„Spud“ von John van de Ruit

Während meines sechsmonatigen Aufenthaltes im südafrikanischen Durban war es natürlich eines meiner Ziele, mein Englisch aufzubessern. Aus diesem Grund beschloss ich ausschließlich englische Literatur zu lesen. Mein damaliger Mitbewohner Oli empfahl mir daher eine Buchreihe, die sowohl leicht verständlich als auch lustig ist und zudem Südafrika als Schauplatz hat. Das erste Buch dieser Reihe trägt den Namen „Spud„.

Der Autor John van de Ruit erzählt dabei von einem Jungen namens John Milton, der in einer in Südafrika politisch chaotischen Zeit im Jahre 1990 ins Internat in die Midlands von KwaZulu-Natal geschickt wird und seiner Heimatstadt Durban damit den Rücken kehren muss. Aufgrund seiner etwas hinterher hinkenden Entwicklung bekommt er von seinen Mitschülern auch schnell den Spitznamen „Spud“ verpasst.

Nicht nur, dass die neuen Mitbewohner äußerst seltsame und von Grund auf verschiedene Gestalten sind. Auch zu Hause hat es Spud mit der kriselnden Ehe seiner Eltern und einer äußerst verrückten Großmutter zu tun. Sämtliche Erlebnisse eines kuriosen Schuljahrs und den Besuchen zu Hause hält der Internatsschüler dabei in seinem Tagebuch fest, welches er als absolutes Heiligtum betrachtet.

Geschichten wie das heimliche Nachtschwimmen, die Cricket-Karriere oder sonstige diverse Internatsstreiche sind genauso lustig wie ein etwas verunglückter Familienurlaub beim Onkel in Namibia. Außerdem beschreibt Milton in seinem Tagebuch seine ganz persönlichen Gefühle, wie zum Beispiel das Aufeinandertreffen mit Debbie, in die er sich verliebt und sie auf Grund ihres tollens Aussehens und einer Begegnung im Pool durchweg als Meerjungfrau bezeichnet.

Das erste Buch der „Spud“-Reihe hat mich so sehr gefesselt, dass ich auch die bis zu diesem Zeitpunkt anderen beiden Bücher „Spud – The madness continues“ und „Spud – Learning to fly“ nahezu verschlungen habe. Als Reiselektüre für den Südafrika-Urlaub sind die Bücher von John van de Ruit ein absolutes Muss, um ein bisschen mehr über das Leben eines spätpubertären Jungen in der Zeit vor dem Ende der Apartheid zu erfahren.

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