat, da er am Samstag endlich sein Open Water-Zertifikat in den Haenden halten durfte. Zum einen froh ueber den ersten Tauchschein, zum anderen auch ein ein bisschen traurig, weil der Kurs so schnell zu Ende war. Ein bis zwei AdventureDives sollten aber noch drin sein oder vielleicht doch noch einen weiteren kompletten Kurs machen? Hmmmm.

Das Lehrbuch der Anfaenger ist uebrigens sehr witzig, da dort teilweise ziemlicher Mist steht, zum Beispiel: „Fakt ist, dass Taucher mehr Spass am Leben haben als Durchschnittsmenschen!“ Ja, nehmen wir mal so hin. Dann hat Daniel jetzt also mehr Spass als vorher. Auch nicht schlecht.

Fuer Urte ist ein Ende ihres Kurses noch lange nicht in Sichtweite. Neben schoenen Tauchgaengen durfte sie sich zudem mit einer kleinen Englaenderin beschaeftigen, die ziemliche Schwierigkeiten mit ihrem Druckausgleich hatte. Urte war anfangs sozusagen der „Arsch fuer alles“.

Purzelbaum unter WasserEin paar Tage spaeter wurde ihr jedoch das Vertrauen geschenkt, eine eigene Gruppe alleine leiten zu duerfen, was auch auf Anhieb klappte, obwohl ein- bis zweimal vielleicht ein bisschen die Orientierung fehlte. Von den acht Pruefungen hat sie mittlerweile auch die Haelfte gemeistert.

Wie ihr lesen koennt, geht es uns weiterhin bestens. Die letzten Abende wurden meist mit den skandinavischen Freunden Niclas und Linda verbracht. Der Schwede Niclas hat am 21.07. Geburtstag und einen Feiermarathon angekuendigt. Doof nur, dass er zur Zeit noch krank im Bett liegt. Falls er fit wird, dann wird die Feierei mit Sicherheit unser naechster Blogeintrag.

Ach ja, wegen dem Wetter muesst ihr uns zur Zeit nicht unbedingt beneiden. Die letzten vier Tage hat es ziemlich viel gerregnet.

Gruss vom anderen Ende der Welt,
Urte und Daniel.

Ko Phi Phi und Umgebung

Hallihallo, leider haben wir uns jetzt schon laenger nicht mehr gemeldet, da wir uns mittlerweile beide auf der wunderschoenen Insel Ko Phi Phi befinden und man dort ab und an dazu neigt, ein bisschen traege zu werden, zumindest was die Fortfuehrung unseres Blogs betrifft.

Trauminsel Bamboo Island

Da Urte fleissig am Lernen fuer ihren „Dive-Master“-Tauchschein war und Daniel als Ko Phi Phi-Neuling keinen blassen Schimmer von der Schoenheit der Umgebung hatte, beschlossen wir, am Sonntag einen Longtailboat-Trip mit folgenden Stationen zu machen:

  • Schnorcheln bei Phi Phi Lei (Viking Cave)
  • Maya Bay (Schauplatz von „The Beach“)
  • Bamboo Island
  • Schnorcheln am Shark Point
  • Monkey Bay (Affen gaffen)

Leider ist Maya Bay, also der Ort, an dem Leonardo di Caprio sein Unwesen trieb, mittlerweile zur absoluten Touristenhochburg geworden, was die traumhafte Bucht langsam in einen Sammelplatz fuer Cola-Dosen verwandelt.

Positiv ueberrascht waren wir dagegen von der Insel Bamboo Island. Hier gab es sehr wenige Touristen, lange und weisse Traumstraende und als i-Tuepfelchen die wunderschoenen verschiedenen Blautoene des Meeres. Dies war das wahre Paradies und erinnerte stark an die bekannten Postermotive der Malediven.

Maya Beach bei Ko Phi PhiNach zwei Stunden Aufenthalt sollte es zur zweiten Schnorcheletappe zum so genannten „Shark Point“ gehen. Da alle Mitfahrer des Longtailbootes, bestehend aus zwei Ungarn, zwei Skandinaviern und uns, ueberhaupt keine Lust dazu hatten, erneut ins Wasser zu springen, fuhr uns unser thailaendischer Fahrer direkt zur Monkey Bay.

Dies war ein kleiner Strand, an den es nur von Affen wimmelte, die alles andere als nett und friedlich waren. Naeherte man sich ihnen zu sehr, so kamen die aggressiven Kuscheltiere auf einen zugerannt und versuchten einem die Beine zu zerkratzen. Wirklich sehr niedlich diese kleinen Bestien.

Insgesamt war unsere 1-Tages-Tour eine sehr gelungene Sache. Darueber hinaus freundeten wir uns mit dem skandinavischen Paar (er Schwede, sie Norwegerin) an und lernten nach einem gemeinsamen Abendessen auch gleich ein neues Trinkspiel namens „Ring of Fire“ kennen, das seine Wirkung nicht verfehlte 😉

————–

Eigentlich wollten wir Euch die schoensten Bilder von Ko Phi Phi und Umgebung zeigen, allerdings ist mein sch… Computer abgestuerzt und hat die schoensten bzw. alle Bilder dieser Insel zerstoert.

