Abschied vom Golf von Thailand

Nach drei Nächten hieß es auch für uns „Bye, bye Cabana!“. Mit dem Jeep fuhren wir zum Hafen in Thong Sala, wo wir auf der Ladefläche zwei fast Dreißigjährige kennen lernten, die wir für typische Referendarinnen aus dem Schwabenländle hielten und mit denen wir unsere bisherigen Erfahrungen austauschten und uns letzte Tipps holten.

Hafen von Thong Sala

Am nicht gerade sauberen Hafen von Ko Phangan angekommen, ging es mit dem Boot nach Suratthani, um von dortaus weiter nach Bangkok zu gelangen. Auf dem Boot genossen wir das letzte Mal die Stille des Meeres und die salzige Luft, die der Golf von Thailand zu bieten hatte.

Als wir schließlich am Hafen in Suratthani ankamen, mussten wir auf unsere Rucksäcke warten, die regelrecht vom Boot auf das Festland geschmissen wurden. Den Rest der Zeit schlugen wir uns wiederum mit Warten um die Ohren, da unser Bus nicht kam, der uns an den nächsten Bahnhof chauffieren sollte.

Da auch der Bahnhof alles andere als gemütlich war, beschlossen Andi und ich, ein Südthailand-Abschiedsessen mit Meeresspezialitäten zu machen. Wie so oft war im nächstliegenden Restaurant der Hunger größer als das Essen selbst, weshalb wenig später eine weitere Portion für jeden von uns geordert wurde.

Schlafwaggon in Richtung NordenGegen 21.45 Uhr kam endlich unser Zug mit Schlafwaggon, dem wir sehr entgegenfieberten, da wir uns die gesamte Wartezeit mit zwei ostdeutschen Pärchen herumschlagen mussten, die laut ihres Dialekts aus dem tiefsten Sachsen kamen. Nichts gegen „Ossis“, aber im Urlaub ist dieser Dialekt schon sehr nervtötend.

Mit dem für Thailand sympthomatischen Chaos wurden wir rasend schnell unseren Plätzen zugewiesen. Die Schlafkabinen waren bereits hergerichtet, allerdings kam diesmal keine Miss Singha vorbei, um uns Bier zu verkaufen oder Andi in den Magen zu pieksen.

Da wir glücklicherweise selbst noch Dosenbier dabei hatten, tranken wir jeweils eines der fantastischen thailändischen Biere, zogen kurz darauf die Vorhänge zu und erinnerten uns an die wunderbare Zeit am Meer zurück, die leider viel zu schnell zu Ende ging.

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