Schwarzwald: Snowboarden in Todtnauberg

Am vergangenen Wochenende wurden mal wieder die Komponenten Kurzurlaub, Sightseeing und Wintersport miteinander verbunden, denn mit einigen Arbeitskollegen machte ich mich auf den Weg in den Hochschwarzwald zum Snowboard fahren. Zielort war das über 1.000 Meter hoch gelegene Todtnauberg.

Tiefschnee und Sonne pur.

Für mich war es übrigens der erste Aufenthalt in der Nähe des Feldbergs, obwohl ich nun bereits seit mehr als drei Monaten offizieller Offenburger bin. Man könnte auch sagen, dass es endlich an der Zeit war, dieses Fleckchen Erde zu erkunden.

Da wir lediglich eine Nacht in der überaus empfehlenswerten Pension Daheim verbrachten, war der Zeitplan dementsprechend straff. So ging es ohne lang herum zu reden, einige Minuten nach der Ankunft auch gleich auf die Skipiste, die überraschend leer war.

Zudem zeigte sich Petrus von seiner besten Seite und schenkte uns einen strahlend blauen Himmel. Überraschend für uns war auch der unerwartet hohe Schnee, der laut Internet im Tal eine Höhe von 30 Zentimetern hatte und auf dem Berg starke 60 Zentimeter. Bei den diesjährigen Wintertemperaturen nicht wirklich zu erwarten.

Spontanes Fotoshooting.

Nach einem wunderschönen Wintersporttag in einem für ein Mittelgebirge mehr als gelungenen Skigebiet, durfte im Anschluss an einen leckeren Wildschweinbraten auch das Feiern nicht zu kurz kommen. Mit einem großen Lagerfeuer an der Talstation und ein wenig Après Ski in Alex´s Skihütte wurden uns dafür zwei sehr gute Locations geboten, um den Abend feuchtfröhlich ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen war wiederum frühes Aufstehen angesagt, schließlich wollten wir die Ersten auf der Skipiste in Todtnauberg sein. Aufgrund einer spontanen Geburtstagsfeier scheitere diese Mission jedoch kläglich, sodass wir uns der Schlepplift erst gegen halb elf auf den Gipfel befördern konnte.

Wie auch schon am Vortag konnten wir uns nicht über das ausgezeichnete Wetter beschweren. Grund zur Sorge machten uns allerdings die immer länger werdenden Warteschlangen. So kam es, dass wir bereits zwei Stunden nach unserer ersten Liftfahrt die Zelte abbrachen und uns zurück in Richtung Offenburg begaben.

Alpenpanorama im Hintergrund.

Auf dem Rückweg wurde mir nochmals bewusst, wie schön der Schwarzwald im Winter ist. Dass das Mittelgebirge rund um Freiburg auch ein beliebtes Ausflugsziel ist, zeigte sich insbesondere an der Vielzahl der Autos, die aufgrund vollgestopfter Parkflächen bereits kilometerlang direkt auf der Straße parkten, was die Rückfahrt etwas erschwerte.

Für mich persönlich waren die beiden Tage in Todtnauberg auf alle Fälle eine große Bereicherung. Nicht nur, weil ich seit zwei Jahren endlich mal wieder auf meinem Snowboard die Pisten unsicher machen konnte, sondern auch weil ich die tolle Landschaft und ein atemberaubendes Panorama auf die Vogesen und teilweise sogar die Alpen genießen konnte.

Auch wenn der Winter noch lange nicht vorbei ist, so freue ich mich jetzt schon auf die tollen Mountainbike- oder Wandertouren im Frühjahr und Sommer. Natürlich werden dann auch weitere Berichte auf schoebi-on-tour.com folgen.

Hier noch ein paar Impressionen vom vergangenen Wochenende.

Weihnachtsmärkte in Straßburg, Salzburg und Colmar

Seit mehr als zwei Monaten bin ich nun offiziell Offenburger und ich muss zugeben, dass mir die Gegend außerordentlich gut gefällt. Bis ins französische Straßburg sind es von meiner Haustüre weniger als 30 Kilometer und auch die Schweiz ist kaum mehr als 100 Kilometer entfernt.

