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7 gute Gründe für lokales Essen auf Reisen

Gastbeitrag von Stefany Seipp

Woher kommen mein Obst und Gemüse? Unter welchen Bedingungen wurden meine Milch- oder Fleischprodukte hergestellt? Sind das Fragen, die auch du dir stellst? Dann bist du vielleicht auch Teil einer neuen Trend-Bewegung: Lokal statt global. 

Das Interesse der deutschen Verbraucher am Ursprung Ihrer Nahrungsmittel steigt zunehmend. Zugunsten des Klimas wird inzwischen lieber lokal als global gekauft. Doch, was passiert eigentlich mit unserem Nachhaltigkeitsgedanken auf Reisen?

Wir werden immer mobiler. Wir fliegen von einem Ende der Erde zum anderen und das manchmal mehrmals pro Jahr. Hinzu kommen Kurztrips: Ein Wochenendtrip nach Italien? Oder, darf es ein langes Wochenende in Paris oder Barcelona sein? Noch nie war Reisen so günstig und einfach wie heute. Doch, seien wir ehrlich: nehmen wir unser nachhaltiges Denken mit in den Urlaub oder bleibt es zu Hause?

Der folgende Blog-Beitrag soll dir einige interessante Anregungen liefern, weshalb du auch auf Reisen nicht auf lokale Lebensmittel verzichten solltest.

Reise. Reise! – Aber, nachhaltig!

Es erweitert unseren Horizont. Bringt uns fremden Kulturen näher. Lehrt uns neue Sprachen. Gibt es etwas Schöneres als zu reisen? Aber sicher doch: Nachhaltiges Reisen! Warum, weshalb und vor allem wie(so) erfährst du in unseren Top 7, die für lokale Lebensmittel sprechen:

1. Der ökologische Fußabdruck

Dein ökologischer Fußabdruck ist nicht plötzlich kleiner, nur, weil du dich in einem anderen Land befindest. Auch in einer fremden Umgebung trägst du mit deinem Lebensmittelkonsum zum Ausstoß von schädlichem CO2 bei. Ganz vermeiden lässt sich das leider kaum. Aber, das Ziel zu haben, möglichst wenig zur Produktion des Treibhausgases beizutragen, ist ein guter Ansatz. Es gilt: kürzere Transportwege verursachen einen deutlich geringeren Ausstoß von klimaschädlichem CO2.

Das Treibhaus beschleunigt den Klimawandel nachweislich und begünstigt damit den Treibhauseffekt. Mit der bewussten Entscheidung für lokale Produkte – auch im Urlaubsland – leistest du einen positiven Beitrag zum Umweltschutz. Ganz nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“. Oder: „Kleinvieh macht auch (positiven) Mist“. Je mehr regionale Ware ein jeder konsumiert, desto weniger Lebensmitteltransporte über große Distanzen sind notwendig.

2. Die Sicherheit lokaler Lebensmittel

Du möchtest wissen, wo die Lebensmittel herkommen, die auf deinem Teller liegen? Dann liegt der erste Grund für den Verzehr regionaler Produkte auf der Hand: die bessere Nachvollziehbarkeit. Ursprung und Produktionsweise können bei regionalem Bezug, durch die Nähe zum Hersteller, viel einfacher nachvollzogen werden. Nicht umsonst hat eine Vielzahl von Lebensmittelskandalen die Liebe für Lokales wachsen lassen.

In Deutschland gibt es auch für den Transport und die Lagerung ausländischer Lebensmittel strikte Regelungen. Doch, das sieht im Ausland oft ganz anders aus. Eine durchgehende Kühlkette? Fehlanzeige. Das kann schnell zu einem verdorbenen Magen führen. Ein weiterer Grund ist zudem, dass regionale Lebensmittel keine lange Reise hinter sich haben und dadurch knackig frisch sind, wenn sie auf den Tisch kommen

3. Abfall reduzieren

Regionale Lebensmittel bedeuten kürzere Prozessketten. Kürzere Prozessketten bedeuten, dass weniger Nahrungsmittel während der Verarbeitung Schaden nehmen oder verderben. Sprich: Weniger Nahrungsmittel werden verschwendet. Zudem reduziert sich das Verpackungsmaterial immens, wenn die Transportwege kurz sind. Weniger Verpackungsmaterial muss zum Schutze der Lebensmittel produziert, verwendet und entsorgt werden. Auch das schützt die Umwelt.

