Norwegen – das zumindest sollte das große Ziel meiner ersten Rucksacktour werden. Dass daraus allerdings nichts wurde und es mich stattdessen für zweieinhalb Wochen nach Thailand verschlug, war die Schuld eines guten Freundes, der seinen Kopf durchgesetzt hatte und mich dazu überredete ins warme Südostasien anstatt ins kühlere Skandinavien aufzubrechen.

Über den Rucksackträger

Eigentlich muss ich ihm für diese Hartnäckigkeit danken, denn Thailand war der Ort, an dem ich mich mit dem Backpacking infizierte und bis heute nicht davon losgekommen bin. Der Kulturschock in Bangkok, die Freundlichkeit der Menschen und die traumhaften Landschaften faszinierten mich damals so sehr, dass ich während der Semesterferien meines Sportmanagement-Studiums ein Jahr später erneut nach Südostasien flog – diesmal allerdings für zwei Monate.

Seitdem bin ich angefixt, ja fast schon vernarrt meinen Rucksack zu packen und die große, weite Welt kennenzulernen. Kein Wunder also, dass ich mein zweites Praxissemester im Jahr 2010 nicht etwa in Deutschland absolvierte, sondern mich für sechs Monate ins südafrikanische Durban verabschiedete, wo ich nebenbei erste Erfahrungen als digitaler Nomade machen durfte.

Doch mit dem Ende meines Studiums brach der Alltag über mich herein und auf Grund der wenigen Urlaubstage waren längere Reisen als Rucksackträger erst einmal unmöglich, weshalb es nach dem Einstieg ins Berufsleben fast drei Jahre dauerte, bis es mich erstmals wieder auf einen anderen Kontinent verschlug. Und so zog ich 2014 während der Fußball Weltmeisterschaft für knapp fünf Wochen mit zwei Freunden durch Brasilien.

Seit April 2016 – angestachelt vom immer wieder auftretenden Fernweh – bin ich nun als Digitaler Nomade unterwegs. Das bedeutet, dass ich mich selbstständig gemacht habe und von überall auf der Welt arbeiten kann, sofern ich eine gute Internetverbindung habe und mein Notebook in Reichweite ist.

Wo die Reise hingehen wird, das weiß ich nicht. Fakt ist aber, dass das Thema Backpacking in Zukunft eine noch größere Rolle für mich spielen wird und ich durch meine berufliche Neuorientierung weitaus flexibler bin als zuvor. Also seid gespannt, wohin es mich verschlägt, ich bin es nämlich auch.