Münster in Straßburg

Da es mittlerweile nicht einmal mehr zwei Wochen bis zum Heiligabend sind, machen natürlich auch die verschiedenen Weihnachtsmärkte nicht vor mir Halt. In den vergangenen beiden Wochen hatte ich, egal ob privat oder beruflich, die Möglichkeit drei Märkte im Ausland zu besuchen. Und zwar in Straßburg, Salzburg und Colmar. Hier ein kleiner Rückblick:

Am Sonntag vor zwei Wochen dachte ich mir bei bestem Wetter eine Runde an der deutsch-französischen Grenze Laufen zu gehen. So kam es, dass ich mir spontan überlegte, von Kehl in die Innenstadt Straßburgs zu joggen, was ungefähr einer Strecke von fünf Kilometern einfach entspricht.

Auch wenn die Außenbezirke der elsässischen Hauptstadt eher hässlich sind, so ist das Zentrum rund um das Münster umso schöner und mit einer Menge kleiner Weihnachtsmärkte bestückt. Flammkuchen, Glühwein und andere französische Spezialitäten gibt es an jeder Ecke und die engen Gassen versprühen eine gewisse Gemütlichkeit.

Wirklich lange hielt ich mich jedoch nicht in Straßburg auf, da ich im Gegensatz zu sämtlichen Touristen mit meinem Laufoutfit eher unangepasst aussah und ziemlich aus der Menge stach, zumal mir Schweißperlen über das Gesicht liefen. Einen tollen Überblick konnte ich mir dennoch verschaffen.

Blick auf die Salzburgs Festung

Anfang vergangener Woche zog es mich beruflich nach Österreich. Trotz einer mehr als sechsstündigen Fahrt und einem bevorstehenden Kundentermin am Abend hatten ich und zwei meiner Kolleginnen glückicherweise Zeit für einen kurzen Zwischenstopp in Salzburg.

Die Altstadt von Salzburg, umgeben von der Salzach und der Festung im Hintergrund, ist bestens geeignet, um traumhafte Panoramafotos zu schießen. Vor allem, wenn sich in der Mitte noch ein leuchtender Weihnachtsmarkt befindet. Schade nur, wenn man anstatt der Digitalkamera lediglich das Handy zum Fotografieren parat hat.

Nach einem schnellen Glühwein und einem kurzen Rundgang über den gesamten Weihnachtsmarkt mussten wir uns jedoch wieder auf den Weg machen, um unseren beruflichen Pflichten nachzugehen. Auch hier bleibt mir nachträglich nur zu sagen: Prädikat empfehlenswert!

Gestern stand dann schließlich mein dritter Besuch eines Weihnachtsmarktes im Ausland auf dem Programm. Ziel diesmal war die ebenfalls im Elsass gelegene Stadt Colmar, die ich zusammen mit meinen Freunden aus der Heimat, Judith und Markus, unsicher machte. Ein Dank hierbei an die beiden für den Ausflug.

Märchenstadt Colmar

Im Gegensatz zu den Besuchen in Straßburg und Salzburg hatten wir keinerlei Zeitdruck. Dies war auch gut so, denn die Stadt mit knapp 70.000 Einwohnern hatte es tatsächlich in sich. Zwar war ich bereits zweimal zuvor in Colmar, allerdings war das bereits mehr als ein Jahrzehnt her.

An die kleinen Gässchen konnte ich mich dennoch vage erinnern. Die vielen weihnachtlichen Beleuchtungen machten die Altstadt zudem zu einem wahren Märchenland. So waren nicht nur die Weihnachtsbäume und zahlreichen Stände prächtig geschmückt, sondern sämtliche Hausafassaden bis in den zweiten Stock.

Schnell wurde deutlich, welch große Tradition der Weihnachtsmarkt in dieser wunderschönen Stadt hat und wieviel Mühe sich die Einwohner gaben, um ihr ohnehin schönes Städtchen noch etwas mehr in den Fokus zu rücken. Perfekte Eigenwerbung!

