Tipps zum Packen

10 Tipps zum Packen für deine nächste Rucksacktour

Den Rucksack für die nächste Reise zu packen, verhilft den meisten Backpackern bereits zu ersten Glücksgefühlen. So auch mir, doch für andere wiederum ist es die reinste Tortur. Der Grund dafür sind Zeitdruck, eine schlechte Organisation oder schlichtweg die fehlende Erfahrung. Damit auch du Problemen beim Packen für deine nächste Rucksacktour aus dem Weg gehst, habe ich heute zehn sinnvolle Tipps für dich.

Wenn ich auf Reisen bin, dann lebe ich in der Regel in den Tag hinein. Planung ist dann meist ein Fremdwort. Das bedeutet nicht, dass ich nicht organisiert bin. Ganz im Gegenteil, denn gerade vor einzelnen Rucksacktouren ist es wichtig, sich auf bestimmte Dinge vorzubereiten.

Eine Sache, auf die ich großen Wert lege, ist das Packen meines Rucksacks, schließlich kann dieser nicht nur der beste Freund sein, sondern durch zu viel Gewicht auch schnell zum größten Feind mutieren.

10 Tipps zum Packen deines Rucksacks

Die folgenden Tipps sollen dir dabei helfen, einige Fehler zu vermeiden, die ich in den vergangenen Jahren immer wieder gemacht habe. Es heißt ja nicht umsonst „Aus Fehlern lernt man“ (3 Euro ins Phrasenschwein).

1. Verwende keinen allzu großen Rucksack

Beim Kauf eines Rucksacks solltest du dir im Vorhinein genau überlegen, für was du ihn benötigst und wie viele Dinge du mit dir rumschleppen möchtest. Ein zu großer Rucksack verleitet automatisch dazu, mehr Gepäck mitzunehmen. Muss es denn unbedingt der 60 Liter fassende Rucksack sein oder reicht einer mit 35 Liter nicht völlig aus?

2. Lege dir eine zeitlose Checkliste an

Ein bisschen Arbeit macht so eine Checkliste für Backpacker schon, aber ist sie einmal angelegt, dann erspart sie dir bei deiner nächsten Reise eine Menge Zeit. Speichere dir die Liste nicht etwa als Word-Datei, wo sie in den Untiefen deines Notebooks spurlos verschwindet, sondern nutze Programme, wie zum Beispiel Google Drive oder Evernote, mit denen du von überall auf der Welt Zugriff hast. Nicht vergessen, die Liste immer wieder anzupassen.

3. Alltagsdinge vor Ort einkaufen

Verbrauchsgegenstände und Pflegeprodukte nehme ich bei längeren Touren gar nicht erst mit, da sie nur unnötiges Gepäck sind. Wenn du nicht außerhalb jeglicher Zivilisation absteigst, solltest du in der Regel all die Dinge bekommen, die auch in deutschen Supermärkten erhältlich sind. Die Handcreme, Zahnpasta und das Shampoo kannst du also getrost zu Hause lassen. Dann besteht auch nicht die Gefahr, dass sie in deinem Rucksack aufplatzen und die „Innereien“ verschmieren.

4. Betrachte das Packen als Wettkampf

Dieser Tipp mag sich etwas seltsam anhören, ist aber gar nicht so abwägig, denn das Packen als eine Disziplin anzusehen, macht durchaus Sinn. Reist du nicht alleine, dann kannst du dich bereits vor dem Abflug mit deinem Gefährten messen, indem ihr wettet, wer weniger Gewicht auf die Waage bringt – gemeint ist natürlich der Rucksack. Auch wenn du alleine unterwegs bist, kannst du versuchen das Gewicht deines vorherigen Trips zu unterbieten. Dein Rücken wird es dir danken.

5. Gewicht innerhalb des Rucksacks verteilen

Ein Rucksack, der schief getragen wird, sieht nicht nur ziemlich doof aus, sondern tut früher oder später auch ziemlich weh. Achte daher beim Packen darauf, dass du das Gewicht gleichmäßig verteilst. Schwere Sachen auf den Boden und möglichst nahe am Rücken tragen, während kleine und leichte Dinge problemlos in den Seitentaschen verstaut werden können. Vermeide zudem baumelnde Gegenstände an die Laschen deines Rucksacks zu hängen, denn dadurch kann es vorkommen, dass das Tragesystem hin und her rutscht, was wiederum zu hässlichen Abschürfungen führen kann.

