Surfen auf Fuerteventura – Part II

Das gleiche Notizbuch, der gleiche Ort und der gleiche Monat. Wie auch schon im Jahr zuvor verbringe ich die Wartezeit meines Abflugs von Fuerteventura nach Deutschland damit mir ein paar Gedanken über die vergangenen acht Tage auf den Kanaren zu machen und diese schriftlich festzuhalten.

Der Strand von El Cotillo

Vor gut einer Woche machte ich mich mit meinem alten Studienkollegen und gutem Freund Fabian auf den Weg nach El Cotillo. Sinn und Zweck der Reise war erneut Wellenreiten. Während ich nun schon einige Male zuvor auf dem Surfboard stand, war mein Mitreisender absoluter Neuling, der allerdings schnell vom Surf-Virus infiziert wurde, was mich durchaus fröhlich stimmte.

Fuerteventura 2013Da in diesem Jahr die Bedingungen sehr gut waren, konnten verschiedene Surfspots angefahren werden. Neben dem Weißwasserparadies am Strand von El Cotillo und Flag Beach in Corralejo wurden auch die beiden Riffe von Punta Blanca und Boneyard angesteuert, die auf Grund der lange zu paddelnden Distanzen mehr als anstrengend waren. Langsam brechende Wellen sowie Ritte mit bis zu 100 Metern, sofern die Wellen auch tatsächlich gestanden wurden, waren aber sämtliche Strapazen wert, denn das Gefühl auf einer Welle zu reiten ist und bleibt einfach unbeschreiblich.

Die Kraft der Wellen sollte allerdings nie unterschätzt werden. So bekam ich sonntags am eigenen Leib zu spüren, welche Wucht die Wassermassen haben können, indem ich bereits das zweite Board in meiner amateurhaften Surferkarriere zerstörte. Grund dafür war eine Welle, die über mir brach und durch ihre Gewalt nicht nur mein Board zerteilte, sondern gleichzeitig auch dazu führte, dass die Leash, also die Verbindung zwischen Fuß und Surfbrett, riss. Nachdem ich eine Weile zugeschaut hatte, wie mein Surfbrett gen Strand trieb, musste ich sichtlich genervt ans Ufer schwimmen, wo man kurze Zeit später mit dem zerstörten Sportgerät in den Händen und einem Lächeln auf den Lippen auf mich wartete.

Surfer am Strand von El CotillGenerell ist Surfen ein Sport, bei dem sehr viel Geduld und Biss notwendig sind, frei nach dem Motto „Go big or go home„. Wer beides nicht hat, verliert nicht nur schnell die Lust, sondern wird langfristig auch keinen Erfolg haben. In meinen Augen ist Wellenreiten ebenso faszinierend wie deprimierend zugleich. Daher ist es mein primäres Ziel, mich bei jedem meiner Surfurlaub (bisher leider noch nicht viele) ein wenig zu verbessern, was mir glücklickerweise auch diesmal gelang. Dennoch ist mir durchaus bewusst, dass weitaus mehr Luft nach oben ist als nach unten.

Was einen Urlaub immer wieder ganz besonders macht, sind die einzelnen Personen, die man auf den Reisen kennenlernt. So war es Fabian und mir zum Beispiel vergönnt, die sympathische Powerfrau Katja aus der Schweiz und den überaus coolen Juristen Dennis aus der Nähe meines Heimatortes Bad Brückenau kennenzulernen. Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden, was sich auch darin zeigte, dass wir an einem Abend in Corralejo ordentlich auf den Putz hauten und mehrmals die Karaoke-Bühne eingenommen hatten. Unter anderem mit den Hits „As Long As You Love Me“ von den Backstreet Boys und „The Fox“ von Ylvis. Weitere Details dazu möchte ich euch gerne ersparen.

FreshSurf-Bus auf TourAlles in allem war der diesjährige Surftrip nach Fuerteventura mehr als gelungen und fand einen erfolgreichen Abschluss in einer Surfspot-Tour am Tag vor unserem Abflug. Dort durften wir auf Grund eines Sturmes mehrere Meter hohe Wellen bestaunen, die unter anderem als „Lazy“ und „Suicide“ bekannt sind und die massive Gewalt der Natur zum Ausdruck brachten. Ein abschließender Wellenritt auf kleineren Wellen südlich von Corralejo durfte natürlich nicht fehlen, bevor es gut gelaunt und mit dem diesjährigen Ohrwurm „My Number“ von Foals gut gelaunt zurück ins Surfhouse ging.

Auch in diesem Jahr möchte ich der Surfschule FreshSurf ein großes Dankeschön nach El Cotillo schicken. Großes Kino war das, sowohl von den Office-Mitarbeitern als auch den stets gut gelaunten Surflehrern. Und da ich es eigentlich nicht mag, einen Urlaubsort zweimal in Folge zu besuchen, jedoch plane auch im kommenden Jahr wieder zu kommen, ist dies durchaus als großes Lob für das FreshSurf-Team zu verstehen.

Ach ja… Fabian, Katja und Dennis muss ich eigentlich nicht hervorheben, da sie bereits wissen, dass sie klasse Typen sind. Ein Wiedersehen zum Surfen auf Fuerteventura, in Deutschland oder in der Schweiz ist definitiv Pflicht.

Hasta luego, Daniel.

2 Gedanken zu „Surfen auf Fuerteventura – Part II“

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