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass alle drei Städte einen Besuch wert sind, speziell in der Vorweihnachtszeit. Doch wer tatsächlich verzaubert werden möchte, der sollte unbedingt die Reise nach Colmar antreten. Einfach bezaubernd und seit gestern kann ich getrost behaupten, dass ich in Weihnachtsstimmung bin.

Elfter Platz zum Abschluss der BMW X3 Open

Der vergangene Samstag war der Tag der Entscheidung bei den BMW X3 Open. Mit einem vierten Platz hatte unser Team sogar die Chance ganz oben zu landen, allerdings wussten wir auch, dass die Konkurrenz teilweise zu professionell war, um tatsächlich auf dem Treppchen zu landen.

Christian auf Inline-Skates

Aus diesem Grund gingen wir, wie auch schon bei den Wettkämpfen zuvor, ohne großen Druck bei der vorletzten Disziplin Mountainbiken an den Start. Diesmal war Sebastian wieder an der Reihe, dem 29 Kilometer Asphalt, Waldwege und harte Trails bevor standen.

Beim Start reihte er sich im hinteren Mittelfeld ein und ließ es gemächlich angehen. Im Anschluss sah man von den 52 Mountainbikern eine ganze Weile nichts mehr. Deshalb beschlossen Christian und ich uns ein paar Inline-Skates am K2-Stand auszuleihen und eine Runde, um den See zu drehen. So hatte ich die Möglichkeit meine Laufstrecke von vor zwei Tagen nochmals zu betrachten und vor allem zu genießen.

Nach gut einer Stunde kamen auch die ersten Mountainbiker in größeren Abständen mit Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h ins Ziel. Wir waren gespannt, wann Sebastian ins Ziel kommen würde und umso zufriedener als er als 23. und für die Kamera posend über die Ziellinie fuhr. Wieder mal hatte das Team Samsung eine klasse Performance abgeliefert und wir waren überglücklich mit dem Ergebnis des Rennens, dass von absoluten MTB-Freaks dominiert wurde.

Wer sein Fahrrad liebt,…

Dass es ein hartes Rennen gewesen sein muss, sah man nicht nur an den verdreckten Trikots der Radler. Auch die Fahrräder hatten unter der Strecke sehr zu leiden. So musste ein Läufer die letzten drei Kilometer zu Fuß laufen, mit dem Rahmen in der einen und dem Reifen in der anderen Hand. Ein neuer Publikumsliebling war geboren.

Als abschließende Disziplin wurde als Location der Genfer See genutzt, denn mit Segeln war der einzige in der Schweiz stattfindende Wettkampf angesagt. Mein Team um „Captain Happy“ startete auch gleich in der ersten von zwei Flotten mit dem Boot Nummer drei.

Zwar war ein professioneller Segler des Veranstalters mit an Board, dennoch durfte uns dieser keine Tipps geben, sodass wir drei Segel-Dummies den Anweisungen von unseren beiden mehr oder weniger Segel erfahrenen Teamkameraden folgen mussten.

Das Wetter und der Panoramablick vom Genfer See auf die Alpen waren wunderschön. Zeit, um die Umgebung zu genießen, hatte ich schließlich genügend, da erstens kein Wind vorhanden war und ich zweitens lediglich die Aufgabe hatte, nach Signalen des Schiedsrichterbootes Ausschau zu halten. Es war nach dem Start übrigens kein einziges Signal in drei Runden zu hören bzw. zu sehen. So viel also zu meinen Tätigkeiten.

Leider schaffte es unser Team „Flying Dutchman“ nur knapp nicht in die Finalrunde. Wegen des geringen Windes wurde das Finale der Loser-Runde vorgezogen, um zumindest die ersten Plätze untereinander aufteilen zu können. Die Teams der Silber-Flotte mussten somit für längere Zeit warten, da noch nicht entschieden worden war, ob die Zeit reichen würde, auch uns nochmal auf den Genfer See zu schicken.

Sebastian bei der Zieleinfahrt

Am späten Nachmittag ließ sich der Wind doch nochmal blicken, sodass kurzerhand beschlossen wurde, auch die restlichen Plätze im Segeln zu ermitteln. Meine Meinung, dass die Sportart ziemlich öde sei, änderte sich urplötzlich, denn mit dem Wind kam auch der Spaß.