4. Unterstützung des lokalen Arbeitsmarktes

Neben den ökologischen Faktoren wirkt sich der Genuss regionaler Lebensmittel auch positiv auf die Ökonomie eines Landes aus. Nicht nur, dass lokale Arbeitsplätze in Landwirtschaftsbetrieben geschaffen werden: das ganze regionale Netz aus Nahrungsmittelverarbeitungs- und Verteilungssystemen profitiert von ihm.

Mit dem Verzehr lokaler Lebensmittel unterstützt du außerdem die lokale Wirtschaft, indem dein Geld direkt regionalen Betrieben zugute kommt, die von denen dann wiederum in die lokale Wirtschaft investiert werden. Das schafft mehr Jobs und unterstützt außerdem weitere lokale Geschäfte im jeweiligen Land.

5. Erhalt fruchtbarer Böden

Mit dem Verzehr landestypischer Lebensmittel förderst du außerdem die Diversifizierung der lokalen Landwirtschaft. Das wirkt der Abhängigkeit der Landwirte von Monokulturen entgegen. Vormals fruchtbare Böden haben in vielen Ländern nämlich bereits jetzt schon großen Schaden genommen.

6. Lokale Märkte – ein Gesellschaftsevent

Regionale Lebensmittelmärkte sind nicht selten ein kleines Event, auf das Einheimische und Touristen sich gleichermaßen freuen. Sie können das Highlight einer jeden Reiseetappe sein. Nicht nur deshalb solltest du den Kauf regionaler Lebensmittel unterstützen.

Gibt es einen Ort an dem du einen besseren Einblick in die Kultur eines Landes erhältst, als einen lokalen Lebensmittelmarkt? Wohl kaum. Hier tauschen sich die Einheimischen aus. Hier treffen sie Freund und Bekannte. Hier findet das „richtige“ Leben statt. Regionale Märkte führen Menschen zusammen und stärken so die Community eines Ortes.

7. Kultur geht durch den Magen

Last but not least: reise mit allen deinen Sinnen! Ein neues Land mit den Geschmacksnerven erkunden. Wie toll ist das denn? Die Kultur eines fremden Landes kennen zu lernen, bedeutet auch, die lokale Küche zu erkunden. Neue Geschmäcker, neue Gerüche. Welche Jahreszeit bringt in den unterschiedlichen Ländern welche Lebensmittel hervor? Was sind landestypische Spezialitäten? Sei gespannt, was dich erwartet. Und, ganz nebenbei: Was sich bereits seit Jahrhunderten bei den Einheimischen bewehrt hat, kann so schlecht nicht sein.

Bist du auf den Geschmack gekommen?

Diese 7 Hinweise sind nur eine kleine Auswahl dessen, weshalb du regionalen Lebensmitteln auch auf Reisen den Vorrang geben solltest. Freu dich schon jetzt auf den Geschmack einer saftigen Drachenfrucht bei deinem nächsten Thailandbesuch.

Oder, darf es eine leckere Bouillabaisse beim nächsten Besuch an der französischen Mittelmeerküste sein? Na, Appetit bekommen?

Autoreninfo

Stefany SeippStefany Seipp leitet mit viel Engagement die Informations- und Kommunikationsplattform Green Pearls® in Darmstadt. Nachhaltigkeit und Komfort, sowie Umweltschutz und Verbesserung des sozialen Gleichgewichts sind ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie des Unternehmens.

Bildquelle: Verfasser

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