Drakensberge: Mit den Mitarbeitern im Kurzurlaub

Mit dem gesamten WhizzKids-Team ging es am Dienstag zum Teambuilding in die Nähe von Estcourt in die Drakensberge, einer wunderschönen Berglandschaft in der Provinz KwaZulu-Natal. Mit drei bepackten Autos machten wir uns also auf den Weg zur 250 Kilometer entfernten White Mountain Lodge, wo wir uns insgesamt zwei Nächte aufhielten.

Bei bestem Wetter an Tag eins unseres Trips ging es nachmittags an eine Schlucht, die wir á la James Bond und mit Hilfe eines Seils überquerten, was sehr spannend war. Das Ganze nannte sich Fuffy Slide. Glücklicherweise kamen auch alle heil an der anderen Seite an, sodass wir anschließend alle zusammen auf dem Gelände unseres Feriendorfes am See relaxen konnten.

Der Abend wurde in der Bar der Anlage verbracht, die einer Skihütte ähnelte und mit einem Kachelofen dazu einlud gemütlich das ein oder andere Kaltgetränk zu sich zu nehmen. Obwohl es tagsüber in den Drakensbergen ungefähr 25 Grad hat, kühlt es abends doch sehr stark ab, sodass wir sehr dankbar für den wärmenden Ofen waren, der zudem noch für eine sehr schöne Atmosphäre sorgte.

Am nächsten Tag stand dann eine größere Wandertour auf dem Programm, bei der wir auf die Spitze eines 2.000 Meter Berges wanderten. Das gute Wetter und die atemberaubende Landschaft entschädigten uns für einen durchaus anstrengenden Aufstieg. Vom Gipfel aus konnte man auch immer wieder größere schwarze Flächen entdecken, welche durch beabsichtigte Brände entstanden, um den Boden wieder fruchtbarer zu machen.

Nach einer längeren Pause in über 2.000 Meter ging es die ersten Meter nicht wieder zu Fuß bergab, sondern per Abseiling an einer 45 Meter hohen Felswand. Abseiling bedeutet, dass man sich wie die Kletterer entweder durch Sprünge oder einzelne Schritte an der Wand herunter lässt. Da ich dies bereits einige Male zuvor gemacht hatte, war es also nichts Neues für mich. Allerdings war dieses Mal sicherlich das schönste Abseiling, da die Umgebung einfach nahezu unschlagbar scheint.

Den Rest unseres Abstieges mussten wir anschließend wieder zu Fuß antreten. Ab und an gab es auch einige Passagen, die nicht allzu leicht zu absolvieren waren und einige Fähigkeiten im Klettern voraussetzten. An einer zwei Meter hohen Felswand rutschte schließlich mein Mitbewohner Tom aus, überschlug sich mehrmals und landete ungefähr zehn Meter weiter unten am Hang. Ich hatte die beste Perspektive auf den Sturz und kann im Nachhinein nur sagen, dass unser Zulu sprechende Kanadier mit einem Armbruch noch sehr glimpflich davon gekommen ist.

In unserer Anlage angekommen stand nach einem deftigen Mittagessen ein Hindernisparkour auf dem Programm, der mit dem gesamten Team zu bewältigen war und somit die WhizzKids-Angestellten noch mehr aneinander schweißen sollte. Dies gelang auch ganz gut, obwohl die meisten Mitarbeiter nicht ohne Schürfwunden davon kamen. Bezüglich der Sicherheit der Hindernisse will ich mich nicht wirklich weiter äußern. Grob kann man sagen, dass die Sicherheitsbestimmungen ähnlich sind wie die in Thailand.

Irgendwie kamen Oli, Michelle und ich auf die Idee nach dem Obstacle-Kurs noch ins unseren kühlen See zu springen, der aber leider nicht kühl war, sondern schweinekalt. Die Dusche danach war aber dafür umso entspannter und ein Glas Whiskey, den ich vor ein paar Wochen von einer Catering-Frau aus Umlazi geschenkt bekommen hatte, sorgte dafür, dass der Körper auch von Innen wieder gewärmt wurde, bevor es zum Abendessen ging.

Den restlichen Abend verbrachten wir wieder alle gemeinsam in der Bar, was unglaublich lustig war und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal soviel gelacht habe. Leidtragender des Abends war allerdings unser 17-jähriger Praktikant Arthur, der nicht nur seine ersten Erfahrungen mit Zigaretten machte, sondern auch etwas zu tief ins Glas blickte. Da ich sein Zimmernachbar war, verbrachte ich auch einige Zeit mit ihm in unserem Bad, wo mein Chef weiterhin versuchte, dem jungen Engländer Whiskey in sein Wasserglas zu mischen.

Alles in allem waren die drei Tage, die wir in den Drakensbergen unterwegs waren einfach unglaublich und ich kann nur sagen, dass das Team um WhizzKids United einfach nur absolute Spitze ist. Wenn Lachen wirklich schön macht, dann bin ich mir sicher, dass die gesamten Mitarbeiter von Africaid im kommenden Monat in der Zeitschrift Cosmopolitan zu sehen sind. Zudem habe ich mal wieder festgestellt, warum ich immer nach Südafrika wollte: Es ist einfach traumhaft schön!!!

Der Freitag war dann der Abreise- und Ankunftstag bei uns im Volunteers House. Neben dem Hawaiianer Brian, den ich um 5.45 Uhr zum Flughafen fahren durfte, musste ich mich auch von meiner Mitbewohnerin Danielle und Oli verabschieden, was wirklich sehr traurig war auch dazu führte, dass mir die Tränen in den Augen standen. Aber ich bin mir sicher, dass ich mit allen drei in Kontakt bleiben werd. Und die drei entweder in New York, London oder Hawaii zu besuchen, wäre ja auch mal eine Alternative.

Auf der anderen Seite erwartete ich den Besuch meines guten Freundes Matthias und Monique aus der Heimat. Mit beiden werde ich in den nächsten zehn Tagen Südafrika unsicher machen, worauf ich mich schon sehr freue. Wenn ich also nicht auf meine E-Mails antworte, dann seid mir nicht böse, schließlich habe ich Urlaub und der muss in einem der schönsten Länder dieser Welt auch ausgiebig genossen werden.

Gruß, Daniel.

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