Saß ich in den ersten Läufen gelangweilt im Boot, lag ich im Entscheidungsrennen um die letzten zu vergebenden Plätze nahezu senkrecht auf dem angehobenen Boden und festigte bzw. löste ein Seil nach dem anderen. Schwerstarbeit war angesagt anstatt Panorama genießen, doch das war genau das, was ich wollte. Am Ende landeten wir bei der Regatta im Gesamtclassement zwar nur auf Platz acht, aber der Spaß entschädigte das Resultat, welches wir als schlechtestes unserer sechs Ergebnisse im Nachhinein streichen mussten.

Sämtliche Disziplinen waren somit abgeschlossen und jeder sehnte sich einer ausgelassenen Abschlussveranstaltung entgegen. In einer alten Industriehalle in Genf, die extra für das Event hergerichtet wurde, gab es erneut köstliches 5-Sterne-Essen, jede Menge Flüssignahrung und eine perfekt organisierte und durchgeführte Bühnenshow, angeführt vom Moderator Chris Brow, der sämtlichen Teilnehmern nochmal ordentlich einheizte.

Selbstverständlich wurden auch die ersten drei Plätze geehrt. Über jeweils einen BMW X3 durfte sich schließlich das Team „Sport & Style“ aus Ungarn freuen, bei denen auch der Wahnsinnsläufer vom ersten Wettkampftag dabei war. Herzlichen Glückwunsch nochmals an das überaus sympathische Team.

Fehlender Wind beim Segeln

Als einige Zeit später auch die restlichen Plätze auf den Screens dargestellt wurden, wurde unsere sowieso schon grenzenlose Feierlaune nochmals gesteigert, denn im finalen Ranking landeten wir auf einem sehr guten elften Platz von insgesamt 52 Teams. Ein super Ergebnis, welches Sebastian, Christian und ich im Vorhinein aufgrund der starken Konkurrenz niemals erwartet hätten.

Über den restlichen Abend, oder besser gesagt restliche Nacht, werde ich im Blog nichts veröffentlichten, was vielleicht auch besser ist. Festzuhalten bleibt, dass nicht nur der letzte Abend legendär war, sondern das komplette Event.

Bei den BMW X3 Games habe ich eine Menge toller Leute kennen gelernt, die sich trotz Wettkampfdenken immer wieder gegenseitig angefeuert und unterstützt haben. Auch die Organisatoren und Medienpartner haben ihren Job perfekt gemeistert und jedem Teilnehmer fünf unvergessliche Tage beschert.

Vielen Dank!

P.S.: Falls WildCards für das kommende Jahr vergeben werden – Ich bin dabei!

Skifahren am Mont Blanc und Hindernisparcours

Während der Großteil der Teilnehmer der BMW X3 Games eine Stunde länger schlafen konnte, machten sich die Skifahrer am zweiten Wettkampftag bereits um 6.30 Uhr auf den Weg zum Skifahren am Mont Blanc nach Chamonix, um für das anstehende Slalomrennen bestens präpariert zu sein.

Anfeuern am Mont Blanc

Für unser Team ging Christian an den Start, der bis zum Altern von 15 Jahren regelmäßig Rennen fuhr und mittlerweile den gesamten Winter als Freeskier diverse Funparks abklappert. Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Abschneiden am mit 4.810 Meter höchsten Berg Europas standen dementsprechend gut.

Obwohl die Skisaison in Chamonix Ende April normalerweise schon zu Ende ist, wurde diese extra für das BMW-Event um einige Tage verlängert. Der Schnee war bereits etwas sulzig, allerdings entschädigte bestes Wetter und ein wunderschönes Panorama die erschwerten Bedingungen für das Slalomrennen.

Mit Kuhglocken ausgestattet standen sämtliche Nicht-Skifahrer an der Slalomstrecke, um ihre Teammitglieder in den beiden Durchgängen tatkräftig anzufeuern. Einige der Skifahrer nahmen den Wettkampf so ernst, dass sie neben zwei Paar Skier auch ihren Rennanzug trugen, um sich somit ein größtmöglichen Vorteil zu verschaffen.