Inselhopping: Mein alleiniger Kurztrip

Nach fast zwei schlaflosen Naechten, die im Bus verbracht wurden, inklusive einem Zwischenstop in Bangkok, wo wir illegal am Pool eines Hotels lagen, sind wir endlich in Krabi angekommen. Das Inselhopping konnte also beginnen, leider ohne Urte, da sie ohne Umwege in ihre zweite Heimat nach Ko Phi Phi wollte. Im Voraus hatten wir bereits abgemacht, dass ich ein paar Tage alleine losziehen werde, da Urte meine angestrebten Orte schon kannte und sie sowieso nur noch an ihre Lieblingsinsel dachte.

Ao Nang im Süden ThailandsMeine erste Station hiess Ao Nang, die ich via Kleinbus anpeilte. Da ich die langen Reisen mit dem Bus satt hatte, nahm ich das erstbeste Zimmer und ging ohne Umwege direkt zum Meer. Ein wirklich wunderschoener Strand, inmitten zweier Kalksteinfelsen. Weniger schoen war nur, dass direkt hinter mir der ein oder andere Busch bzw. Baum gefaellt wurde.

Ziemlich haesslich war die gesamte Stadt, da an jeder Ecke ein neues Resort errichtet wurde. Die Urlauber dort waren zudem ausschliesslich Pauschaltouristen, die entweder aus Familien oder ledigen Maenner auf der Suche nach Sex bestanden. Das Abendprogramm war zudem sehr lau, weshalb ich mich dazu entschloss endlich mal wieder richtig lange auszuschlafen.

Den folgenden Tag verbrachte ich fast komplett am Strand, wo ich mit zwei Stuttgarterinnen, die ich bereits aus Krabi kannte und einem Spanier Volleyball oder auch Fussball spielte. Spanien, Deutschland, Fussball, 2008 – war da nicht mal was? Hmmm, glaube nicht.

Abends wollten wir uns nochmal auf ein Glas Zitronenlimonade treffen, allerdings befand sich unser Treffpunkt direkt in der roten Meile. Zweimal wagte ich mich durch die Strasse und wurde desoefteren von thailaendischen Frauen gefragt, ob ich gerne PingPong moechte, und damit war nicht die Sportart gemeint. Als Mann alleine in touristischen Vierteln ist wirklich nervig. Erstens diese staendige Fragerei, ob man PingPong haben moechte und zweitens die nervigen Anzugverkaeufer, die nicht akzeptieren wollen, dass man nichts kaufen moechte. Ach ja, aus dem Treffen mit den anderen drei wurde nichts mehr.

Am Strand von Railay BeachTag 3 ohne Urte begann mit einer Longtailbootsfahrt nach Railay Beach, einem der laut meinem Reisefuehrer schoensten Straende Thailands. Bei der Ankunft bestaetigte sich diese Aussage, allerdings gab es hier direkt am Strand die pompoesesten Bungalow-Anlagen ueberhaupt. Ein einfacher Bungalow fuer unter zehn Euro war hier nicht zu finden, also ging es auf die andere Seite zum Railay Beach East. Dieser Strand war das krasse Gegenstueck zum Weststrand. Ueberall standen Unimogs sowie Traktoren, die Bauschutt durch die Gegend fuhren.

Auch hier wollte ich schnellstens weg und machte mich deshalb auf den Weg zum dritten und letzten Strand dieser Insel, Ao Tonsai. Der Weg dorthin war die reinste Tortur. Ein drei Kilometer langer und ziemlich kleiner Pfad fuehrte durch einen Wald, in dem keine Menschenseele zu sehen war. Zudem noch das gesamte Gepaeck auf dem Ruecken.

Nach einer Stunde tauchte dann auch die erste Bungalow-Siedlung auf, in der jedoch kein Ansprechpartner zu finden war, also nahm ich die naechste namens Forest Resort. Fuer umgerechnet zwei Euro hatte ich sogar eine eigene Dusche mit Toilette sowie erstmals einem Moskitonetz. Doof war nur, dass es in dem beschaulichem Oertchen taeglich nur von 18.00 – 22.00 Uhr Strom gibt.

Der Strand war auch hier wieder sehr schoen. Jeder Urlauber hatte hier ca. 50m Liegeflaeche fuer sich. In dem von Kletterern sehr gefragten Ort war es wunderbar ruhig und die wohl entspannteste Stimmung, da sich alle Einwohner und Gaeste beim Vorbeilaufen freundlich begruessten und auch ab und an ein kleines Plaeuschchen hielten. Wirklich top.

Insgesamt zwei Naechte verbrachte ich in Ao Tonsai, bevor auch ich mich endlich auf den Weg zu Urte und ihrer Trauminsel Ko Phi Phi machte.