Ankunft in Thailand

Um vier Uhr morgens iranische Zeit landeten wir in Teheran. Selbstverständlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, dem Piloten bei der Landung einen gebührenden Applaus zu geben, trotz enormer Müdigkeit.

Start in Teheran

Beim Ausstieg aus dem Flugzeug mussten sämtliche Passagiere weiblichen Geschlechts Kopftücher anlegen. Etwas beunruhigend waren zudem die riesigen Flachbildschirme mit dem Sicherheitshinweis, dass keine Handfeuerwaffen mit ins Handgepäck genommen werden dürfen. Ich war eigentlich immer der Meinung, dass dies selbstverständlich ist, aber gut. Andere Länder, andere Sitten.

Positiv zu bewerten waren dafür die Essens- und Getränkegutscheine, die wir beim Ausstieg von den Stewardessen überreicht bekamen. Außerdem konnte man die Landschaft des Irans vom Flughafen bewundern und kostenlose Internetzugänge waren ebenfalls vor Ort. Vor einer der besagten Internetstationen ergab sich dann auch die Möglichkeit, erste Kontakte mit anderen Deutschen zu knüpfen, genauer gesagt mit zwei Mädels aus Norddeutschland, die zufällig die gleichen Ziele wie wir verfolgten. Wir zogen es in Erwägung die ersten Tage gemeinsam zu reisen, aber das wollten wir endgültig in Bangkok klären.

Andi beim Zähneputzen Um 6.50 Uhr saßen wir dann auch nach problemloser Sicherheitskontrolle in einer zweistöckigen Boing 747, die nur zu 75 Prozent ausgebucht war. Somit nutzten Andi, Stefan und ich jeweils drei bis vier Sitze, schauten uns nach dem Start die endlose Wüstenlandschaft des Iran an und schliefen wenig später endlich ein, sodass ein ruhiger Flug ziemlich schnell endete.

Planmäßig um 17 Uhr thailändischer Zeit landeten wir in Bangkok am Flughafen, dessen Namen ich wohl nie aussprechen werden kann. Sub…….???

Da es schon später Nachmittag war und wir etwas unter Zeitdruck waren, mussten wir schnell handeln und fuhren mit dem Taxi für teure 850 Baht in die Innenstadt zum Hauptbahnhof. Wir waren übrigens zu viert, da sich die beiden Mädels dazu entschlossen hatten, direkt mit uns Richtung Chiang Mai zu reisen.

Unser erster Eindruck von Bangkok war stickige Luft, die uns überfiel, sowie ein absolutes Verkehrschaos. Wirklich erdrückend und stressig, aber irgendwie auch sehr sympathisch. Eine Frau von einem der Touristeninformationen namens TAT schnitt uns bei der Ankunft in Thailand am Hauptbahnhof auch gleich den Weg ab, fragte uns wohin wir gerne gehen möchten und ein paar Minuten später waren wir um je 98 Euro ärmer und hatten Tickets nach Chiang Mai sowie eine 2-tägige Trekkingtour im Doi Inthanon-Nationalpark gebucht.

Da wir kaum Zeit hatten, um den letzten Zug nach Chiang Mai zu erreichen, führte uns ein Angestellter des TAT durch einen Hintergang des Bahnhofs mitten durch eine nicht gerade hygienischen Küche zum Zug, der schon kurz vor der Abfahrt war. Im Zug bekamen wir durch das überaus freundliche Personal auch schnell unsere Plätze zugelotst und die holprige Fahrt konnte beginnen.

Erste Aktion im Zug war Zähneputzen, da wir dies das letzte Mal in Düsseldorf gemacht hatten und dies bereits 24 Stunden her war. Als uns schließlich eine kleine zierliche thailändische Frau über den Weg lief und Bier verkaufte, konnten wir uns nicht mehr halten und bestellten vier Stück, wobei eines den ungewöhnlichen Inhalt von 0,66 Litern hatte. Natürlich waren wir so großzügig und boten unseren beiden Reisepartnern Rebecca und Verena zwei Singha an. Ehrlich gesagt hatten wir zu dieser Zeit noch kein Bargeld umgetauscht, sodass wir zwar die Mädels einluden, sie uns aber das Geld auslegen mussten.

Wir verstanden uns sehr gut mit den beiden Backpackerinnen und merkten schnell, dass sie genauso einen an der Klatsche hatten wie wir. Deshalb folgte auch hier noch das ein oder andere Bier, bevor sich schließlich jeder in seine kleinen, aber bequemen, Schlafkojen zurückzog. Wir hatten schließlich einiges an Schlaf nachzuholen.

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