Mit Elisabeth auf Safari und nach Swasiland

Durban ist mittlerweile Geschichte, denn nach knapp sechs Monaten musste ich mich wieder von meiner Zweitheimat sowie meinen Spitzenkollegen von WhizzKids United verabschieden, was nicht gerade leicht fiel. Vor allem nach einer Abschiedsfeier in unserer Stammkneipe Villins, die nach Ladenschluss bei uns im Haus fortgesetzt werden musste.

Etwas neben der Spur bin ich deshalb am Mittwochmorgen in den Flieger gestiegen, um nach Johannesburg zu gelangen, wo ich mich mit Thomas traf, der von einer Rundtour aus Kapstadt kam. Zusammen mit ihm startete ich also meinen vorerst letzten Trip in Afrika.

Mit unserem gemieteten und knallroten Toyota Yaris, den wir übrigens auf den Namen Elisabeth tauften, machten wir uns auf den Weg nach Nelspruit und genossen dabei die Fahrt durch das hügelige und felsige Mpumalanga.

In Nelspruit niedergelassen war unser erstes Ziel der Krüger Nationalpark, welcher der größte Park seiner Art ist. Um früh genug dort anzukommen, standen wir bereits um 4.40 Uhr auf. Aufgrund unserer Zulu-Kenntnisse (Hallo!, Wie gehts?, Danke!) kamen wir um die 160 Rand Eintritt pro Person herum und zahlten lediglich 115 Rand zusammen inklusive einer Landkarte, da wir als Studenten aus Durban durchgingen.

Im Park selbst führte uns Elisabeth unter anderem an Elefanten, Giraffen, faulen Nilpferden, Kudus, Impalas und Nashörnern vorbei. Wie auch schon bei meinem Trip mit Matthias und Monique bekam ich keinen Löwen zu Gesicht. Gibt es die denn überhaupt?

Da wir auch am Freitag noch immer mit Elisabeth reisten uns sie weiterhin eine treue Gefährtin war, verschlug es uns in Königreich Swasiland, also erstmals seit fünf Monaten außerhalb von Südafrika. Von Nelspruit bis zur Grenze von Swasiland waren nicht nur die Straßen perfekt, sondern auch die bergige Landschaft, die aufgrund ihrer bewaldeten Fläche teilweise an das Alpenvorland erinnerte. Das Autofahren selbst war für mich deshalb das reinste Vergnügen.

Ab der Grenze wendete sich jedoch das Blatt und die guten Straßen mutierten von Asphalt und Beton zu Lehm, Staub, Steine und jeder Menge Schlaglöcher. Für die 20 Kilometer nach Piggs Peak brachten wir deshalb auch eine knappe Stunde und der Unterboden des Autos hatte mächtig zu leiden.

Auch wenn wir nur ein paar Stunden in in der letzten absoluten Monarchie Afrikas waren, fanden wir das Land, das seine Einnahmen scheinbar hauptsächlich aus der Forstwirtschaft bezieht, sehr beeindruckend, weswegen wir erstmals auf unseren Roadtrip neben einem Holzarbeiter auch zwei Putzfreien per Anhalter mitnahmen und teilweise über die Grenze schleusten, natürlich legal.

Von Elisabeth selbst mussten wir uns am Freitag jedoch verabschieden. Bei der Abgabe in Nelspruit sollten wir unseren Flitzer, welcher anstatt rot mittlerweile braun geworden war, natürlich sauber abgeben. Da die Waschanlagen allerdings geschlossen hatten, mussten Thomas und ich, bewaffnet mit jeweils einem Lappen, selbst tätig werden. Dem ein oder anderen Südafrikaner bereiteten wir deshalb sicher jede Menge Freude.

Morgen geht es dann  nach Mosambik, doch wie das Ganze ablaufen soll, wissen wir selbst noch nicht, aber das ist ja gerade das Schöne.

Gruß aus Nelspruit, Daniel.