6. Kleidung rollen, um Platz zu sparen

Wenn du lange unterwegs bist, dann ist jeder noch so kleine Kubikzentimeter in deinem Rucksack gold wert. Rolle daher deine Kleider anstatt sie feinsäuberlich zusammenzulegen. Erstens werden sie so nicht verknittert und zweitens gewinnst du dadurch mehr Freiraum für andere Dinge, die nicht weniger wichtig sind.

7. Kompressionsbeutel für mehr Ordnung

In Verbindung mit dem sechsten Punkt solltest du auf Kompressions- oder Vakuumbeutel zurückgreifen. Diese bekommst du bei Amazon ab 6,49 Euro oder im Drogeriemarkt für knapp 3 Euro. Sie eignen sich hervorragend, um deine gerollten Kleider zu komprimieren und noch mehr Platz zu sparen. Natürlich kannst du die Kompressionsbeutel auch für andere Dinge nutzen, um innerhalb deines Rucksacks etwas Ordnung zu schaffen, wie zum Beispiel: T-Shirts in Beutel 1, Unterwäsche in Beutel 2, Pflegeartikel in Beutel 3, usw.

8. Seitentaschen und Fächer clever nutzen

Ein guter Rucksack verfügt über mehrere Seitentaschen und Fächer, die leicht zugänglich sind. Packe daher clever, sodass du wichtige Gegenstände so zurechtlegst, dass du sie innerhalb kürzester Zeit erreichst, ohne deine gesamten Inhalte auf dem Boden verteilen zu müssen. Vor allem die Seitentaschen eignen sich wunderbar, um kleine Gegenstände zu verstauen. Allerdings sollten diese möglichst bruchfest sein, da beim Transport deines Rucksacks bei Bus- und Schifffahrten sowie Flügen nur selten Wert auf einen gefühlvollen Umgang mit deinen Sachen gelegt wird.

9. Paretoprinzip beim Packen anwenden

Seit einiger Zeit bin ich ein großer Fan des Paretoprinzips, auf welches ich durch das Buch „The 4-Hour Workweek“ von Tim Ferriss aufmerksam geworden bin. Das Prinzip besagt, „dass 80 % der Ergebnisse in 20 % der Gesamtzeit eines Projekts erreicht werden“ (Quelle: wikipedia). Übertragen auf das Packen für deine nächste Rucksacktour bedeutet dies, dass der wichtigste Teil deiner Inhalte keinen großen Zeitauwand benötigt. Warum also allzu viel Zeit mit unwichtigen Dingen verschwenden?

10. Verwende platzsparende Alternativen

Klar ist es bei Backpackern in der Regel das Ziel, möglichst preisgünstig durch die Welt zu reisen. Doch manchmal lohnt es sich, vor der Reise ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen und hilfreiche Utensilien zu kaufen, die zudem noch sehr platzsparend sind. Ein absolutes No-Go sind zum Beispiel Strandhandtücher, die jede Menge Platz wegnehmen. Eine gute Alternative dazu sind spezielle Reisehandtücher (z. B. Mikrofaser-Handtuch von PEARL), die nicht nur schnell trocknen, sondern auch leicht verstaubar sind. Ähnlich ist es mit Regenjacken für tropische Gebiete. Reicht hier nicht auch ein Plastik-Regenüberzug aus anstatt eine Regenjacke mitzuschleppen, die oftmals sowieso nur im Rucksack vor sich hin gammelt ?

Weniger ist mehr

Der Leitspruch „Weniger ist mehr“ ist zwar ziemlich abgedroschen, spielt beim Packen aber eine bedeutende Rolle. Wenn du bei einem bestimmten Gegenstand am Überlegen bist, ob du ihn für deine Rucksacktour benötigst, dann lasse ihn lieber gleich zu Hause. Oftmals ist es hilfreich, dass du all deine Sachen vor dir ausbreitest und nochmals 20 Prozent aussortierst, bevor du sie in den Rucksack stopfst. Denn vieles davon wirst du definitiv nicht benötigen.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Packtipps, doch von meiner Seite soll es das vorerst gewesen sein. Hast du noch einzelne Punkte, die es zu beachten gilt? Wenn ja, dann freue ich mich über einen kurzen Kommentar von dir.

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