Christian mit „sick performance“

Unser Teammitglied Christian, der im weiten und lässigen Freeski-Outfit an den Start ging sah das Ganze etwas lockerer und überzeugte durch sein Können. Nachdem er im ersten Lauf auf dem 5. Platz landete, schaffte er es nach einer weiteren Steigerung im zweiten Lauf auf einen bombastischen zweiten Rang. Der Rennleiter kam bei der Zielankunft auf Christian zu, klopfte ihm auf die Schulter und kommentierte sein Rennen anerkennenswert mit „Sick performance!“.

Nach einem deftigen Mittagessen auf dem „weißen Berg“ und weiterem Sonnenbaden fuhren wir mit dem Bus zurück ins Basecamp nach Divonne-les-Bains, denn der BMW X3 Parcours stand auf dem Programm, bei dem Sebastian erstmals für unser Team antreten musste.

Der Wettkampf bestand aus zwei Disziplinen, nämlich einem Geschicklichkeits- und einem Slalomparcour. Bei erstgenanntem musste Sebastian mit Hilfe von Christian einen Parcour mit verschiedenen Rampen und engen Kurven bewältigen, während ich ohne Uhr in Gedanken bis 3:20 Minuten zählen musste, um punktgenau über die Ziellinie zu fahren.

BMW X3 Parcours

Leider lief meine innere Uhr nicht auf Hochform, sodass ich Sebastian erst 20 Sekunden später ins Ziel lotste, was einen Platz im Mittelfeld bedeutete. Seltsamerweise schafften es fünf Teams, das Auto exakt nach 200 Sekunden über die Ziellinie zu fahren. Ob es hierbei Hilfe von außen gab, bleibt aber ein Geheimnis.

Keine Chance zu beschummeln gab es bei der zweiten Auto-Disziplin, bei der das fahrerische Können ausschlaggebend für den Erfolg war. Gut, dass Sebastian in unserem Team Samsung an den Start ging, da er zwei Spitzenläufe absolvierte, den fünften Platz schaffte und unseren Punktestand nochmals ordentlich anhob, sodass wir beim BMW X3 Parcours insgesamt auf einem guten 13. Platz landeten.

Das Abendessen fand wieder in einem mehr als exklusiven und noblen Restaurant statt. Wenn auch das Essen traumhaft gut schmeckte, sehnte sich der ein oder andere doch nach einem normalen Schnitzel oder einer Currywurst, denn die Portionen waren nicht unbedingt sättigend.

Sebastian nach dem Slalomparcours

Da eine der Disziplinen am kommenden Tag Segeln war, entschlossen sich die Organisatoren dazu, die ausgelosten Segelteams an einem Tisch sitzen zu lassen während des Dinners. So saß ich also mit meinem Team namens „Flying Dutchman“ in einer Runde, wo wir über unsere Strategie für morgen diskutieren sollten.

Aufgrund kaum vorhandener Vorkenntnisse wurde das Thema schnell gewechselt und wir feierten anstatt uns eine angemessene Strategie für die bevorstehende Regatta zu überlegen. Lediglich unser Skipper war etwas angenervt, dass wir uns auf andere Themen fokussierten, sodass er ohne ein Wort zu sagen, vom Tisch aufstand und ging. Mein englischer Segelkollege verpasste ihm auch gleich den Spitznamen „Captain Happy“, was unser Running Gag für den kommenden Tag werden sollte.

Natürlich möchte ich Euch auch den Gesamtstand nach dem zweiten Wettkampf nicht vorenthalten. Als wir ihn uns auf dem Screen betrachteten, konnten wir unseren Augen kaum trauen, denn wir waren nach vier Disziplinen auf einem phänomenalen vierten Platz. Sollten wir vielleicht doch die Möglichkeit haben, die drei Autos abzustauben?

