Ein Wochenende in Durban ohne Meer

Meine dritte Woche in Südafrika ist bereits vorüber, die Zeit vergeht wie im Flug und ich habe noch gar nicht allzu viel vom Rest des wunderschönen Landes am Kap gesehen. Ab dem kommenden Wochenende wird sich dies aber ändern, denn ich fliege von Donnerstag bis Sonntag nach Kapstadt zum „Salzgitter Klassentreffen”.

Das Wochenende in Durban war wie die bisherigen beiden auch sehr anstrengend, allerdings im positiven Sinne. Am Freitag ging es mit Stefan und meinem Chef Marcus wieder einmal in die Bar, dessen Namen ich mir wohl nie merken werde. Kurz bevor wir dort eintrudelten begrüßte mich auch schon der aus Nigeria stammende Türsteher, den ich vergangene Woche über die gesamte Geschichte Südafrikas ausgequetscht hatte, mit einer freundlichen Umarmung. In Deutschland sind die Türsteher leider doch etwas anders gepolt, obwohl ich von denen auch nicht unbedingt umarmt werden möchte.

Innerhalb der Bar spielten wir ein paar Runden Pool, bei denen ich in jeder Runde das Nachsehen hatte,  obwohl mein Chef mich unbedingt gewinnen lassen wollte, was aber misslang. Ziel war es, den Abend etwas langsamer angehen lassen, da wir einen Tag später ein Charity-Fußballturnier hatten, wo wir bereits um 8 Uhr morgens aufkreutzen mussten. Im Nachhinein mussten wir feststellen, dass wir an unserer Disziplin wohl noch etwas arbeiten müssen.

Am Samstagmorgen ging es dann in den Norden Durbans zum besagten Fußballturnier, dessen Erlöse WhizzKids United zu Gute kamen. Überraschenderweise schlugen wir uns im Turnier so gut, dass wir mit drei Siegen ungeschlagen die Gruppenphase überstanden. Auch das Halbfinale bestand unsere Truppe, gemischt aus WhizzKids-Staff und zwei Kindern aus der Township Lamontville, souverän.

Im Finale mussten wir dann allerdings gegen unfair spielende Inder ran, die das Turnier auch problemlos gewannen. Sämtliche ausgeschiedene Teams bejubelten uns jedoch während des Finales, da unser Gegner nicht unbedingt den Spaß im Vordergrund sah und auch die ein oder andere Grätsche gegen die Kids auspackte. Wir waren sozusagen der Meister der Herzen.

Für unseren zweiten Platz, den an diesem Wochenende glücklicherweise auch der FC Schalke 04 festigte, bekamen wir dennoch eine Medaille sowie ein WM-Package, bestehend aus einer Sporttasche und einem sehr schönen Bafana Bafana-Schal. Kleine Anmerkung: Bafana Bafana ist der Name der südafrikanischen Nationalmannschaft.

Abends traf ich mich mit Fabian und seiner Freundin, wo wir erneut unser Glück im Suncoast Casino beim “gambling” (= Zocken) versuchten. Der Roulette-Tisch war auch diesmal mein bester Freund und ich durfte mich am Ende über 300 gewonnene Rand freuen, was ungefähr 30 Euro entspricht. Ein Teil davon wurde kurz darauf noch im Club Vacca Matta auf dem Kopf gehauen.

Das Meer bestaunte ich in dieser Woche leider nur aus der Ferne, da das Wetter mit bedecktem Himmel und fast schon kühlen 23 Grad etwas zu Wünschen übrig ließ.

Bis die Tage, Daniel.

5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Schön Dank für den bericht.Ich lese alles,was mir über SA in die Hände kommt,um mich gut vorzubereiten,falls es doch mal klappt,selber hinzufliegen. Danke nochmal,dorena aus Land Brandenburg,Germany

  • @Dorena: Dann hoffe ich doch mal, dass du meinen Blog auch weiterhin liest 😉 Und natürlich hoffe ich auch, dass du es irgendwann mal schaffst Südafrika zu besuchen. Es lohnt sich auf alle Fälle.

  • wird da etwa geflirtet? 🙂
    Hey Dan, meine erste Woche in der neuen Firma neigt sich auch dem Ende, macht mega viel Spaß und der Erfolg ist auch da. Ist zwar ne große Umstellung, aber das kennst du ja…
    Ich hoffe es passt alles soweit? Ich verfolge natürlich weiterhin kräftig deinen Blog. P.S.:”1.Mai, war lustiug, hast aber doch gefehlt!”

    Gruß der Oz

  • @André: Freut mich, dass deine erste Woche super war. Vielleicht findest du mal Zeit, um in Durban vorbei zu schauen, um deine Produkte vorzustellen. Wäre an manchen Plätzen sicher nicht schlecht. 😉
    Hab schon gehört, dass der erste Mai lustig war und du Peter´s Knöchel zerstört hast. 😉 Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.
    Gruß aus Durban.

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