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Erster Wettkampftag in Divonne-les-Bains

Per Flieger ging es am vergangenen Mittwoch von München aus über Zürich nach Genf. Ob es zeitlich cleverer gewesen wäre mit dem Auto zu fahren sei dahin gestellt. Immerhin hatten wir somit die Möglichkeit wieder mal zu fliegen, was uns etwas mehr Urlaubsstimmung vermittelte.

Laufen als 1. Disziplin

Am frühen Nachmittag kamen wir schließlich am Hotel Kempinski in Genf, der zweitgrößten Stadt der Schweiz, an. Beim Einchecken wurde mir schnell bewusst, welch noble Unterkunft wir für die kommenden Tage hatten. Dieser Eindruck bestätigte sich spätestens beim Beziehen des Hotelzimmers und dem Durchlesen der Speisekarte, auf der ein Hamburger lockere 35 Euro kostete. Wie gut, dass BMW für sämtliche Verpflegungskosten aufkam.

Nachdem die Stadt in der französischen Schweiz kurz begutachtet wurde, wir ein paar Bahnen im Hotelpool schwammen und uns anschließend in der Dampfsauna entspannten, wurden sämtliche Teilnehmer aus ganz Europa in der Hotellounge begrüßt und über drei Stunden lang mit Häppchen verköstigt.

Die ersten Teilnehmer schlugen in Sachen Alkoholkonsum abends auch gleich über die Stränge, nicht aber die Läufer, da Laufen am nächsten Morgen der erste Wettkampf war. Deshalb legte auch ich meinen Fokus darauf, Kohlenhydrate zu essen und mir einen ordentlichen Wasservorrat anzulegen.

Zieleinlauf des Ungarn Miklós Vatai

Am Donnerstagmorgen ging es bereits am frühen Morgen zur Base ins französische Divonne-les-Bains. Als erste Disziplin mussten die Sportler, unter denen auch ich vertreten war, vier Mal um den Lac de Divonne laufen, was einer Gesamtstrecke von 13,2 km entsprach.

Vor dem Lauf war ich noch etwas skeptisch, ob ich ihn problemlos überstehen würde, da ich die vergangenen beiden Wochen mit einem Schienbeinkantensyndrom zu kämpfen hatte. Am Start hielt ich mich deswegen etwas weiter hinten aus und machte mit einem Läufer aus Berlin aus, das gleiche Tempo zu gehen.

Nach dem ersten Kilometer merkte ich jedoch, dass mir das Tempo doch etwas zu langsam war, weshalb ich mich von meinem Laufkumpel absetzte und mir einen anderen Läufer mit einer etwas höheren Geschwindigkeit suchte. So fand ich einen circa 50-Jährigen, den ich von der ersten Runde an verfolgte und dessen Tempo perfekt für mich war.

Golfen am Nachmittag

Kurz vor Schluss wollte ich noch ein paar Punkte gut machen und schaffte es auf dem letzten Kilometer noch an drei Leuten vorbei zu ziehen. Bei meinem Spurt wurde mir aufgrund eines plötzlich aufkommenden „Kotzgefühls“ aber schnell klar, dass ich an meine Grenzen gegangen war, sodass ich mein Tempo drosseln musste. Nur gut, dass auch diejenigen hinter mir keine weiteren Energiereserven mehr hatten.

Nach einer Zeit von 57 Minuten und 17 Sekunden schaffte ich es schließlich als 26. ins Ziel, fiel jedoch am Ende auf den 28. Rang zurück, da die Zeit von weiblichen Teilnehmern um 12 Prozent reduziert wurde und somit zwei Läuferinnen im Nachhinein an mir vorbei zogen.

Mit meinem ersten Laufwettkampf war ich dennoch überglücklich, da ich einerseits sehr zufrieden mit meiner Zeit war und andererseits keine Probleme mit meinem Sprunggelenk hatte. Die Top 10 liefen allesamt unter 50 Minuten, wobei der Sieger aus Ungarn nur 43 Minuten und 44 Sekunden lief, was wirklich beeindruckend ist. Ein wirklich toller Wettkampf mit einer tollen Stimmung.

Nach dem Mittagessen musste Christian zu seiner ersten Disziplin Golf antreten. Die Location diesmal war die Golfanlage Domaine de Divonne, die laut Erzählungen zu den schwersten in Europa gehört. Ob dies so ist kann ich nicht bestätigen, da mein Wissen über den Golfsport eher grenzwertig ist.

Sebastian beim Putten

Auch bei diesem Wettkampf, bei dem neun Löcher gespielt wurden, waren wieder einige Semi-Profis vertreten. So ging der Titel auch ohne große Überraschung an eine Augsburgerin, deren Handicap bei 1.7 lag, was im Golf scheinbar absolut spitze ist.

Während Christian seine Runden auf dem Golfplatz zog, nutzten Sebastian und ich die Gunst der Stunde und versuchten uns mehr oder weniger erfolgreich im Putten. Im Gegensatz zu meinen Golfkünsten war unser Teammitglied aus Garmisch-Partenkirchen überaus erfolgreich und landete am Ende auf einem guten 12. Platz, was uns 49 Punkte für das Gesamtranking einbrachte.

So kam es, dass wir nach dem Abschluss der Disziplinen Laufen und Golfen nach dem ersten Wettkampftag auf einem für uns überaus erfolgreichen 14. Platz in der Gesamtwertung kamen. Dieser wurde beim Abendessen im Restaurant Edelweiss bei Hüttenmusik und Fleischfondue auch ordentlich gefeiert. Diesmal steckte Christian etwas zurück, da er am kommenden Morgen bereits zu seiner nächsten Disziplin antreten musste, nämlich Skifahren auf dem Mount Blanc in Chamonix.

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Auf zu den BMW X3 Games am Genfer See

In der vergangenen Woche standen die BMW X3 Games auf dem Programm, bei denen ich aufgrund einer erfolgreichen Bewerbung und eines nachträglichen Geburtstagsgeschenks von meinem Kumpel Sebastian die große Ehre hatte, im schweizerischen Genf selbst an den Start gehen zu können.

Foto: Veranstalter

Aus einem Bewerber-Pool wurden insgesamt 156 Teilnehmer aus 19 verschiedenen europäischen Ländern ermittelt. Zwischen dem 27. April und dem 1. Mai traten 52 Teams á 3 Sportler in sechs verschiedenen Disziplinen gegeneinander an, wobei jedes Teammitglied zwei Disziplinen zu absolvieren hatte.

Neben Skifahren am Mt. Blanc und Segeln auf dem Genfer See standen auch die Disziplinen Mountainbiken, Laufen, Golfen und das Bewältigen eines BMW X3 Parcours auf dem Programm. Die fünf besten Disziplinen gingen am Ende schließlich in die Gesamtwertung ein, bei welcher die Erstplatzierten jeweils ein BMX X3 als Hauptgewinn erwarten sollte.

Mein Team, bei welchem der Spaß, gespickt mit einer Portion sportlichem Ehrgeiz, im Vordergrund stand, startete neben Sebastian und mir auch noch der Garmisch-Partenkirchener Christian, den wir erst am Abflugtag persönlich kennen gelernt hatten.

Unser Teamtrikot von Samsung

Auf ihn kamen wir erst durch einen erweiterten Bekanntenkreis, da wir knapp eine Woche vor Eventbeginn noch verzweifelt auf der Suche nach einem dritten Mitglied waren, das die Disziplinen Skifahren und Golfen beherrschte. Diese kurzfristige Suche war gar nicht so leicht, doch mit Christian tätigten wir einen absoluten Glücksgriff wie sich im Nachhinein heraus stellen sollte.

Für eine professionelle Wettkampforganisation und luxuriöse Unterkunft im Hotel Kempinski direkt am Genfer See scheute der bayerische Automobilhersteller keine Kosten und Mühen und gewährte den einzelnen Teilnehmern fünf atemberaubende Tage am Genfer See ohne jegliche Zusatzbeteiligung.

Wie sich unser Team, das für Samsung mit der Nummer 52 an den Start ging, in den einzelnen Disziplinen geschlagen hat, werde ich in den nächsten Tagen veröffentlichen. Es gibt auf alle Fälle eine Menge zu erzählen.

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